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Neue Technik enttarnt Urheber von DoS-Attacken

15.04.2002 | 15:12 Uhr |

DoS-Angriffe sind im Internet eine alltägliche Bedrohung. Bisher waren die Urheber solcher Attacken, bei denen ein Server mit Anfragen überschüttet wird bis er zusammenbricht, nicht auffindbar. Doch jetzt drohen den Netz-Kriminellen harte Zeiten: Ein Wissenschaftler aus den USA will jetzt eine Technologie entwickelt haben, mit der sich die Verursacher eines DoS-Angriffs aufspüren lassen.

'Denial of Service' (DoS)-Angriffe sind im Internet eine alltägliche Bedrohung. Bisher waren die Urheber solcher Attacken, bei denen ein Server mit Anfragen überschüttet wird bis er zusammenbricht, nicht auffindbar. Doch jetzt drohen den Netz-Kriminellen harte Zeiten: Ein Wissenschaftler aus den USA will jetzt eine Technologie entwickelt haben, mit der sich die Verursacher eines DoS-Angriffs aufspüren lassen, wie Wirtschaftswoche online berichtet.

Micah Adler, Assistant Professor für Computerwissenschaften an der University of Massachusetts, will den Hackern mit einem einzigen Bit an den Kragen. Bei der von ihm entwickelten Methode bekommt jede Internet-Mitteilung ein zusätzliches Informationsbit verpasst. Hierfür nutzt Adler ein einfaches zufallsorientiertes Protokoll. Geht nun eine große Zahl von Nachrichten den gleichen Weg zu einem Server, lässt sich mit diesem "Marker" der Absender aufspüren.

Micah Adler will DoS-Urhebern an den Kragen

Dieses Informations-Bit wird im Header einer Mitteilung oder eines TCP/IP oder UDP-Datenpaketes eingefügt, der die Identifizierung des Absenders ermöglichen soll. Zwar stehen dort auch jetzt schon Informationen über den Absender, doch lassen sich diese leicht fälschen. Erhält das Opfer einer DoS-Attacke eine große Menge Datenpakete, die alle den gleichen Ursprung haben, soll sich bei dieser Methode nun jeder Router entlang des Weges der Mitteilung bis zurück bis zum Absender identifizieren lassen.

Der Datenschutz von Datenpaketen unbescholtener Absender soll durch die neue Technologie unbeschadet bleiben. Nur wenn eine größere Menge von Nachrichten vom gleichen Absender vorläge, könne man den Weg zurückverfolgen.

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