Ratgeber Akku
Die richtige Akku-PflegeNickel-Kadmium/Nickel-Metallhydrid
Entladen Sie den Akku die ersten Fünf Mal weitgehend und laden Sie ihn erst dann wieder auf. Dadurch hält die Sekundärbatterie später ihre maximale Kapazität länger. Der Vorgang ist mit dem Einfahren eines Autos vergleichbar (wobei es für moderne Autos keine Einfahrvorschriften mehr gibt, sondern nur noch Einfahrempfehlungen).
Nickel-Akkus sollten nicht jedes Mal aufgeladen werden, wenn sie erst halb leer sind. Benutzen Sie die Energiespender so lange, bis sich erste Ansätze von Energieschwäche zeigen. So vermeiden Sie den lästigen Memory-Effekt. Dieser tritt vor allem beim NiCd-Typ sehr häufig auf.
Memory-Effekt und Tiefentladung können Sie mit einem Schnellladegerät verhindern, das über eine Lade-Entlade-Funktion verfügt. Ein weiterer Vorteil: Die Sekundärbatterie ist in weniger als einer Stunde wieder voll. Um dem Memory-Effekt ganz den Garaus zu machen, muss der Lade-Entlade-Zyklus mehrmals ausgeführt werden. Dieser Vorgang wird auch Auffrischen genannt. Verwenden Sie nur Ladegeräte, die für den jeweiligen Akku-Typ geeignet sind. Sehr hohe Temperaturen (über 45 Grad Celsius) können den Energiespendern schaden. Meiden Sie deshalb Ladegeräte, welche die Akkus zu stark erhitzen. Die ideale Ladetemperatur liegt zwischen 10 und 25 Grad.
Wenn Sie den Akku längere Zeit nicht gebrauchen, sollten Sie ihn aus dem Gerät entfernen und ihn in einem kühlen Raum lagern – geeignet ist beispielsweise der Keller. Zu hohe Temperaturen verstärken die Selbstentladung, allzu niedrige verringern die Kapazität. Tiefe Temperaturen sind aber weniger schlimm, da sich die Kapazität bei Raumtemperatur wieder regeneriert. Damit es zu keiner Tiefentladung kommt, sollten die Akkus beim Einlagern einen Ladezustand von 50 bis 80 Prozent aufweisen. Überprüfen Sie nach ca. sechs Monaten den Ladezustand.


