Praktisch jeder Software-Hersteller bietet die Möglichkeit, den Support zu kontaktieren. Findet die Kontaktaufnahme direkt aus der Anwendung heraus statt, kann das heikel sein. Als Beispiel dient Kaspersky Anti-Virus Personal Pro 5.0: Wenn Sie im Register „Support“ auf „Anfrage an Support-Service“ klicken, öffnet sich automatisch Ihr Mailprogramm mit einer vorgefertigten Nachricht an den Kaspersky-Support. In der Mail brauchen Sie bloß noch Ihr Anliegen zu schildern und auf „Absenden“ zu klicken.
Betrachten Sie die Mail vor dem Versand genauer, sehen Sie darin eine recht lange Liste von Informationen über Ihr System: Neben Hardware-Daten und der Kaspersky-Lizenznummer sind auch sämtliche Programme und Updates aufgelistet, die auf Ihrem PC installiert sind. Das ist zwar legitim, denn der Support braucht diese Informationen, um herauszufinden, ob sich eines der Programme nicht mit dem Virenscanner verträgt. Trotzdem kann es nicht schaden, die Liste vor dem Absenden genau zu inspizieren.
Verräterische Formulare auf Web-Seiten
Auf manchen Web-Seiten sind nicht nur jene Formularfelder vorhanden, die Sie als Anwender effektiv zu Gesicht bekommen. Manchmal werden in versteckten Formularfeldern weitere Infos über Sie weitergemeldet. Möchten Sie von einer Web-Seite genau wissen, welche versteckten Felder enthalten sind? Greifen Sie zum Firefox und surfen Sie zur gewünschten Formularseite, etwa Google. Tippen Sie einen beliebigen Suchbegriff ein, verzichten aber noch aufs Übermitteln des Suchformulars, mit dem Sie die Suche starten. Öffnen Sie jetzt im Firefox das Menü „Extras, Seiteninformationen“ und darin das Register „Formulare“. Im oberen Feld sind alle Formulare der Seite aufgelistet; bei der Google-Startseite ist es nur eines. Klicken Sie es an, und werfen Sie einen Blick in den unteren Teil des Fensters: In der Spalte „Typ“ wird ein Feld als „hidden“ erkannt. In diesem Fall ist das harmlos, da das Übermitteln der eingestellten Sprache kaum an Ihrer Privatsphäre kratzt. Das Firefox-Menü „Seiteninformationen“ ist generell nützlich, um herauszufinden, welche Daten übertragen werden.
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