Neu aufgelegte Klassiker

Vor rund einem Jahr wurde der technologisch hoffnungslos veraltete Internet Explorer 6 durch die völlig neu programmierte Version 7 ersetzt. Seitdem beherrscht auch der Microsoft-Browser zum Standard gewordene und von der Opera- und Firefox-Konkurrenz schon lange unterstützte Techniken: Dazu zählen etwa Tabs, RSS-Feeds und Popup-Blocker. Auch die Interpretation von HTML und CSS gelingt dem Internet Explorer jetzt etwas besser als vorher.
Windows Vista wird mit einer Version des Internet Explorers 7 ausgeliefert, die weitgehend mit der XP-Version identisch ist. Die wichtigste Neuerung erhöht die Sicherheit beim Surfen: Der Browser samt aller Add-ons wird standardmäßig nicht mit den normalen Rechten des Benutzers ausgeführt, sondern in einem geschützten Modus. Darin hat er nur auf die nötigsten Teile des Dateisystems Zugriff, sodass Schadcode, sollte er über den IE eingeschleust werden, keine eigene Software installieren oder den Autostart-Ordner manipulieren kann.
Die weitere große Neuerung beim Vista-IE ist die Integration des Jugendschutzsystems in das Betriebssystem. So können Themen wie Pornografie, Hassreden, Bombenherstellung, Drogen oder Glücksspiel von Benutzerkonten der Kinder verbannt werden. Diese sehen beim Aufruf solcher Seiten dann nur den Hinweis, dass deren Darstellung vom Administrator erst abgesegnet werden muss. Auch Downloads lassen sich für Kinder sperren. Eine weitere Funktion erlaubt es den Eltern, detailliert nachzuverfolgen, wo der Nachwuchs gesurft hat und was davon geblockt wurde.
Der Windows Media Player hat sich mit Version 11 endgültig von einer Abspiel-Software zur ausgewachsenen Medienzentrale gemausert, die auf Konfrontationskurs zu Apples iTunes geht. Die Vista-Version unterscheidet sich allerdings nur geringfügig von der Version, die seit Oktober für Windows XP zur Verfügung steht. Im Wesentlichen wurde die Oberfläche auf Aero angepasst, allerdings ist die Performance gerade beim Durchsuchen großer Medienbibliotheken stark verbessert.
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