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Internetkriminalität verursacht Milliarden-Schaden

Der Norton Cybercrime Report 2011 macht deutlich, dass die Gefahren für Computernutzer im Internet und in sozialen Netzen deutlich größer geworden sind. Alle 14 Sekunden passiert mittlerweile ein Verbrechen im Internet.

Weltweit gerieten über 430 Millionen Erwachsene in die Hände von Internet-Gangstern. Das sind mehr als eine Million Internet-Verbrechen pro Tag. Konkret bedeutet das: Alle 14 Sekunden wird jemand Opfer eines Betrugs im Internet.

Internetbetrüger haben es schon allein deshalb leicht, weil die durchschnittliche Verweildauer im Internet immer länger wird. 21 Stunden pro Woche hält sich der deutsche Internetnutzer durchschnittlich im Internet auf, wie der Norton Cybercrime Report ermittelte (der weltweite Durchschnitt liegt sogar bei 24 Stunden pro Woche). Gerade das iPhone sowie die Android-Geräte treiben die Internetnutzung voran: 30 Prozent der deutschen Befragten greifen nämlich vom Smartphone oder Tablet-PC aus auf das Internet zu.   

Für den deutschen Einzugsbereich stellt der Norton Cybercrime Report 2011 fest, dass die häufigsten Internetstraftaten durch Computerviren oder andere Malware entstanden. Dicht gefolgt von dem Tatbestand des Online-Betrugs und den dann folgenden Sexualdelikten, womit sexuelle Belästigung gemeint ist.

Junge Männer im Visier der Online-Gangster

Bei den Opfern handelt es sich mehrheitlich um junge Männer. Vor allem Intensiv-Nutzer sind gefährdet: 79 Prozent der User, die mehr als 49 Stunden pro Woche online sind, wurden bereits Opfer von Internetkriminalität. Vor allem das immer stärker werdende Interesse für soziale Netzwerke lässt die Verbrechensquote in die Höhe schnellen. Denn Internetkriminelle suchen immer häufiger bei Facebook & Co. nach Opfern.

Cybercrime verursacht ungeheure Kosten: Direkt und durch den damit verbundenen Zeitverlust.
Vergrößern Cybercrime verursacht ungeheure Kosten: Direkt und durch den damit verbundenen Zeitverlust.
© Norton Cybercrime Report 2011

Als beunruhigend darf angesehen werden, dass 41 Prozent der befragten Internetnutzer weltweit angaben, persönliche Daten im Internet zu veröffentlichen, ohne geschützt zu sein, sprich: Sie gehen ohne aktuelle Sicherheitssoftware ins Internet. In Deutschland gaben sogar 48 Prozent der Befragten an, dass sie ohne Schutzsoftware unterwegs sind. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, bei Virenschutz-Software nicht nur an klassische Windows-PCs und -Notebooks zu denken. Denn auch Internetkriminelle reagieren auf Trends: Sie nutzen besonders die stark steigenden Absatzzahlen von Smartphones aus, um unter den Besitzern von mobilen Internetzugangsgeräten immer neue Opfer zu finden.

Insbesondere Jugendliche nutzen die neuen Technologien um sich mobil zu vernetzen und auszutauschen. Facebook, Twitter oder die VZ-Netze bilden dabei nur einen Teil der mobilen Möglichkeiten, um ständig mit dem mobilen Begleiter mit Freunden in Verbindung zu bleiben, sich an der Pinnwand mitzuteilen oder Nachrichten auszutauschen.

Internet wird fast zur Sucht

Dazu stellte Norton in seinem Report fest, dass 32 Prozent der befragten Personen weltweit der Meinung sind, Freunde zu verlieren, wenn sie nicht mehr in sozialen Netzwerken aktiv sind. Internetnutzer aus Deutschland sehen das nur geringfügig anders: Hierzulande teilen 27 Prozent der Befragten diese Befürchtung. Norton hält in seinem Report fest, dass 24 Prozent der befragten Erwachsenen sich ein Leben ohne Internet nicht mehr vorstellen können (unter den deutschen Befragten sind es immerhin 15 Prozent). Dazu kommen 41% der Befragten, die im Alltags-Leben nicht mehr auf das Internet verzichten können. Die Vernetzung der realen Welt und der Welt des Internet wird angesichts dieser Zahlen sehr deutlich.

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