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Die Zukunft von AMOLED

12.05.2009 | 10:00 Uhr |

AMOLEDs werden nicht unbedingt ausschließlich als reine Display-Technik zum Einsatz kommen, denn die Möglichkeiten sind weitaus vielfältiger. Techniker sind bereits jetzt schon einige Schritte weiter - und nicht alles davon ist reine Zukunftsmusik.

AMOLEDs eignen sich grundsätzlich nicht nur für kleine, schicke Displays - die Techniker sind schon viele Schritte weiter. So lassen sich OLEDs sehr dünn auftragen und sogar drucken. Dadurch sind sie für den Einsatz als E-Paper geradezu prädestiniert. Aufgetragen auf eine flexible, biegsame Oberfläche könnte so in wenigen Jahren die moderne Zeitung aussehen. Denkbar wäre auch, dass sich diese AMOLED-Zeitung durch rückseitig aufgebrachte Solarzellen selbst mit Strom versorgt. Und über gestaffelte, semitransparente Displays könnten sogar dreidimensionale Darstellungen ermöglicht werden.

Ebenfalls möglich wäre der Einsatz von OLEDs als effiziente Lichtquelle. Bereits jetzt werden innovative Beleuchtungskonzepte erforscht, die von leuchtenden Tapeten bis hin zu Vorhängen reichen, die ihre Farbe wechseln können.

Und selbst wenn AMOLED-Displays bereits jetzt energiesparender sind, als konventionelle LC-Displays, lässt sich das Einsparungspotenzial durch intelligente Optimierung weiter ausreizen. So verbrauchen LC-Displays auf Grund der Hintergrundbeleuchtung unabhängig vom Bildinhalt konstant Energie. Bei AMOLED-Displays hingegen fließt nur dann Strom, wenn ein Pixel auch leuchtet. Darüber hinaus ließe sich durch intelligentes Design von Bedienoberflächen deutlich Energie sparen, indem der Anteil an dunklen, roten und grünen Bildanteilen erhöht wird. Schwarz benötigt keinen Strom, Rot und Grün hingegen weniger als Blau. So könnten insgesamt bis zu 42 Prozent Energie im Vergleich zu herkömmlichen LCDs eingespart werden.

In weiteren Artikel erklären wir Ihnen die technischen Details von AMOLED und welche Vorteile AMOLED im Vergleich zu LCD bietet.

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