Nokia N810

Wie gut ist Nokias Linux-PDA?

Freitag den 02.05.2008 um 11:13 Uhr

von Christian Löbering

Als reinrassiger PDA und ganz ohne Handy-Funktionen kommt Nokias N810 daher. Dafür bietet er WLAN-Connectivity und ein integriertes GPS-Modul. TecChannel hat den Exoten im Produktportfolio von Nokia getestet.

Von Moritz Jäger, TecChannel

Es ist etwas schwierig sich die Gründe zusammenzureimen, warum überhaupt ein Gerät wie der N810 in der Produktlinie von Nokia existiert. Sämtliche Eckdaten des Geräts stehen mehr oder weniger im Widerspruch zu dem, was Nokia sonst macht: Keine Handy-Funktionalität, nicht das hauseigene Symbian als Betriebssystem sondern Linux, und unterm Strich mehr Mini-Computer als Smartphone. Dennoch ist der PDA alles andere als uninteressant.

Das Fundament des N810 bildet Maemo, ein PDA-optimiertes Linux-Derivat, das auch die Vorgänger des N810 bestückte. Ausgestattet ist es zudem mit einem Touchscreen mit 800 x 480 Pixel Auflösung, WLAN- und Bluetooth-Schnittstellen. Im Gegensatz zu den Vorgängermodellen ist es mit einer ausziehbaren QWERTZ-Tastatur und einem integrierten GPS-Modul versehen. Auch der Speicher wurde erweitert.

Seiner Rolle als tragbares Internet-Terminal wird das Gerät auch sehr gerecht. Im Gegensatz zu den Opera-Browsern in den Vorgängern kommt als Browser erstmals ein Mozilla-basierter MicroB zum Einsatz. Nach der Verbindung mit einem WLAN ist der Zugang ist schnell und einwandfrei. Gerade beim Surfen ist die Bildbreite von 800 Pixeln praktisch, lassen sich die meisten Websites so komplett oder mit minimalem seitlichen Scroll-Aufwand anzeigen.

Echtes Web: Der Browser stellt Websites unverändert
dar.
Vergrößern Echtes Web: Der Browser stellt Websites unverändert dar.
© 2014

Ein weiterer Pluspunkt des MicroB-Browsers ist, dass er das "richtige" Internet darstellen kann. Dafür sorgen Flash, JavaScript und die damit zusammenhängenden Technologien. Auch Add-ons und Plug-ins werden unterstützt, allerdings hapert es noch ein wenig an der Auswahl. Lediglich Microsofts Silverlight macht Probleme, was aber derzeit noch an der fehlenden Linux-Unterstützung liegt.

Mozilla: Statt Opera liefern diesmal die Firefox-Macher
einen passenden Browser.
Vergrößern Mozilla: Statt Opera liefern diesmal die Firefox-Macher einen passenden Browser.
© 2014

Allerdings würde ein anständiges Office-Paket den Alltag stressfreier gestalten. Die Notizfunktion ist als Ersatz nicht optimal, und auch ein Kalender sollte bereits integriert sein, am besten mit iCal-Unterstützung, damit der Abgleich mit Web- und Desktop-Kalendern einfach ist. Zudem ist ärgerlich, dass der integrierte RSS-Reader das OPML-Format nicht unterstützt, es lassen sich also keine Feeds importieren.

Freitag den 02.05.2008 um 11:13 Uhr

von Christian Löbering

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