Neue Festplatten-Technologie

Festplatten mit Advanced Format

16.09.2010 | 14:45 Uhr | Frederik Niemeyer

Mit Advanced Format sprengen die Festplatten-Hersteller die Kapazitätsgrenze von 2,2 Terabyte. PC WELT erklärt die Vor- und Nachteile der Technik im Detail.

Seit Ende 2009 hat Western Digital als einer der ersten Hersteller Festplatten auf dem Markt, die mit einer Sektorgröße von 4096 Byte arbeiten und nicht mehr mit 512 Byte. Diese Technologie heißt Advanced Format. Erkennbar sind die Advanced-Format-Geräte von Western Digital zur Zeit an der Produktbezeichnung „EARS“ oder „BPVT“.
Ab Januar 2011 sollen die Festplatten aller Hersteller in dem neuen Format erhältlich sein. Dies hat die herstellerübergreifende International Disk Drive Equipment and Materials Association (IDEMA) bekannt gegeben. PC WELT erklärt, welche Vorteile und Nachteile das Verfahren hat. Unter Windows XP kann es zum Beispiel zu deutlichen Leistungseinbußen kommen.

Warum Advanced Format?
Daten liegen auf Festplatten in physikalischen Sektoren, die in Spuren aneinandergereiht sind und konzentrisch über die magnetische Datenscheibe verlaufen. Seit 30 Jahren schon beträgt die Größe eines Sektors 512 Byte. Mit Advanced Format ändert sich das nun. Es gibt zwei Gründe für die Einführung von größeren Sektoren: Die Vergrößerung des logischen Adressraums stößt derzeit ebenso an eine Grenze wie die Erhöhung der Datendichte durch Verkleinerung der physikalischen Strukturen. Die Festplattenkapazitäten lassen sich bei herkömmlicher Blockgröße also nicht mehr wesentlich steigern. Advanced Format löst diese Probleme.

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