Netzwerk-Tipp
WLAN-Tuning: Besser, stärker und schneller
Auf Werkseinstellung laufen Router selten optimal. Wir verraten, wo Sie anpacken müssen. ©iStockphoto.com/Mzagajewska
Um die tatsächliche Übertragungsrate im WLAN zu messen, hilft die Freeware-Version von LAN Speed Test. Sie benötigen für den Test zwei Windows-PCs, um über das WLAN eine Verbindung zu einer Netzwerkfreigabe aufzubauen. LAN Speed Test erstellt dann dort eine Datei mit 20 MB Größe und misst die durchschnittliche Übertragungsrate. Der Vorteil des Tools ist, dass es schnell und einfach ohne Installation und Konfiguration funktioniert. Voraussetzung ist nur eine Freigabe auf einem anderen Windows-PC. Die Messung ist aber immer nur eine Momentaufnahme.
Ein Router sollte stabil arbeiten und auch bei vielen gleichzeitigen Verbindungen nicht schlappmachen. Manche Router stürzen zum Beispiel ab, wenn Sie intensiv Peer-to-Peer-Tauschbörsen nutzen, da die bescheidene Hardware mancher Router mit mehreren Dutzend ein- und ausgehender Verbindungen nicht klarkommt. Wie stabil Ihr Router unter Stress arbeitet, können Sie online im Internet Explorer mit dem Microsoft Internet Connectivity Evaluation Tool prüfen. Dazu installiert die Webseite auf dem PC erst noch ein unvermeidliches ActiveX-Add-on. Das Tool prüft mehrere Punkte: Neben einem Test von einigen Minuten Dauer mit 80 gleichzeitigen Verbindungen testet es auch den Status von UPnP (Universal Plug’n’Play) und NAT (Network Address Translation) auf Ihrem Router. Im Prinzip funktioniert der englischsprachige Test auf allen Windows-Versionen. Einige der Tests wie der TCP-High-Performance- Test laufen aber erst unter Windows Vista.
Ein echter Bremsklotz im WLAN sind alte 802.11b-Komponenten: Selbst wenn diese gerade nichts übertragen, müssen die anderen WLAN-Teilnehmer aus Kompatibilitätsgründen auf sie warten. Eine einzige Netzwerkkomponente mit 802.11b kann deshalb das gesamte WLAN ausbremsen. Es ist deshalb höchste Zeit, solche Uralt-Komponenten auszumustern. Auch der von Routern oft angebotene 802.11b/g Mixed Mode ist nicht empfehlenswert. Bei gemischten Netzen mit g- und n-Standard tritt der Bremseffekt dagegen kaum auf.









20.12.12
Hallo,
leider führt der im Artikel angegebene Link nicht mehr zum "internet connectivity evaluation tool" von Microsoft. Auch eine kurze Google-Suche brachte keine Abhilfe. Ist das Tool nicht mehr zugänglich?
Danke vorab,
sirdil
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