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So lösen Sie Netzwerk-Probleme

Wenn im kleinen Heim- oder Büronetzwerk nichts mehr geht, muss nicht gleich ein Spezialist her. Viele Probleme können Sie schnell und einfach selbst beheben. Wir zeigen, wie das geht.

Kabel einstecken, einschalten, fertig – oft ist der Aufbau eines kleinen Netzwerks wirklich einfach. Manchmal scheint aber eine ganze Elefantenherde auf den Netzwerkkabeln zu stehen: Entweder ist der Durchsatz lausig oder die Verbindung kommt nicht zustande. Und wenn doch, hapert es plötzlich beim Zugriff auf die anderen Netzwerkgeräte. Unsere folgenden Troubleshooting-Tipps zeigen: Den Ursachen dieser Netzwerkprobleme können Sie selbst auf den Grund gehen und diese auch ohne einen Spezialisten eigenhändig lösen.

Hinweis: Im Netzwerkbereich gibt es eine Reihe von technischen Begriffen, die man auch als Nicht-Profi kennen sollte. Diese erklären wir Ihnen im folgenden Abschnitt. Auf der nächsten Seite geht es dann mit den eigentlichen Problemlösungen los.

Die wichtigsten Begriffe erklärt:

DHCP
Das Dynamic Host Configuration Protocol ermöglicht lokalen Netzwerk-PCs, bei einem Server oder einem Router automatisch eine IP-Adresse und weitere Einstellungen abzuholen.

DNS
Der Domain Name Service wird meist vom Internetprovider bereitgestellt. Er ist dafür zuständig, dass für eine Webadresse (z.B. www.pcwelt.de) die korrekte IP-Adresse zurückgeliefert wird.

Driver
Gerätetreiber-Software, beispielsweise für den Betrieb einer Netzwerkkarte unter Windows.

Ethernet
Der heute verbreitete Verkabelungsstandard für lokale Netzwerke.

IP-Adresse
Eine Kennnummer für PCs und Router, die im gleichen Netzwerk nur einmal vorhanden sein darf. Sie hat die Form 192.168.1.23.

LAN
Local Area Network (lokales Netzwerk). Es kann verkabelt sein oder drahtloses WLAN beinhalten.

MAC-Adresse
Jede Netzwerkkarte und jeder WLAN-Adapter hat eine vom Hersteller vergebene „Media Access Control“-Adresse. Es sollte weltweit keine zwei Geräte mit derselben MAC-Adresse geben, allerdings lässt sich diese auch fälschen.

Motherboard
Englische Bezeichnung für die Hauptplatine im Computer. Die Hauptplatine ist die zentrale „Bühne“, auf der die weitere Hardware (Speicherbausteine, Grafikkarte, Prozessor etc.) aufgebaut wird.

NIC
Steht für Network Interface Controller (Netzwerkkarte oder Netzwerkchip).

PCI-E
PCI Express ist ein aktueller Standard für Kartensteckplätze.

PLC/PowerLine
Bei Power-Line Communication ersetzt man das Netzwerkkabel streckenweise durch die hauseigene Stromnetzverkabelung.

Router
Dieser verbindet das LAN mit dem Internet und hat deshalb zwei IP-Adressen. Mit der einen (oft 192.168.1.1) ist der Router aus dem LAN erreichbar, die andere ist die öffentliche Adresse, die er vom
Provider bekommen hat.

Switch
Er stellt zwischen zwei Netzwerkstationen gezielt eine Verbindung her. Zudem ermöglicht er es, mit maximaler Geschwindigkeit gleichzeitig zu senden und zu empfangen – dies beschleunigt den Datenverkehr im Netzwerk.

TCP/IP
Das Transmission Control Protocol/Internet Protocol ist das weltweit am weitesten verbreitete Netzwerkprotokoll und wird auch im Internet verwendet.

UTP
UTP steht für Unshielded Twisted Pair (nicht abgeschirmte Netzwerkkabel).

Wi-Fi
Ein in den USA heute übliches Synonym für WLAN.

WLAN
Wireless Local Area Network (Funknetzwerk). Es ist oft Teil eines lokalen Netzwerks, allerdings werden die Daten per Funk übertragen statt über Ethernet-Kabel.

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