Navi-Apps vs Stand-Alone-Navi

Navigation auf Android-Smartphones

Samstag den 04.12.2010 um 07:04 Uhr

von Hans-Christian Dirscherl

Bildergalerie öffnen Google Maps Navigation - Bild 01
Ein Android-Smartphone lässt sich mit wenig Aufwand und fast ohne Kosten zu einem nahezu perfekten Navigationssystem aufrüsten. Wir nennen die Voraussetzungen, stellen eine Gratis-Navigations-App und eine kostenpflichtige Navi-App vor und vergleichen sie mit einem klassischen Navigationsgerät.
Viele Wege führen zur perfekten Navigation (Foto: Google
Maps, Maps Navigation auf dem Motorola Milestone, TomTom, Navigon
MobileNavigator
Vergrößern Viele Wege führen zur perfekten Navigation (Foto: Google Maps, Maps Navigation auf dem Motorola Milestone, TomTom, Navigon MobileNavigator
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Voraussetzungen für Navigation auf dem Smartphone Hardware Damit Sie ein Android-Smartphone sinnvoll zur Navigation verwenden können, muss die Hardware des mobilen Begleiters ausreichend dimensioniert sein. Denn die fortlaufende Routenberechnung und -Darstellung fordern der CPU einiges an Leistung ab und füllt den Arbeitsspeicher gut aus. Wie sehr der Smartphone-Prozessor während der Routenplanung rackert, können Sie ganz leicht selbst feststellen: Nehmen Sie Ihr Smartphone einfach in die Hand: Es wird richtig heiß!

Als ideal hat sich in unserem Langzeit-Test eine 1-Gigahertz-CPU mit 512 MB Arbeitsspeicher herausgestellt. Damit stellen die Smartphones die Karten ruckelfrei dar und haben keine Probleme, den Streckenverlauf ohne Unterbrechungen immer aktuell anzuzeigen.

Natürlich laufen Navigations-Apps auch auf Smartphones mit schwächeren Prozessoren; das Garmin Nüvifone A50 , das von vornherein die Navigation in den Mittelpunkt stellt, kommt mit einem 600-MHz-Prozessor zum Kunden. Doch dann haben Sie keine Leistungsreserven mehr. Angesichts der Fülle von bereits erhältlichen 1-GHz-Smartphones sollten Sie hier nicht am falschen Ende sparen.

Navigation per Smartphone - So geht's
Navigation per Smartphone - So geht's

Falls Sie eine Navigations-App verwenden, die ihr Kartenmaterial auf dem Smartphone installiert (wie es beispielsweise bei Navigon Mobile Navigator der Fall ist), so benötigen Sie ausreichend internen Speicher beziehungsweise genügend freien Platz auf der SD-Karte. Andernfalls scheitert die Installation des Kartenmaterials. Der verfügbare Speicher muss umso größer ausfallen, je mehr Länder das Kartenmaterial abdecken soll. Bei einem unserer Testgeräte passte das Kartenmaterial für Deutschland zwar noch auf unser Smartphone, beim Versuch, auch das komplette DACH-Kartenmaterial (DACH steht für Deutschland, Austria/Österreich und Schweiz) unterzubringen, weigerte sich das Smartphone mit dem Hinweis, dass dafür nicht mehr genügend Speicher frei sei.

KFZ-Kit von Yayago für das HTC Desire
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Passend zum Smartphone müssen Sie noch eine KFZ-Halterung samt Ladekabel zum Anschluss an die Steck-Dose im Auto erwerben. Bei der KFZ-Halterung sollten Sie darauf achten, dass das Handy fest darin sitzt ohne zu wackeln. Das Ladekabel sollte im Idealfall die Ampereleistung des originalen Ladegerätes Ihres Smartphones besitzen. In vielen Fällen ist die Ladekapazität allerdings niedriger. Dann wird das Smartphone während des Einsatzes der Navigation-App zwar nicht weiter aufgeladen, der Akku sollte aber zumindest auch nicht entladen werden, was bei nur gelegentlichem Einsatz der Navi-App ja ausreichen sollte.

