Navigation offline beziehungsweise onboard

Samstag, 04.12.2010 | 07:04 von Hans-Christian Dirscherl
Navigon Mobile Navigator
Vergrößern Navigon Mobile Navigator
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Die Masse der Navigationslösungen für Android-Smartphones (und auch für Apple iOS) installiert ihr Kartenmaterial allerdings auf dem Smartphone beziehungsweise auf dessen SD-Karte. In diesem Fall spricht man von einer Offline- respektive Onboard-Lösung. Typische Beispiele hierfür sind CoPilot und  Navigon Mobile Navigator.

Die Vorteile einer solchen Onboard-Lösung: Es fällt wenig Internet-Traffic bei der Benutzung an (nur für Live-Daten wie Stauwarnung, aktuelle Benzinpreise etc.). Zudem lässt sich eine derartige Navigations-Lösung zur Not auch ohne Internetverbindung nutzen (dann stehen aber keine Verkehrslageinformationen zur Verfügung), wodurch man Roamingkosten im Ausland sparen kann und die Navi-App auch in Gegenden verwenden kann, in denen keine UMTS-Verbindung zur Verfügung steht.

Der offensichtlichste Nachteil für den Benutzer: Derartige Navigationslösungen kosten immer Geld! Dafür bekommt man aber auch einen beeindruckenden Mehrwert. Denn die meisten kostenpflichtigen Navi-Apps bieten Features, wie man sie von klassischen Stand-Alone-Navigationsgeräten kennt. Also Spurwechselassistent, 3D-Ansicht, Geschwindigkeitsbegrenzungswarner, Radarwarner und Tankstellensuche.

Ein Nachteil gegenüber einer Online-Lösung wie Google Maps Navigation soll aber nicht verschwiegen werden: Der Kunde muss sich selbst um die (gegebenenfalls kostenpflichtige) Aktualisierung seines Kartenmaterials kümmern.

Sonderfall: Fußgänger, Motorradfahrer und LKW Der Großteil der Navigations-Apps zielt auf den Einsatz im Auto. Doch wie sieht es mit Navigationslösungen für Fußgänger, Motorradfahrer und Lastkraftwagen aus?

Google Maps Navigation bietet eine kostenlose Navigation für Fußgänger. Sie befindet sich noch im Betastatus, scheint aber passabel zu funktionieren. Navigon Mobile Navigator stellt ebenfalls eine Fußgängernavigation zur Verfügung, ebenso lassen sich LKW und Motorrad als Option bei der Routenberechnung einstellen. Das Zwitterprodukt Garmin Nüvifone A50 besitzt ebenfalls eine Fußgänger-Routenführung.

Bei der Routenplanung für LKWs müssen durchaus wichtige Faktoren berücksichtigt werden. Beispielsweise Hinweise auf Unterführungen und Tunnels oder auf besondere Engstellen beziehungsweise Straßen ohne Wendemöglichkeit.

Aktuelle Verkehrsinformationen Die Qualität eines modernen Navigationsgeräts steht und fällt mit aktuellen Verkehrsinformationen, die weit über das Leistungsvermögen des klassischen TMC hinausgehen. Diese Online-Echtzeitdaten, die fortlaufend in die Routenplanung einfließen, werden meist als Live-Services bezeichnet. Alle Hersteller von Navigationsgeräten bieten irgendeine Art von Live-Services an. Google wertet für Google Maps Navigation die Bewegungsdaten von Android-Smartphones aus. Navigon und TomTom bieten ebenfalls Echtzeit-Verkehrslage-Informationen an, die TMCPro weiterführen. Dazu weiter unten mehr.

Samstag, 04.12.2010 | 07:04 von Hans-Christian Dirscherl
Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (6)
  • mr.b. 11:46 | 14.11.2010

    Zitat: steppl
    Ich hatte die Nokia-Navigation mit dem E52 gerade im Einsatz in Chile. Solange es über Hauptstrassen ging und in Großstädten, funktioniert es prima, wenn auch mal mit kurzen Aussetzern und Neuberechnungen. Aber kleine Nebenstrassen auf dem Lande kennt es kaum, und kleinere Orte/Städte werden bestenfalls als Punkt dargestellt.
    Das Problem hatte ich mit TomTom. Eine schon vor 2 Jahren fertiggestellte Straße existierte nicht. Kein Naiv ist fehlerfrei.
    Und die Installation ist, völlig im Gegensatz zur Darstellung in der Bedienungsanleitung, ein Drama gewesen.
    Wenn man die richtige hat, nicht. Die muss man allerdings im Netz suchen. Die normale ist veraltet. Außerdem ist durch verschiedene Updates der Software die Bedienung verbessert worden und auch die Karten selbst ebenfalls.

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  • zwilling 19:24 | 13.11.2010

    Vielleicht funktionieren die anderen Navigationssysteme in Chile auch nicht besser. In Schweden war ich jedenfalls von Nokia überrascht. Während mir mein TomTom (das ich im Wagen montiert hatte) an meinem Standort mitteilte "Straße ohne Namen"), gab mir das Nokia die Anschrift meines Hauses (das weitab von jeder Zivilisation liegt) mit Straße (jeder Feldweg hat dort einen Namen!), Hausnummer, Postleitzahl, Kommune und Land genau an! Nachdem ich das abgespeichert hatte und etwa 15 km in die Wildnis vorgestoßen war, habe ich mit Hilfe des Handys problemlos wieder nach Hause gefunden. Auch hier in Finnland wohne ich laut TomTom auf einer "Straße ohne Namen", auch das eingebaute Navigationsgerät im Wagen meiner Frau kennt die Adresse nicht besser, aber Nokia weiß es ganz präzise! Und das für lau! Das TomTom hat etwa 350 € gekostet, das im VW eingebaute Navi ungefähr 500 €.

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  • steppl 18:50 | 13.11.2010

    Ich hatte die Nokia-Navigation mit dem E52 gerade im Einsatz in Chile. Solange es über Hauptstrassen ging und in Großstädten, funktioniert es prima, wenn auch mal mit kurzen Aussetzern und Neuberechnungen. Aber kleine Nebenstrassen auf dem Lande kennt es kaum, und kleinere Orte/Städte werden bestenfalls als Punkt dargestellt. Und die Installation ist, völlig im Gegensatz zur Darstellung in der Bedienungsanleitung, ein Drama gewesen. Aber für lau: :spitze:

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  • CaptainPicard 17:58 | 13.11.2010

    Ich benutze schon seit über einem Jahr ausschließlich meine Nokia-Navigation.

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  • zwilling 17:45 | 13.11.2010

    Ja, es ist schon erstaunlich, dass Nokia nicht erwähnt wird! Da steht zum Beispiel bei der Erläuterung von Navigation offline: "Der offensichtlichste Nachteil für den Benutzer: Derartige Navigationslösungen kosten immer Geld!" Gerade bei Nokia kostet das kein Geld! Nokia bietet alle Karten zum kostenlosen Download an. Und es funktioniert prima! Ich habe in der vergangenen Woche zwei Wanderungen in Schweden unternommen, bei denen ich mich ausschließlich auf mein Nokia verlassen habe, und das hat ausgezeichnet geklappt! (Und mein Nokia 5230 hat etwa 120 € gekostet!)

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