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Neue Studie: Web-Downloads sind Hauptursache für CD-Krise

27.08.2002 | 17:30 Uhr |

Der Verband der US-amerikanischen Musikindustrie RIAA hat es ja schon immer gewusst: Illegale Web-Downloads von Musik-Dateien sind eine Hauptursache für die gegenwärtige Absatzkrise bei CDs. Die Ergebnisse einer aktuellen Studie sollen diese Meinung noch untermauern: PC-Nutzer, die am File-Sharing teilnehmen, kaufen weniger Musik-CDs.

Der Verband der US-amerikanischen Musikindustrie RIAA (Recording Industry Association of America) hat es ja schon immer gewusst: Illegale Web-Downloads von Musik-Dateien sind eine Hauptursache für die gegenwärtige Absatzkrise bei Musik-CDs. Die Ergebnisse einer aktuellen Studie sollen diese Meinung noch untermauern: PC-Nutzer, die am File-Sharing teilnehmen, kaufen weniger Musik-CDs.

41 Prozent der Anwender, die in vergangenen sechs Monaten in zunehmendem Ausmaß am File-Sharing teilnahmen, gaben bei einer Befragung an, weniger Musik gekauft zu haben als im Halbjahr davor. Nur 19 Prozent der Tauschbörsennutzer erklärten hingegen, mehr kommerzielle CDs erworben zu haben. Dies ist das Ergebnis einer Studie, die Peter D. Hart Research Associates in den USA durchführte.

Genau umgekehrt soll die Lage bei PC-Benutzern sein, die sich im letzten Halbjahr weniger Musik-Dateien aus dem Internet besorgten als zuvor: 22 Prozent von ihnen kauften weniger CDs, 23 Prozent kauften mehr und bei 55 Prozent blieben die Kaufgewohnheiten immerhin unverändert.

Von jenen Usern, deren Nutzung von Online-Tauschbörsen gleich blieb, erwarben 25 Prozent weniger Musik im kommerziellen Handel, 13 Prozent mehr und 62 Prozent die selbe Menge. Rund 35 Prozent von jungen Musikkonsumenten mit Internet-Zugang luden Lieder von ihnen noch unbekannten Künstlern zuerst gratis über eine Online-Tauschbörse herunter. Nur zehn Prozent solcher Musik-Liebhaber würden hingegen als Erstes das Album des betreffenden Künstlers kaufen.

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