02.07.2008, 08:40

Ramon Schwenk

Netzwerk-Festplatten im Einsatz

NAS für alle - Zentraler Server

Ein NAS (Network Attached Storage) kostet wenig und leistet viel: Ideal, um im (Heim-)Netzwerk Musik, Videos und Dokumente zentral zur Verfügung zu stellen.
Festplatten-Systeme mit Netzwerkanschluss - NAS- sind nicht nur für Unternehmen sinnvoll, sondern machen auch zu Hause und im Büro als Daten-, Film- und Musikarchiv eine gute Figur. Vorteile: An das Netzwerk angeschlossene Festplatten stellen ihre Speicherkapazität allen damit verbundenen Anwendern zur Verfügung. Und: Die Geräte kommen ohne PC aus. Eine ebenso praktische Alternative ist ein kleiner NAS-Server auf Basis eines ausrangierten PCs.
NAS einsetzen
Für alle Netzwerk-Teilnehmer ist es einfach, Office-Dokumente, Audio- oder Videodateien oder Backups von der NAS-Festplatte zu holen oder darauf zu speichern. Das geht unkompliziert über eine Netzwerkfreigabe und einen eigenen Laufwerksbuchstaben, den Sie dem Gerät zuweisen können. Damit nutzen Sie den NAS-Speicher im Windows-Explorer oder aus Anwendungsprogrammen heraus wie ein lokales Laufwerk. Für den Betrieb in einem kleinen Heim- oder Büronetzwerk leisten schon NAS-Geräte ab 150 Euro gute Dienste. Damit sich die Benutzer nicht gegenseitig in die Quere kommen, bekommt jeder Anwender einen eigenen Basisordner, in dem er weitere Verzeichnisse anlegen und Daten speichern kann. Außerdem gibt es eine Benutzerverwaltung, über die sich individuelle Zugriffsrechte einstellen lassen. Dadurch lassen sich sowohl gemeinsame Ordner als Gruppenverzeichnisse anlegen, auf die alle Anwender zugreifen dürfen, aber auch Ordner, an die kein Unbefugter herankommt. Administriert wird das NAS-Laufwerk über ein Web-Interface im Browser, indem Sie einfach die IP-Adresse des Geräts eingeben und sich mit einem Kennwort ausweisen.
Freenas statt NAS
Ein weiterer Vorteil von NAS-Platten ist die sofortige Einsatzbereitschaft: Auch wenn Sie sich sonst nicht mit Netzwerk-Technik befassen, nehmen Sie ein NAS-Laufwerk mit wenigen Handgriffen in Betrieb. Einfach das NAS über ein Ethernet-Kabel mit dem DSL-Router verbinden und einschalten. Der DHCP-Server im Router weist dem NAS automatisch eine IP-Adresse zu, über die Sie das Web-Interface starten. Auch ein ausgedienter PC lässt sich mit geringem Aufwand zum vollwertigen NAS-Laufwerk umbauen. Alles, was Sie brauchen, um mit vorhandenen Ressourcen ein NAS-System einzurichten, ist der PC selbst und die Open-Source-Software Freenas. Freenas basiert auf Linux. Für die Installation benötigen Sie aber keine Linux-Kenntnisse. Den NAS-Rechner verwalten Sie von jedem PC im Netzwerk wie eine NAS-Festplatte über ein Web-Interface. Deshalb können ihn in eine Kammer verbannen. Laden Sie Freenas herunter und brennen Sie das ISO-Image auf eine CD. Falls Sie kein Brennprogramm besitzen, verwenden Sie Iso Recorder. Nach der Installation öffnen Sie das Kontextmenü der Freenas-ISO-Image-Datei und wählen "Copy image to CD". Um den NAS-Server in Betrieb zu nehmen, müssen Sie einmalig CD/DVD-Laufwerk, Tastatur und Monitor an den Rechner anschließen. Danach legen Sie dort die Freenas-CD ein und starten den PC. Für das Booten von CD müssen Sie eventuell noch die Bios-Einstellungen anpassen.
Kostenlose NAS-Software einrichten
Nach dem Booten landen Sie in einem Textmenü. Freenas bezeichnet interne Festplatten stets mit den Buchstaben "ad", egal ob sie eine EIDE- oder SATA-Schnittstelle besitzen. Jede Platte bekommt dann eine Ziffer zugewiesen. Die erste erkannte Festplatte erhält somit die Bezeichnung ad0. Ein Raid-Verbund bekommt die Bezeichnung "ar", externe USB-Laufwerke "da". Etwas verwirrend ist, dass Freenas einzelne Festplatten anzeigt, selbst wenn diese in einem Raid-Verbund liegen. Zuerst richten Sie Freenas auf dem Server ein. Dazu wählen Sie die Nummer "7: Install on HD/CF/USB". Im nächsten Untermenü wählen Sie die Option "2". Damit erstellt Freenas zwei Partitionen: Eine fürs System und eine für Ihre Daten. Nun werden Sie gebeten, den Namen des CD-Laufwerks einzutippen - das ist standardmäßig "acd0". Danach erhalten Sie eine Liste aller erkannten Festplatten, auf denen Sie das System installieren können. Vor allem beim Einsatz eines Raid-Verbunds müssen Sie darauf achten, die Installation auf "ar0" vorzunehmen. Nach der Installation starten Sie den PC über das Menü neu ("3" und "7", bestätigen mit <z>) und entfernen die CD.
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