1257185

Kurz vorgestellt: Navigon 2110 max

08.01.2009 | 16:55 Uhr |

Mit dem 2110 max bietet Navigon ein TMC-fähiges Navigationssystem im Preisbereich von weniger als 300 Euro an. Wir haben das Gerät ausprobiert.

Navigon hat mit dem 2110 max ein Navigationssystem im Angebot, das vor allem mit seinem Preis-/Leistungsverhältnis punkten will. Derzeit ist das System für rund 250 Euro im Handel erhältlich. Gleich nach dem Auspacken fällt das edle Klavierlackgehäuse des 2110 max auf. Die edle Optik hat allerdings einen Nachteil: Verfehlt man bei der Bedienung einmal den 4,3 Zoll großen 16:9-Touchscreen, entstehen schnell unansehnliche Fingerabdrücke auf dem Gehäuse. Sowohl Verarbeitung als auch Haptik geben keinen Anlass zur Klage.

Zunächst wird das Navigationsgerät per USB-Kabel mit einem Rechner verbunden und bei dieser Gelegenheit auch gleich der Akku aufgeladen. Mittels dem Tool FreshMaps können Anwender alle drei Monate ihr Kartenmaterial auf den neuesten Stand bringen. Regulär kostet der Service 99 Euro für zwei Jahre. Im Rahmen einer Aktion sind die Updates aber derzeit für knapp 20 Euro zu haben. Das Kartenmaterial für Europa wird auf einer 2-GByte-SD-Karte mitgeliefert.

Einfache Montage und Bedienung

Im Fahrzeug selbst lässt sich das 2110 max mit der mitgelieferten Halterung stabil an der Windschutzscheibe befestigen. Das Kfz-Ladekabel ist angenehm lang und dient gleichzeitig als TMC-Antenne (Traffic Message Channel). Die Bedienung über das berührungsempfindliche und gut ablesbare Display ist vorbildlich gelöst: So werden beispielsweise sinnlose Zeichenfolgen bei der Zieleingabe automatisch durch abgedunkelte Tasten verhindert. Auch Technik-Laien finden sich dank der übersichtlichen Menüführung schnell zurecht. Die eigentliche Routendarstellung erfolgt in 2D oder 3D, eine automatische Tag- und Nachtumschaltung sorgt für optimale Ablesbarkeit.

Die RealityView-Pro-Funktion hilft auf Autobahnen durch realitätsnahe Darstellung von Ausfahrten und Autobahnkreuzen weiter. Überschneiden sich viele Ausfahrten hinkt die Anzeige in diesem Modus etwas hinterher, was aber in der Praxis nicht weiter störte. Der Fahrspurassistent Pro schaltet bei komplexen Verkehrssituationen auf eine übersichtlichere Darstellung um. Besonders bei Straßen mit mehreren Spuren sorgt diese Funktion für einfacheres Navigieren. Als kleine Dreingabe ist ein PictureViewer an Bord, der Bilddateien darstellen kann.

Problemlos durch den Verkehrsdschungel

Im Test auf verschiedenen Landstraßen und im Stadtgebiet erwies sich das Navigon 2110 max als zuverlässiger Begleiter. Die Routenführung war einwandfrei und gab auch Ortskundigen keinen Anlass zur Kritik. Alle Ansagen der angenehmen Frauenstimme des Navis waren stets gut verständlich und kamen zum richtigen Zeitpunkt. Auch die jeweils erlaubte Höchstgeschwindigkeit zeigte das Navigon-Gerät korrekt an. Die Verbindung mit einem GPS-Satelliten stand meist innerhalb einer Minute, lediglich zwischen hohen Gebäuden ließ das GPS-Signal hin und wieder auf sich warten. Navigon gibt die Akku-Laufzeit mit drei Stunden an - im Test konnten wir sogar knapp vier Stunden ohne Nachladen navigieren.

Fazit:

Das Navigon 2110 max navigiert zuverlässig durch Stadt und Land. Zudem ist das Navigationssystem einfach zu bedienen und sehr gut verarbeitet. Im Test erwiesen sich die verschiedenen Darstellungsmodi als gut durchdacht und nützlich. Der derzeitige Marktpreis von 250 Euro ist angesichts der gebotenen Qualität sehr moderat - daher kann man das Navigon allen Vielfahrern nur empfehlen.

Hersteller: Navigon
Web: www.navigon.de
Preis: ca. 250 Euro

0 Kommentare zu diesem Artikel
1257185