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Das Ende der Antiviren-Programme

14.12.2007 | 10:00 Uhr |

Das Antiviren-Programm gibt jedem Anwender das Gefühl: Ich bin sicher. Leider ist das jetzt nicht mehr wahr. Wir decken die neuen Bedrohungen auf.

Sie müssen ihr Antiviren-Programm nur immer hübsch aktualisieren – dann kann Ihrem PC nichts Böses widerfahren. Diesen Tipp haben Sie auch auf www.pcwelt.de schon oft gelesen. Allerdings haben sich die Zeiten geändert: Seit einigen Monaten wächst die Zahl neuer Schädlinge mit fast unglaublicher Geschwindigkeit. Jeden Monat gibt es laut Sicherheitslabor AV-Test über 300.000 neue Exemplare, pro Tag also 10.000 (siehe Grafik). Klassische Virenwächter kommen da nicht mehr mit. Vor allem Bots verbreiten sich massenhaft und laut Aussage von Antiviren-Spezialisten in einer Form, in der Schutzprogramme nur noch 30 Prozent davon entdecken. Wir erklären, woher die Masse der neuen Schädlinge kommt und warum Virenwächter überfordert sind.

Malware ist ein Milliardengeschäft
Geld ist ein starkes Motiv. Im Fall von Malware – also schädlichem Code – treibt es die Kriminellen dazu, immer raffiniertere Exemplare zu entwickeln. Denn mit Malware lässt sich jede Menge Kohle machen. Candid Wüest, der Sicherheitsexperte von Symantec , weiß: „Mit Malware verdienen die Kriminellen Milliarden Dollar. Das Geld fließt zum Beispiel durch den Missbrauch von Kreditkarten, den Zugriff auf Online-Bankkonten, die Erpressung von Website-Betreibern, das Versenden von Spam und auch durch die Installation von Adware. So zahlen manche Adware-Betreiber pro Installation ihrer Programme 5 bis 50 Cent. Kriminelle mit einem Bot-Netzwerk mit 10.000 PCs können so bis zu 5000 Euro kassieren.“ An die Kreditkartennummer, die Bankdaten, die Basis für den Spamversand und die Installation von Adware kommen die Kriminellen mit Hilfe von Trojanern, Keyloggern und Bots.

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