Ratgeber Mobile Devices

Netbook oder Tablets: Was ist besser für Beruf und Studium

Dienstag den 04.10.2011 um 09:45 Uhr

von Thomas Rau

Nicht das ganze Leben ist Spaß: Auch für den beruflichen Einsatz suchen Sie nach dem idealen mobilen Gerät.
Wer viel unterwegs arbeiten und seine Aufgaben schnell erledigen will, kommt um ein ausgewachsenes Notebook nicht herum. Wenn es aber vor allem um Texte und Tabellen geht, leistet ein Netbook fast ebenso gute Dienste. Im Gegensatz zum Tablet besitzt es eine Tastatur, die zwar kleiner ist als bei einem Notebook. Dennoch lässt sich auf dem mechanischen Tippbrett viel schneller und ergonomischer schreiben als auf der Bildschirm-Tastatur eines Tablets - die außerdem noch einen Teil des Displays verdeckt.

Zwar können Sie am Tablet mit einer kabellos verbundenen Bluetooth-Tastatur arbeiten. Besonders ergonomisch ist das, wenn Sie das Tablet aufrecht in einem passenden Ständer platzieren. Doch damit ist das Tablet unhandlicher und weniger mobil als ein Netbook, das Sie zum Tippen einfach überall aufklappen können - und sei es auf den Oberschenkeln in der U-Bahn.

Netbooks bieten die bessere Office-Software

Auf den meisten Netbooks ist passende Office-Software schon vor-installiert, nämlich Microsoft Office 2010 Starter. Office-Software gibt es zwar auch für Tablets - sie bieten aber häufig einen geringeren Funktionsumfang. Recht mächtig ist das Office-Paket fürs Apple iPad: Pages für Textverarbeitung, Numbers für Tabellenkalklation und Keynote für Präsentationen kosten jeweils 7,99 Euro. Damit können Sie auch Office-Dateien vom PC oder Notebook am Tablet ansehen und bearbeiten: Allerdings funktioniert der Dateiaustausch bei weitem nicht so reibungslose wie zwischen Netbook und Notebook. Die Office-Apps für Android-Tablets können weniger als die Apple-Office-Apps. Auf den Geräten sind meist nur funktionseingeschränkte Versionen vor-installiert, mit denen Sie Word- und Excel-Dateien betrachten, aber nicht bearbeiten können.

Software: Apps oder Programme - für beide Geräteklassen gibt's reichlich Futter


Fast 500.000 Apps gibt es für iOS, davon knapp 150.000, die fürs iPad angepasst sind - eine riesige Auswahl. Der Vorteil: Sie können bei den Apps sicher sein, dass sie auf dem Tablet laufen. Für Netbooks gibt es zwar auch sehr viel Software - schließlich können Sie jedes Windows-Programm auf dem Mini-Laptop installieren. Allerdings läuft sie nicht immer zufriedenstellend, wegen des langsamen Prozessors und des begrenzen Arbeitsspeichers: Besonders hochwertige Programme für Bild- , Film- oder Musikbearbeitung machen auf dem Netbook wenig Spaß.
Dazu kommt vor allem bei Apple noch das riesige Angebot an Multimedia-Inhalten wie Musik, Filme und Büchern. Ein vergleichbar umfassendes und gut strukturiertes Angebot gibt es für Windows-Netbooks nicht.

Den Software-Vorteil haben also die Tablets, besonders weil Sie die kleinen Apps schnell installiert und bei Nicht-Gefallen genauso schnell wieder de-installiert haben. Viele sind kostenlos und die meisten Kaufprogramme kosten nur wenige Euro. Besonders bequem: Bei den Tablets finden Sie die ganze Software-Auswahl an einem Platz - dem Apple Apps Store beziehungsweise dem Android Market. Für die passende Windows-Software müssen Sie dagegen häufig nach einer guten Download-Gelegenheit suchen - zum Beispiel dem Download-Verzeichnis der PC-WELT .

Geschwindigkeit: Auf dem Tablet flutscht's, auf dem Netbook zieht sich's

Das perfekte Zusammenspiel von Soft- und Hardware bei Tablets, vor allem beim Apple iPad, ist auch der Grund für die schnelle Arbeitsgeschwindigkeit der Tablets. Auf jeden Fall fühlt sich das Arbeiten und Spielen am Tablet immer viel flotter an als auf einem Netbook: Programme starten in Sekundenschnelle, Fingereingaben setzt das Tablet sofort um und blitzschnell wechseln Sie zwischen verschiedenen Apps. Die reine Rechenleistung eines Netbooks mag höher sein als bei einem Tablet: Doch weil das Betriebssystem Windows und die meisten Programme eigentlich für leistungsfähigere Notebooks und PCs gedacht sind, wirkt das Arbeiten auf dem Netbook meist zäh.

Sicherheit: Weniger Risiko beim Tablet, doch wachsam müssen Sie trotzdem sein


Mit einem Netbook sind Sie größeren Sicherheitsrisiken ausgesetzt als mit einem Tablet. Denn Windows ist das bevorzugte Angriffsziel von Schädlings-Software. Doch auch für Tablets gibt es immer mehr Bedrohungen: Vor allem wenn Sie Apps aus unsicheren Quellen installieren, setzen Sie sich dem Risiko von Malware und Trojanern aus. Gegen Phising-Attacken und Sicherheitslücken in Dateiformaten wie PDF oder Flash, die auch Tablets unterstützen, sind Sie auch mit einem Tablet nicht gefeit. Bei Netbooks müssen Sie zwar momentan einen größeren Aufwand treiben, um die Sicherheit zu gewährleisten - zum Beispiel regelmäßig Updates für Windows und andere installierte Programme aufspielen. Doch sorglos können Sie sich auch mit einem Tablet nicht im Internet bewegen.

Preis: Der große Vorteil der Netbooks

Der derzeit noch größte Vorteil der Netbooks: Sie sind viel günstiger. Für ein gutes Netbook wie das Toshiba NB550D-10H zahlen Sie rund 350 Euro, die meisten Netbooks kosten um 300 Euro. Das günstigste Apple iPad 2 kostet dagegen rund 480 Euro, das Top-Modelle von Apple sogar 800 Euro. Zwar erscheinen in letzter Zeit viele günstige Android-Tablets für rund 300 Euro auf dem Markt: Doch sie erreichen nicht die Qualität von Top-Tablets wie dem Apple iPad 2 oder dem Samsung Galaxy Pad 10.1.

Dienstag den 04.10.2011 um 09:45 Uhr

von Thomas Rau

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