Samstag den 04.12.2010 um 07:04 Uhr

von Hans-Christian Dirscherl

Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (6)
  • mr.b. 11:46 | 14.11.2010

    Zitat: steppl
    Ich hatte die Nokia-Navigation mit dem E52 gerade im Einsatz in Chile. Solange es über Hauptstrassen ging und in Großstädten, funktioniert es prima, wenn auch mal mit kurzen Aussetzern und Neuberechnungen.
    Aber kleine Nebenstrassen auf dem Lande kennt es kaum, und kleinere Orte/Städte werden bestenfalls als Punkt dargestellt.

    Das Problem hatte ich mit TomTom. Eine schon vor 2 Jahren fertiggestellte Straße existierte nicht.
    Kein Naiv ist fehlerfrei.

    Und die Installation ist, völlig im Gegensatz zur Darstellung in der Bedienungsanleitung, ein Drama gewesen.


    Wenn man die richtige hat, nicht. Die muss man allerdings im Netz suchen. Die normale ist veraltet.
    Außerdem ist durch verschiedene Updates der Software die Bedienung verbessert worden und auch die Karten selbst ebenfalls.

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  • zwilling 19:24 | 13.11.2010

    Vielleicht funktionieren die anderen Navigationssysteme in Chile auch nicht besser. In Schweden war ich jedenfalls von Nokia überrascht. Während mir mein TomTom (das ich im Wagen montiert hatte) an meinem Standort mitteilte "Straße ohne Namen"), gab mir das Nokia die Anschrift meines Hauses (das weitab von jeder Zivilisation liegt) mit Straße (jeder Feldweg hat dort einen Namen!), Hausnummer, Postleitzahl, Kommune und Land genau an! Nachdem ich das abgespeichert hatte und etwa 15 km in die Wildnis vorgestoßen war, habe ich mit Hilfe des Handys problemlos wieder nach Hause gefunden.

    Auch hier in Finnland wohne ich laut TomTom auf einer "Straße ohne Namen", auch das eingebaute Navigationsgerät im Wagen meiner Frau kennt die Adresse nicht besser, aber Nokia weiß es ganz präzise! Und das für lau! Das TomTom hat etwa 350 € gekostet, das im VW eingebaute Navi ungefähr 500 €.

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  • steppl 18:50 | 13.11.2010

    Ich hatte die Nokia-Navigation mit dem E52 gerade im Einsatz in Chile. Solange es über Hauptstrassen ging und in Großstädten, funktioniert es prima, wenn auch mal mit kurzen Aussetzern und Neuberechnungen.
    Aber kleine Nebenstrassen auf dem Lande kennt es kaum, und kleinere Orte/Städte werden bestenfalls als Punkt dargestellt.

    Und die Installation ist, völlig im Gegensatz zur Darstellung in der Bedienungsanleitung, ein Drama gewesen.

    Aber für lau:

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  • CaptainPicard 17:58 | 13.11.2010

    Ich benutze schon seit über einem Jahr ausschließlich meine Nokia-Navigation.

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  • zwilling 17:45 | 13.11.2010

    Ja, es ist schon erstaunlich, dass Nokia nicht erwähnt wird! Da steht zum Beispiel bei der Erläuterung von Navigation offline: "Der offensichtlichste Nachteil für den Benutzer: Derartige Navigationslösungen kosten immer Geld!" Gerade bei Nokia kostet das kein Geld! Nokia bietet alle Karten zum kostenlosen Download an. Und es funktioniert prima! Ich habe in der vergangenen Woche zwei Wanderungen in Schweden unternommen, bei denen ich mich ausschließlich auf mein Nokia verlassen habe, und das hat ausgezeichnet geklappt! (Und mein Nokia 5230 hat etwa 120 € gekostet!)

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