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Das leistet der USB-Anschluss am Tablet-PC

Donnerstag den 17.01.2013 um 09:33 Uhr

von Arne Arnold und Dennis Steimels

Das Samsung Galaxy 2 Tablet.
Vergrößern Das Samsung Galaxy 2 Tablet.
© Samsung
Der USB-Anschluss am Android-Tablet hat das Zeug dazu, den Flachrechner in einen vollwertigen PC-Ersatz zu verwandeln. Was alles schon klappt und wo die Grenzen liegen, erfahren Sie hier.
Der USB-Anschluss ist vom handelsüblichen PC gar nicht wegzudenken. Über ihn schließen Sie Smartphone, Digitalkamera, externe Festplatte, Drucker und viele weitere Geräte an den Computer an. Natürlich auch den altbewährten USB-Stick, auf dem Sie alle Daten mit sich tragen können. Der USB-Anschluss am Android-Tablet soll Ähnliches ermöglichen, ist jedoch noch nicht ganz so leistungsfähig.

Wo ist hier eigentlich der USB-Anschluss?
Ein PC bietet die gewohnte USB-Buchse für den USB-Stecker Typ A. Bei fast allen Tablets dagegen findet sich lediglich eine viel kleinere Buchse, die für einen Micro-B-Stecker. Diese Buchse ist heutzutage auch bei den meisten Mobiltelefonen verbreitet.
Wer also eine USB-Tastatur am Tablet anstecken möchte, der benötigt einen Adapter. Diesen gibt es im Fachhandel oder bei Amazon unter Bezeichnungen wie beispielsweise „USB Host Modus Kabel“ oder „OTG-USB-Adapter“. Die Preise liegen um die fünf Euro.

Tablets wie das Samsung Galaxy Tab bieten eine herstellereigene Buchse. Doch auch dafür gibt es unter dem Stichwort „OTG-USB-Adapter“ passende Kabel für ein paar Euro. Samsung selbst hat natürlich ebenfalls einen eigenen Adapter für seine Tablets im Angebot. Dieser verfügt nicht nur über den gewohnten USB-Anschluss, sondern kommt auch mit einem SD-Kartenleser. Zu kaufen gibt es das Set ab 16 Euro.


USB am Tablet: Was heute möglich ist und wo es hakt
Zu den USB-Geräten, die Sie an die meisten Tablets anschließen können, zählen Tastaturen, USB-Sticks, Digitalkameras, SD-Karten über einen USB-Kartenleseadapter und externe Festplatten.

Das Ende von mobil: Allerdings klappt die Erkennung einiger Geräte nicht immer zuverlässig. Während es mit USB-Sticks kaum Schwierigkeiten gibt, streiken externe USB-Festplatten am Tablet oft. Der Grund: Die Platten ziehen mehr Strom, als der Micro-USB-Anschluss liefert. Abhilfe schafft hier zwar ein dazwischen geschalteter USB-Hub mit eigener Stromversorgung. Das bedeutet dann jedoch auch das Ende der Mobilität. Schließlich gibt es unterwegs nur selten Steckdosen für den Stromanschluss.

USB on the go (OTG): Doch der Stromhunger ist nur eine von zwei Einschränkungen bei USB für Tablets. Die Zweite: Die Geräte bieten keinen vollwertigen Host-Modus, wie es ein Windows-PC tut. Denn tatsächlich lassen sich die Android-Tablets über den Micro-USB-Anschluss ja auch selbst an einen PC anschließen. Dann agieren sie als Clients und bieten dem PC-Nutzer Zugriff auf das Tablet. Nur aufgrund der Technik USB on the go besitzen die Tablets zudem eine Art Host-Modus. Neben der geringen Stromlieferung fehlt es bei USB OTG auch an einer umfangreichen Treiberunterstützung. Weshalb eben viele Geräte, etwa Handys oder Drucker, in der Regel nicht erkannt werden. Übrigens: Fast alle aktuellen Android-Tablets verfügen über USB OTG, allerdings nur die wenigsten Smartphones.

Donnerstag den 17.01.2013 um 09:33 Uhr

von Arne Arnold und Dennis Steimels

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