Netzwerk-Tipps

Das ideale Netzwerk

Mittwoch den 01.04.2009 um 11:25 Uhr

von Thomas Rau

Das ideale Netzwerk
Vergrößern Das ideale Netzwerk
© 2014
Besser als WLAN: Kabel ist schneller, Powerline hat die größere Reichweite. Wir stellen alle Techniken vor, wägen die Vor- und Nachteile ab und geben Tipps, wie Sie ein ideales Netzwerk aufbauen.
Ein WLAN ist die einfachste Form, PCs zu vernetzen – aber nicht immer die beste! Zwar ist es sehr bequem, mehrere Rechner in einem Funknetzwerk zu verbinden. Ohne störende Kabel baut man schnell ein kleines Netzwerk auf, in dem man sich mit einem Notebook frei bewegen kann. Doch es gibt auch deutliche Nachteile, zum Beispiel beim Tempo. Wenn Sie größere Datenmengen innerhalb des Netzwerks von Rechner zu Rechner kopieren wollen, ist ein WLAN unerträglich langsam. Ein weiteres Problem ist die Funkreichweite: Rechner, die in einem anderen Stockwerk stehen, oder Geräte wie NAS, Server und Netzwerkdrucker, die in entfernteren Zimmern untergebracht sind, erreicht der WLAN-Router oft nicht – oder nur mit extrem geringen Datenraten. Egal, ob Sie mit Ihrem WLAN unzufrieden sind oder ob Sie ein neues Netzwerk einrichten wollen: Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihrem Netzwerk zu mehr Tempo verhelfen und wie Sie auch entfernte Rechner bequem und ohne Geschwindigkeitseinbußen ins LAN integrieren. Dabei machen sich WLAN-Alternativen wie das Kabel oder die Powerline-Technik sehr nützlich.

Technik

Powerline

Datenrate messen mit Jperf
Die englischsprachige Freeware Jperf misst den Datendurchsatz zwischen zwei Netzwerkrechnern auf der Paketebene. So können Sie ein Tempoproblem besser eingrenzen: Denn lahmt das Netzwerk trotz guter Jperf-Ergebnisse, liegt das Problem nicht an den LAN-Komponenten, sondern woanders – zum Beispiel an einer langsamen Festplatte oder an Programmen, die den Netzwerktransfer bremsen, etwa einem Virenscanner. Jperf 2.0.0 basiert auf dem DOS-Programm Iperf, lässt sich aber durch seine übersichtliche Benutzeroberfläche leichter bedienen. Sie starten Jperf auf beiden Rechnern durch einen Doppelklick auf die Datei „Jperf.bat“. Erhalten Sie dabei eine Fehlermeldung, müssen Sie Java Runtime Environment installieren. Beim einen Rechner wählen Sie unter „Choose iPerf Mode“ die Option „Server“, beim anderen „Client“.
Beim Client-Rechner geben Sie unter „Server address“ die IP-Adresse der Gegenstelle ein: Wie sie lautet, erfahren Sie, wenn Sie auf dem jeweiligen Rechner in der Eingabeaufforderung „ip config“ eintippen. Jetzt starten Sie auf dem Server-Rechner Jperf über das erste Icon auf der rechten Seite („Run iperf“). Anschließend wiederholen Sie dies auf dem Client-Rechner. Jperf überträgt nun die Datenpakete und gibt anschließend das Ergebnis in einem Textfenster und einem Diagramm aus. Meldet Jperf, dass es keine Verbindung zwischen den Rechnern herstellen konnte, müssen Sie für den Test die Firewalls deaktivieren. Sie können bei Jperf noch verschiedene Optionen anpassen, die für ein zuverlässigeres Ergebnis sorgen: Ändern Sie die Testdauer unter „Transmit“ auf 20 Sekunden und die Paketgröße unter „TCP Window Size“ auf 128 KB.

Mittwoch den 01.04.2009 um 11:25 Uhr

von Thomas Rau

Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (0)
225130