Der Netscape-Erfolg wurmt Microsoft. Da gibt es doch tatsächlich einen populären Anwendungsbereich, in dem Microsoft (noch) nicht das große Sagen hat. Mit allen Mitteln versucht Microsoft deshalb, den hauseigenen Internet Explorer als Standard für das Surfen im Internet durchzusetzen. Das Programm liegt selbstverständlich als kostenlose Zugabe auf der Office-97-CD bereit. Aber schauen Sie mal genauer hin: Auf derselben CD ist auch ein Plug-in für die vielen Anwender des Netscape Navigators versteckt. Im Verzeichnis \Cdzugabe\Axplugin finden Sie die Datei NCB5F.EXE, die eine gepackte Version des Ncompass enthält. Mit diesem Plugin ist der Netscape Navigator 3.0 in der Lage, Office-Dokumente einzulesen und zu bearbeiten.
Zwei Schönheitsfehler hat dieses Plug-in allerdings. Zum einen funktioniert es nicht mit dem Navigator 2.0 -AOL-Anwender, deren WINSOCK.DLL nur mit dieser Browser-Version arbeitet, haben also das Nachsehen. Zum anderen kann der Ncompass Office-Dokumente nicht speichern. Damit ist das Programm im Grunde nur ein Dateibetrachter mit (recht sinnlosen) Editier-Funktionen. Immerhin: Unter der Internet-Adresse http://www.ncompasslabs.com/ gibt es mittlerweile ein leistungsfähigeres Update des Hilfsprogramms, das nun auch endlich speichern kann.