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Neuer illegaler Trend: Warchalking

19.07.2002 | 12:38 Uhr |

Vor einiger Zeit waren es Kreise in Kornfeldern, die die Öffentlichkeit verwunderten, nun stellen seltsame Kreidezeichnungen auf Häuserwänden uneingeweihte Bewohner Londons vor ein Rätsel. "Warchalking" heißt der neue Trend, der Anwendern kostenlose Netzzugänge verschafft.

Vor einiger Zeit waren es Kreise in Kornfeldern, die die Öffentlichkeit verwunderten, nun stellen seltsame Kreidezeichnungen auf Häuserwänden uneingeweihte Bewohner Londons vor ein Rätsel. "Warchalking" heißt der Trend, der Anwender auf offene Wireless-LAN-Knotenpunkte (WLAN) hinweist.

Einem Bericht von "Spiegel Online" zufolge erfand Matt Jones, Webdesigner in London, die Zeichensprache. Seine Idee: Wenn jeder in London seinen WLAN-Zugang zu Verfügung stellen würde, hätten Nutzer von Notebooks oder Handhelds mit Funk-LAN-Karten die Gelegenheit, in halb London kostenlos im Internet zu surfen.

Inspiriert von der so genannten Hobo-Zeichensprache entwickelte Jones ein eigenes System. Bei den Hobo-Zeichen handelte es sich um Markierungen, die die "Tramps" in den 30er Jahre in den USA anbrachten. Die Zeichnungen wiesen nachfolgenden Kollegen den Weg zu möglichen Arbeitsstellen, oder Anwohnern, die sie mit Essen versorgten.

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