Nichts verpassen

TV für unterwegs - mit Tablets und Notebooks

Montag, 23.07.2012 | 09:01 von Bernd Weeser-Krell
Fotostrecke Für Tablets gibts es zahlreiche Apps, die TV-Genuß auch unterwegs ermöglichen.
© iStockphoto.com/franckreporter
Auch unterwegs braucht man nicht auf Live-Events und die eigenen Lieblingsserien zu verzichten. Wir stellen Ihnen das aktuelle TV-Angebot für iPad und Notebooks vor.
Im Sommer 2012 stehen die olympischen Sommerspiele in London im Mittelpunkt des Medieninteresses. Und die Fernsehsender sind rund um die Uhr mit Live-Berichten, Analysen und Hintergrundberichten dabei. Selbst unterwegs brauchen Sie nicht auf die spannenden Live-Events zu verzichten. Es gibt viele Möglichkeiten, dieses Highlight auch unterwegs zu verfolgen. Unser Ratgeber gibt einen Überblick über das aktuelle TV- und Video-Angebot auf Notebook, iPad und Co.

Notebook: Live-Fernsehen mit einem DVB-T-Stick

Unterwegs fernsehen geht ganz einfach mit kleinen DVB-T-Sticks für den USB-Anschluss. Mittlerweile ist das DVB-T-Signal in ganz Deutschland zu empfangen. Zudem sind die Empfangs-Chips der aktuellen Stickgeneration viel leistungsstärker als ihre Vorgänger. Empfangsprobleme treten nur noch an sehr ungünstig gelegenen Orten auf. Die öffentlich-rechtlichen Sender sind in ganz Deutschland zu empfangen, private meist nur in Ballungszentren.

Terratec ran T Stick+: Liefert mobiles TV-Programm und
DAB-Radio fürs Notebook.
Vergrößern Terratec ran T Stick+: Liefert mobiles TV-Programm und DAB-Radio fürs Notebook.
© Terratec

Für den mobilen Einsatz eignen sich vor allem sehr kompakt gebaute DVB-T-Sticks wie der Picostick von pctv . Der Winzling ragt in eingestecktem Zustand nur knapp einen Zentimeter aus dem Notebook-Gehäuse. Ebenfalls sehr klein ist der Aver3D Volar Mini von Avermedia . Für schwierige Empfangssituationen eignen sich besonders DVB-T-Sticks mit Diversity-Technik. Diese TV-Empfänger – etwa der Terratec T5 – besitzen zwei TV-Tuner. Die Diversity-Technik erlaubt es, die Signale der beiden Empfänger zu einem stärkeren Signal zusammenzuschalten.



Diversity-Technik: Bester Empfang dank Doppel-Tuner

Wollen Sie den DVB-T-Stick zu Hause an Ihrem Kabelanschluss nutzen, gibt es Kombigeräte mit mehreren Tunern. Der Hauppauge WinTV HVR-930C-HD beherrscht neben DVB-T auch DVB-C-Standard – sogar in HD-Qualität.

DVB-T-Sticks lassen sich sehr schnell am Notebook einrichten. Meist dauert es nur wenige Minuten, bis der Stick und die mitgelieferte TV-Software installiert sind sowie der erste Sendersuchlauf abgeschlossen ist. Mittlerweile ist auch die TV-Software, die Hersteller den DVB-T-Sticks beilegen, ausgereift und einfach zu bedienen. Sollten Sie mit dem Programm unzufrieden sein, lassen sich die TV-Empfänger mit Fremd-Software betreiben – etwa dem Media Center von Windows. Dazu verfügen alle modernen DVB-T-Sticks über einen BDA-Treiber, also einen standardisierten Treiber für Windows. Eine gute Software ist DVBviewer (15 Euro). Das Programm bietet viele Konfigurations-, Wiedergabe- und Aufzeichnungsmöglichkeiten. Die Bedienung ist zudem recht komfortabel. Eine der wenigen ernstzunehmenden Alternativen zu kostenpflichtigen Media-Center-Programmen ist Media Portal . Das Programm verwaltet das gesamte Multimedia-Angebot auf dem PC und kann TV-Sender empfangen.



Fernsehen aus dem Internet: Ohne WLAN läuft nichts
Haben Sie keinen DVB-T-Stick, können Sie TV-Programme per Internet auf Ihr Notebook holen. Im Gegensatz zu einem DVB-T-Stick, der das Signal von den Sendestationen empfängt, brauchen Sie beim Internet-TV einen WLAN-Zugang.

Zattoo bringt die Olympischen Spiele auf das
Notebook.
Vergrößern Zattoo bringt die Olympischen Spiele auf das Notebook.
© Zattoo bringt die Olympischen Spiele auf das Notebook.

Als umfangreiches, zudem kostenloses Angebot von Web-TV hat sich Zattoo etabliert. Das Internet-Portal stellt über 50 Sender gratis zur Auswahl. Es ist lediglich eine Online-Registrierung notwendig. Unter den Sendern finden sich ARD, ZDF und weitere öffentlich-rechtliche dritte Programme sowie einige Privatsender. Im Abo können Sie Sender hinzubuchen, unter anderem türkische, bosnische, kroatische und polnische Programme. Die Auflösung der H.264-Streams beträgt passable 480 x 288 Bildpunkte. Gegen 2,50 Euro pro Monat bekommen Sie eine doppelt so hohe Auflösung. Weiterer Vorteil: Die im Gratis-Angebot bei einem Senderwechsel eingeblendete Werbung entfällt. Zur Nutzung benötigen Sie lediglich einen Browser mit Flash-Plug-in. Zusätzlich gibt es eine Zattoo-Software, die das Programm im separaten Fenster darstellt. Zattoo bietet Apps für mobile Apple-und Android-Geräte.

Montag, 23.07.2012 | 09:01 von Bernd Weeser-Krell
Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (3)
  • Navigatiko 14:00 | 23.07.2012

    Zitat: Sele
    Warum Du Dein Empfinden als repräsentativ für das der Allgemeinheit ansiehst, solltest Du erläutern (um nicht als größenwahnsinnig abgestempelt zu werden).
    Bitte nicht von sich auf andere schliessen!!!

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  • Sele 13:22 | 23.07.2012

    was natürlich schon fast als ärgern wollen zu verstehen ist!
    Warum Du Dein rein persönliches Empfinden als repräsentativ für das der Allgemeinheit ansiehst, solltest Du erläutern (um nicht als größenwahnsinnig abgestempelt zu werden).

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  • Navigatiko 12:56 | 23.07.2012

    Streamtransport unausgereift

    Streamtransport funktioniert wenigstens aber es ist entwicklungsmäßig ein rohes Ei. Es z. B. gibt keine Möglichkeit das Filmfenster zu schließen, wenn man still aufnehmen will - man kann sich nur mit Ton abschalten behelfen und es gibt keine Favoriten, was natürlich schon fast als ärgern wollen zu verstehen ist! Nav.

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