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Nicht-kommerziell und weltweit: FidoNet wird volljährig

03.06.2002 | 16:58 Uhr |

Eines der ältesten, nicht-kommerziellen, internationalen Netzwerke wird in diesen Tagen 18 Jahre alt. Tom Jennings rief das nach seinem Hund Fido getaufte Netz ins Leben: Im Juni 1984 tauschte er erstmals über eine selbst entwickelte Software mit einem Freund per Computer Textnachrichten aus. Mittlerweilen hat sich das FidoNet zu einem weltweiten Netzwerk gemausert.

Eines der ältesten, nicht-kommerziellen, internationalen Netzwerke wird in diesen Tagen 18 Jahre alt. Tom Jennings rief das nach seinem Hund Fido getaufte Netz ins Leben: Im Juni 1984 tauschte er erstmals über eine selbst entwickelte Software mit einem Freund per Computer Textnachrichten aus. Mittlerweilen hat sich das FidoNet zu einem weltweiten Netzwerk gemausert.

Die Technik der Nachrichtenverteilung wurde seitdem ausgefeilter, eine Vielzahl neuer Programme zum Austausch entwickelt. Und die Verbreitung sorgte für die Entstehung eines weltweiten Verbundes privater Rechner: das FidoNet.

Bis in die 90er Jahre, noch vor dem Internetboom, stellte das FidoNet für viele Privatpersonen eine der wenigen Möglichkeiten dar, diesen Kommunikationsweg zu nutzen. Wie auch in den Newsgroups des Usenet werden damit Textnachrichten über Mailbox-Computer ausgetauscht, die Verteilung läuft dabei ausschließlich über die Rechner der Hobbynetzwerkbetreiber.

Zwar haben Fidonet und Usenet mangels Multimedia- und grafischen Inhalten für viele nicht die Attraktivität des Internet, doch genügend Enthusiasten, die sich am Datenaustausch rege beteiligen finden sich trotzdem. Das Netz hat inzwischen weltweite Verbreitung erreicht.

Newsreader-Programme, um die "schwarzen Bretter" zu nutzen, stehen für Windows, Linux und andere Plattformen zahlreich zur Verfügung. ISDN und DSL haben dazu beigetragen, die Effizienz und Geschwindigkeit des Netzes zu erhöhen. Der Vorteil, News offline lesen und beantworten zu können und so Online-Kosten zu sparen, dürfte Flatrate-Nutzern allerdings gänzlich egal sein.

Wer mehr über das nicht-kommerzielle Netz erfahren will, kann sich im Internet informieren, viele der angeschlossenen Mailboxen präsentieren sich mittlerweile auch dort, ebenso wie es einige übergreifende Websites zum Fidonet gibt. Informationen über Software und Teilnahme finden Sie hier . Wer gleich reinschnuppern will, findet hier alles weitere .

Google: Einblick in 20 Jahre Usenet-Raritäten (PC-WELT Online, 11.12.2001)

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