16.03.2012, 13:08

Ariane Rüdiger

Deutsche Telekom

Neue Strategie „Konzentrieren und gezielt wachsen“

René Obermann ersetzt am 13. November 2006 den aus Altersgründen ausgeschiedenen Ricke. Der neue Chef bringt die Strategie „Konzentrieren und gezielt wachsen“ mit. Und Ende des Jahres, am 5. Dezember, wird die Führungsriege neu gestaltet. Die Direktion erhält neue Mitglieder in Form von Timotheus Höttges (T-Com und Sales & Service Deutschland) und Hamid Akhavan (T-Mobile und Produktentwicklung und Produktinnovation). Bereits Ende Mai gibt es einen Wechsel an der Führungsspitze. Pauly muss seinen Hut nehmen, weil er mutmaßlich in die Siemens-Korruptionsaffäre involviert ist. Karl-Gerhard Eick, Finanzvorstand, springt als Übergangslösung bis zum 1. Dezember ein. Anschließend tritt Reinhard Clemens den Posten an.
2007 droht erneut Ärger mit der Gewerkschaft ver.di. 50.000 Deutsche-Telekom-Mitarbeiter sollen ab 1. Juli neue Aufgaben in den drei Servicegesellschaften „DT Kundenservice GmbH“, „DT Netzproduktion“ und „DT Technischer Service GmbH“ erhalten. Grund: Die Gesellschaften sind tariflich schlechter gestellt als der Mutterkonzern. Ende Juni einigen sich die Telekom und ver.di.
Obermann realisiert Strategie
Neben der Führungsetage krempelt Obermann die Marken um. Damit Kunden sich leichter an den Brands orientieren können, wird der Markenauftritt verständlicher. So beinhaltet T-Home fortan alle Produkte für zu Hause und T-Mobile repräsentiert alle Angebote für Unterwegs. T-Online wird in T-Com integriert. Der Name T-Online bezeichnet künftig nur noch das Online-Portal. Hinzukommt, dass der Konzernchef sich von den Tochtergesellschaften „T-Online France“ und „France Télécom España S.A.“ trennt.In Deutschland hat die Zweitmarke Congstar günstige Mobilfunkleistungen im Angebot und etwa 800 T-Punkt-Shops werden in Telekom Shops umbenannt.
Obermann setzt seine Strategie „gezielt wachsen“ um, indem er Ende September für etwa 1,3 Milliarden Euro den Provider Orange Netherlands mit 4,8 Millionen Kunden kauft. In den USA erwirbt er den Mobilfunkanbieter SunCom Wireless für 1,6 Milliarden US-Dollar (1,15 Milliarden Euro) einschließlich der Schulden in Höhe von 800 Millionen US-Dollar.

2008: Das schwarze Jahr

In 2008 leidet das Image der Deutschen Telekom stark. Es ist ein schwarzes Jahr für das Telekommunikationsunternehmen. Am Valentinstag, 14. Februar,  durchsucht die Bochumer Staatsanwaltschaft das Haus von Klaus Zumwinkel, der unter anderem Aufsichtsratsvorsitzender der Telekom und Chef der Deutschen Post ist. Gleichzeitig sehen sich im Büro von Zumwinkel weitere Beamte um. Verdacht: Steuerhinterziehung in Millionenhöhe und die Anweisung Telefondaten auszuspähen. Als Konsequenz legt Zumwinkel seine Ämter nieder.
Der Prozess zieht sich hin. Neben Zumwinkel werden Ricke und Klaus Trzeschan, Abteilungsleiter der Ermittlungseinheit der Konzernsicherheit, angeklagt. Erst im November 2010 fällt ein Gericht das Urteil und Trzeschan wird als einziger verurteilt. Obermann gründet als Konsequenz daraus das Ressort „Datenschutz, Recht und Compliance“. Die Leitung übernimmt am 22. Oktober 2009 Manfred Balz.
Auf der Hauptversammlung gibt es eine gute Nachricht für Aktienbesitzer. Ihr Gewinnanteil beträgt 0,78 Euro. Daneben teilt der Unternehmenschef mit, dass die Deutsche Telekom beabsichtige einer der Marktführer für Produkte um „das vernetzte Leben und Arbeiten weltweit“ zu werden. Das Tochterunternehmen DeTeImmobilien passt nicht in das Konzept und wird deshalb an den österreichischen Baukonzern Strabag verkauft.
Durch den endgültigen Wegfall der "letzten Meile" nimmt der Konkurrenz-Druck beim DSL-Geschäft zu. Endkunden benötigen neben dem DSL-Anschluss keinen Telefonanschluss mehr. In den Städten fängt das Zeitalter von VDSL (Very High Speed Digital Subscriber Line) an. Im Gegensatz hierzu können Bewohner auf dem Land nur mit ISDN auf das Internet zugreifen.

Neues von T-Mobile

Positives gibt es von T-Mobile zu berichten. Das Unternehmen bietet das iPhone von Apple exklusiv in Deutschland an und stellt das erste Smartphone mit Googles-OS Android das T-Mobile G1 vor. Bis Oktober verkauft der Konzern bereits 1,5 Millionen Handys. Im gleichen Monat präsentiert T-Mobile übrigens den UMTS-Nachfolger LTE (Long Term Evolution). Des Weiteren erzielt der Konzern im Geschäftsjahr 2008 einen bereinigten Überschuss von 3,4 Milliarden Euro.
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