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Navigieren ohne Hindernisse

29.08.2008 | 14:00 Uhr |

Auf der IFA 2008 tauchen fast nur noch Navis mit TMC-Pro-Empfängern auf. Damit wird der Fahrer noch schneller über Verkehrsbehinderungen informiert. PC-WELT gibt einen Ausblick auf die neue Gerätegeneration.

Navigon (Halle 9/ 203) zeigt auf der IFA das portable GPS-Navigationsgerät 8110, das kaum noch Wünsche übrig lässt. Es wird über einen 4,8 Zoll großen Touchscreen bedient. Darüber hinaus erkennt das Navi auf Knopfdruck gesprochene Adressen und Ziele. Es besitzt einen TMC-Pro-Empfänger zum Empfang von Frühwarnungen, Stauverlaufsmeldungen und Baustelleninformationen. Zudem hat der Hersteller die Kartendarstellung näher an die reale Umgebung angepasst. So behält der Fahrer bei Brücken und in Tunneln den Überblick. Zusätzlich erleichtert dies die Wiedererkennung der Streckenführung und Landschaften. Ein Fahrspurassistent lotst den Fahrer stets auf die richtige Spur. Die Sprachausgabe sowie MP3-Musikwiedergabe erfolgt dank des Radiotransmitters drahtlos über das im Fahrzeug befindliche Audiosystem. Kostenpunkt des Navigon 8110 mit Europakarten ist etwa 390 Euro.

Verkehrsinformationen in Echtzeit mit TMC Pro
Das Navigationsgerät Mio (Halle 9/ 111) Moov 370 ist wie das Navigon-Gerät mit einem TMC-Pro-Empfänger ausgestattet. Die Kosten für den Verkehrsinformationsdienst sind standardmäßig im Gerätepreis enthalten, das Abo gilt für die gesamte Produktlebensdauer. Mit 4,3 Zoll fällt das Display zwar etwas kleiner aus, dennoch lassen sich die Karte und angezeigten Infos gut abzulesen. Dazu trägt auch die entspiegelte Oberfläche bei. Mio verspricht durch die SIRFinstant-fix-II-Technik eine Positionsbestimmung in weniger als 5 Sekunden. Hierzu wird die Position der GPS-Satelliten modelliert und beim Einschalten vorhersagt. Schluss mit langen Wartezeiten: Die Zielführung kann starten, sobald der Anwender fahrbereit ist.

Einfuhrstopp für GPS-Navis mit Sirf-Chips?
Für die GPS-Signale ist ein SiRF-Star-III-Empfänger zuständig – der sorgt jetzt in den USA für Wirbel. Denn die Internationale Handelskommission der Vereinigten Staaten (ITC) hat Sirf wegen der Verletzung von Patenten des Konkurrenten Broadcom für schuldig befunden. Jetzt droht ein Einfuhrverbot für Geräte mit Sirf-Chipsatz. Hierzulande dürfen die Geräte jedoch weiterhin importiert werden. Die Navi-Software des Moov 370 stammt von Navman, die Karten liefert Teleatlas. Bemerkenswert ist die NavPix-Fotonavigation: Mit Fotos, die versteckte GPS-Koordinaten enthalten, kann der Fahrer exakt den Punkt ansteuern, an dem das Bild aufgenommen wurde. Hierzu kann der Nutzer über die beiliegende Software kostenlos auf den Webseiten von Flickr und NavPix mehr als eine Million Fotos von Gebäuden und Plätzen, die Geo-Tags enthalten, herunterladen. Abgerundet wird das Gerät durch eine Freisprechfunktion für Bluetooth-Handys. Das Mio Moov 370 ist für rund 260 Euro erhältlich.

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