Datensicherung

Netzwerkspeicher oder Cloud

Donnerstag den 28.06.2012 um 09:21 Uhr

von Thomas Rau

NAS: Netzwerkspeicher
Mit einem NAS können Sie viele Netzwerkgeräte mit
Speicherplatz versorgen.
Vergrößern Mit einem NAS können Sie viele Netzwerkgeräte mit Speicherplatz versorgen.
© Netgear

Vorteile: Auf einen Netzwerkspeicher (NAS, Network Attached Storage) haben alle Geräte Zugriff, die ans (W)LAN angeschlossen sind. Ein NAS eignet sich besonders als Datenspeicher für mobile Geräte. Außerdem können viele als Media-Server Bilder, Musik und Filme im Netzwerk verteilen. Oder sie arbeiten mit eingebauter Peer-to-Peer-Software als Download-Station. Als Administrator weisen Sie jedem Nutzer Schreib- oder nur Leserechte für gespeicherte Dateien zu. Mit aktuellen NAS-Geräten schaffen Sie sich außerdem einen persönlichen Cloud-Dienst: Auf sie lässt sich übers Internet per Browser oder App zugreifen, so dass Sie Ihre Dateien auch unterwegs im Griff haben. Kostenlos kommen Sie zu einem NAS, wenn Sie eine externe Festplatte an den USB-Anschluss des Routers stecken. Diese Lösung ist aber mit Datenraten von unter 10 MB/s sehr langsam.

Wertung NAS-Speicher
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Nachteile: So schnell wie eine direkt angeschlossene Festplatte ist kein NAS – außer Sie betreiben die Platten im unsicheren RAID-0-Modus. Außerdem vergrößert das NAS den Gerätepark und erhöht die Stromrechnung. Schließlich kostet das Einrichten des NAS mehr Zeit als bloß eine externe Festplatte oder einen Stick in den USB-Port zu stöpseln.

Netzwerkspeicher (NAS) als Datenspeicher verwenden

Über Cloud-Speicherdienste wie Dropbox erreichen Sie Ihre
Dateien auch per Smartphone.
Vergrößern Über Cloud-Speicherdienste wie Dropbox erreichen Sie Ihre Dateien auch per Smartphone.
© Dropbox

Vorteile: Online-Speicher ist flexibel. Haben Sie Daten in der Cloud gesichert, können Sie von überall darauf zugreifen, wo Sie Zugang zum Internet haben. Das geht per Browser oder über ein Tool für PC, Smartphone oder Tablet – wie etwa Dropbox . Auch anderen können Sie die Online-Dateien zugänglich machen – per Link oder Freigabe. Einige Online-Speicher lassen sich als lokale Festplatte einbinden – der Abgleich findet im Hintergrund statt: Damit sind die Dateien auf jedem Gerät immer aktuell. Bei vielen Anbietern kostet der Speicher nichts, sofern Sie nur 2 bis 25 GB benötigen.

Wertung Online-Speicher
Vergrößern Wertung Online-Speicher

Nachteile: Für sehr viele oder sehr große Dateien ist Online-Speicher schlecht geeignet: Bei vielen Anbietern dürfen Sie nur Dateien bis zu einer bestimmten Größe hochladen. Außerdem bremst die Upload-Datenrate des Internetanschlusses. Im Online-Speicher geben Sie Ihre Dateien aus der Hand: Sie müssen sich informieren, ob und wie der Anbieter die Dateien gegenüber Dritten sichert. Aus Datenschutzgründen ist es vorteilhaft, wenn sich der Online-Speicher in Deutschland oder einem EU-Land befindet. Wer sichergehen will, verschlüsselt die Daten, bevor er sie in der Cloud ablegt.



Fazit: Online-Speicher kann den USB-Stick für den Datentransport ersetzen. Er eignet sich für Dateien, die Sie nicht dauernd brauchen, aber auf die Sie flexibel zugreifen wollen – etwa auf Bilder, die Sie woanders zeigen möchten, oder für Musikgenuss unterwegs.

Donnerstag den 28.06.2012 um 09:21 Uhr

von Thomas Rau

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