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Keinen Cent zu viel fürs Finanzamt!

20.03.2009 | 12:13 Uhr |

Steuererklärung selbst gemacht: Dabei helfen jedes Jahr Spezial-Tools wie Quicksteuer, Wiso Sparbuch & Co. Wir sagen Ihnen, was die neuen Versionen bringen – und warum das Elster-Formular nicht für jeden taugt.

Kaum eine Software-Gattung verkauft sich so gut wie Programme zur Steuererklärung – dem komplizierten deutschen Steuersystem sei Dank. Insgesamt knapp fünf Millionen Erklärungen werden jedes Jahr mit Wiso Sparbuch, Taxman und Co. erstellt. Wir haben für Sie einen Blick auf die neuen Versionen geworfen.
Eine gute Nachricht vorweg: Die Preise bleiben gleich oder sinken. Wer in diesen Wochen die Augen offen hält, kann zudem jedes der Programme um einige Euro unter der unverbindlichen Preisempfehlung ergattern. Ein Grund mehr, sich nicht an irgendwelche Abo-Modelle zu binden (siehe dazu Seite 4: Software-Abo: Buhl macht einen Rückzieher).

Die Klassiker: Aufgeräumt und benutzerfreundlich
Statt auf neue Funktionen haben sich die Hersteller dieses Jahr vor allem auf eine gute Bedienerführung konzentriert. Nur ein paar neue Szenario-Rechner gibt es wegen der gesetzlichen Änderungen, etwa in Sachen Abgeltungssteuer, Kinderbetreuung oder Auswärtstätigkeit. Ein Vertreter der Akademischen Arbeitsgemeinschaft ( www.steuertipps.de ), Hersteller der Steuersparerklärung 2009, dazu: „Unser Ziel war es in diesem Jahr, den Anwender nicht mit mehr Details zu verwirren und stattdessen auf vereinfachte Bedienung zu setzen.“
Auch Konkurrent Lexware ( www.lexware.de ) setzt bei seiner Steuer-Software Taxman 2009 auf eine verbesserte Eingabemaske. Zunächst erfragt das Programm im Interviewmodus einige Details, um den Umfang der Steuererklärung abzustecken. Ist bereits ein Steuerfall aus dem Vorjahr vorhanden, orientiert sich das Programm auf Wunsch daran. Wenn es gut läuft, ist man dann in 20 bis 30 Minuten fertig.

Bei Buhl ( www.buhl.de ), den Machern von Wiso Sparbuch, hat man die Zuordnung der Eingaben geändert: „Ziel war es, dass der Anwender noch mehr als früher seine Angaben zu bestimmten Themen dort macht, wo er sie erwartet. Diese Angaben dann an den richtigen Stellen unterzubringen, ist Sache der Software, nicht des Kunden“, erklärt ein Buhl-Firmenvertreter. In der Tat wirkt das Sparbuch an vielen Stellen intuitiver und schlüssiger als in den Vorversionen. Praktisch: Über eine neue Stichwortsuche erfährt der Anwender zu vielen Themen, ob und wo er bestimmte Ausgaben oder Einnahmen eintragen kann – langwieriges Suchen entfällt damit. Lassen sich Eintragungen an verschiedenen Stellen vornehmen, etwa Aufwendungen zur Altersvorsorge, weist das Programm gegebenenfalls darauf hin, wo die Angabe den meisten Nutzen bringt.

Umfangreiches Zusatzmaterial: Alle genannten Programme kommen mit einem dicken gedruckten Handbuch, das sämtliche gängigen Fragen rund um die Steuererklärung behandelt und auch aktuelle Gerichtsentscheidungen bereithält. Gibt es mehrere Urteile, die sich widersprechen, erhält der Anwender den Rat, die für ihn günstige Lösung zu wählen und im Streitfall das Aktenzeichen zu erwähnen, auf das er sich beruft. Die Bücher sind auch für Laien verständlich und übersichtlich aufgemacht. Insbesondere der Steuerkompass der Akademischen Arbeitsgemeinschaft hat uns hier gut gefallen.

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