Internet zu langsam? Das hilft
Netzwerk optimal anlegen und tunen
Je kürzer die Kabel zwischen Telefondose, Splitter und Modem beziehungsweise Router sind, desto besser – denn jeder Kabelmeter mehr mindert die Übertragungsqualität. Mehr als 20 Meter sollten daher nicht zwischen TAE-Dose und DSL-Modem liegen. Idealerweise nutzen Sie statt eines Standard-Netzwerkkabels ein höherwertiges, geschirmtes Kabel (CAT5e, S/FTP).
Das höchste Tempo vom DSL-Modem/Router bis zum PC erreichen Sie per Netzwerkkabel: Selbst ältere Router, PCs und Notebooks besitzen einen 100-MBit/s-Anschluss, der auch für die derzeit schnellsten DSL-Bandbreiten locker ausreicht. Normalerweise verbinden Sie Ihre Rechner aber per WLAN mit dem DSL-Anschluss. Bei einer schlechten Funkverbindung bleibt dabei ein Großteil des DSL-Tempos auf der Strecke.
Mit folgenden Tipps rast Ihr DSL auch über WLAN: 11n-Standard nutzen: Der ältere 11g-WLAN-Standard reicht nur für eine kurze Funkstrecke aus, um die volle Bandbreite eines DSL-16.000-Anschluss zu transportieren. Bei mehr als 10 Metern bricht die Datenrate auf unter 10 MBit/s ein. Etwas mehr Reserven haben Sie bei Geräten mit herstellereigenen Erweiterungen wie 11g++ oder Turbo-G. Doch erst mit dem aktuellen 11n-Standard sind Sie auf der sicheren Seite: Diese WLAN-Geräte schaffen auch bei mehr als 20 Metern meist über 30 MBit/s.
Wenn sich in Ihrer unmittelbaren Nachbarschaft viele WLANs befinden, stören diese Ihre Funkstrecke: Mit einem Tool wie Netstumbler (englischsprachig) stellen Sie fest, auf welchen Kanälen die störenden WLANs arbeiten. Anschließend wechseln Sie über das Konfigurationsmenü des Routers auf einen unbelegten Kanal. Noch besser: Wenn Ihre WLAN-Komponenten den Dual-Band-Betrieb beherrschen, also über 2,4 oder 5 GHz übertragen können, sollten Sie den Funkverkehr über das weniger belegte 5-GHz-Band abwickeln.


