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Netzwerken mit Vista

Dank vieler Neuerungen ist das Vernetzen von PCs mit Vista so leicht wie nie zuvor. Aber längst funktioniert nicht alles von alleine. Wir zeigen, wie das (W)LAN-Setup gelingt.

Wirkungsvoll gegen Angreifer gesichert: Nur mit der WPA-Verschlüsselung (Wi-Fi Protected Access) laufen Daten derzeit wirklich sicher durch das Wireless LAN
Vergrößern Wirkungsvoll gegen Angreifer gesichert: Nur mit der WPA-Verschlüsselung (Wi-Fi Protected Access) laufen Daten derzeit wirklich sicher durch das Wireless LAN
© 2014

Von Tim Kaufmann

Die Netzwerkfunktionen von Vista gehören zu den Teilen des Betriebssystems, die Microsoft besonders umfangreich geändert hat. Verwirrte Windows XP noch dadurch, dass sich die zahlreichen Netzwerkeinstellungen an unterschiedlichen Stellen im System verteilten, fasst Vista alle Optionen im neuen Netzwerk- und Freigabecenter zusammen. Und wo XPs „Einfache Dateifreigabe“ die meisten Anwender nur nervte, ist Vistas Freigabe-Assistent ein wirklicher Fortschritt. Wie Sie die neuen Funktionen nutzen und welche Fußangeln in Vista auf Netzwerkadministratoren lauern, das zeigt dieser Artikel.

In puncto Netzwerkkonfiguration hat Microsoft bei Vista nicht gegeizt. Im Folgenden liefern wir in Punkt 1 die wichtigsten Grundlagen, ab Punkt 2 zeigen wir die Netzeinrichtung Schritt für Schritt. Wenn Sie statt eines Wireless LANs ein festverkabeltes LAN einrichten möchten, können Sie die Punkte 4 bis einschließlich 6 überspringen.

1. Übersicht: So vernetzen Sie Ihre Rechner

Den meisten kleinen Netzwerken (LAN, Local Area Network) dient ein DSL-Router als Schaltzentrale, etwa eines der weitverbreiteten Modelle aus der Fritzbox-Serie von AVM. Mit diesen Geräten lassen sich Rechner per Netzwerkkabel oder Funk (WLAN, Wireless LAN) verbinden, die Grundlage dafür, dass sie Daten miteinander austauschen können. Neben der Verbindung ist auf jedem Rechner die Konfiguration des TCP/IP-Protokolls notwendig, mit dessen Hilfe sich die PCs verständigen. Das Einrichten wird in der Regel durch den Router erledigt, kann aber auch von Hand vorgenommen werden. Danach können Sie Windows anweisen, Daten und/oder Drucker für die gemeinsame Nutzung im Netzwerk freizugeben.

Tipp: Achten Sie bei der Anschaffung von Netzwerk-Hardware darauf, dass zum Lieferumfang auch Treiber-Software für Vista gehört, denn die Treiber von Windows XP lassen sich Vista nicht unterjubeln.
(W)LAN-Adapter: Installieren Sie den Adapter entsprechend der Anleitung des Herstellers, und überprüfen Sie anschließend mit Hilfe des Windows-Gerätemanagers, dass er fehlerfrei eingerichtet wurde.

2. Drahtlos verbunden: Wireless LAN mit Vista

Beim drahtgebundenen Netzwerk steht die Verbindung, sobald Sie das Kabel in Router und PC eingesteckt haben. Der Aufbau einer Funkverbindung ist etwas aufwendiger, auch weil die WPA-Verschlüsselung dabei zu konfigurieren ist.

Und leider setzt sich mit Vista das Durcheinander fort, das Microsoft bereits mit XP angezettelt hat. Weiterhin darf jeder Netzwerkadapter-Hersteller die Windows-eigenen Dialoge zur WLAN-Konfiguration durch eigene Software ersetzen, deren Bedienung mal mehr, mal weniger deutlich vom Windows-Standard abweicht. Die folgenden Schritte, in denen wir die Einrichtung einer WLAN-Verbindung mit Vista-Bordmitteln beschreiben, weichen deshalb unter Umständen deutlich von dem Verfahren ab, das der Hersteller Ihres WLAN-Adapters vorsieht. Deshalb sollten Sie zunächst einen Blick in das Handbuch werfen.

3. So richten Sie die WLAN-Verbindung ein

Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Netzwerkverbindungs-Symbol in der Startleiste und dann auf „Verbindung mit einem Netzwerk herstellen“. Vista präsentiert daraufhin eine Übersicht verschiedener Netze, die Sie über die Auswahl hinter „Anzeigen“ auf die Darstellung von Drahtlosnetzwerken eingrenzen. Nicht selten finden sich auch WLANs benachbarter Wohnungen oder Firmen in der Übersicht. Gleiten Sie mit der Maus über die Einträge, zeigt Vista zusätzliche Informationen wie den Netzwerk- und Verschlüsselungstyp an. Die Balken am rechten Rand geben Aufschluss über die Empfangsqualität.

Wählen Sie Ihr eigenes WLAN aus, und gehen Sie dann auf „Verbindung herstellen“. Wenn Sie – was wir empfehlen – die WLAN-Verschlüsselungsfunktion Ihres Routers aktiviert haben, fragt Vista nach kurzer Wartezeit den Sicherheitsschlüssel ab. Hier geben Sie den WPA- oder WEP-Schlüssel so ein, wie Sie ihn im Router hinterlegt haben. Dann stellt Vista die Funkverbindung her, ein Vorgang, der dem Einstecken des Kabels in Router und Netzwerkadapter bei einem kabelgebundenen LAN entspricht. Abschließend bietet Vista an, sich die Konfiguration in Form eines Netzwerkprofils zu merken, so dass die Verbindung bei Verfügbarkeit des WLANs automatisch aufgebaut wird. Insofern sind Netzwerkprofile, die Sie in der Systemsteuerung unter „Drahtlosnetzwerke verwalten“ auch später noch verändern und löschen können, sehr nützlich. Mit „Schließen“ verlassen Sie das WLAN-Setup.

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