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Napsters kostenpflichtige Erben: Musiker gehen fast leer aus

19.02.2002 | 14:35 Uhr |

Gegen die Musik-Tauschbörse Napster zogen Künstler und Musik-Industrie einst Schulter an Schulter in den Kampf. Doch mit den Gemeinsamkeiten ist es längst vorbei. Bei den Einnahmen aus den neuen kostenpflichtigen Nachfolge-Modellen wie Pressplay gehen die Musik-Schaffenden fast leer aus, die Konzerne stecken die erhofften Gewinne in die eigene Tasche.

Gegen die Musik-Tauschbörse Napster zogen Künstler und Musik-Industrie einst Schulter an Schulter in den Kampf. Doch mit den Gemeinsamkeiten ist es längst vorbei. Bei den Einnahmen aus den neuen kostenpflichtigen Nachfolge-Modellen wie zum Beispiel Pressplay gehen die Musiker fast leer aus, die Konzerne stecken die erhofften Gewinne in die eigene Tasche, wie die New York Times berichtet.

Um Napster klein zu kriegen, führten die Gegner der Internet-Tauschbörse vor allem ein Argument an: Die Interessen der Künstler müssten geschützt werden. Musikfans dürften sich nicht einfach ohne Zustimmung der Künstler die Lieder besorgen, ohne dafür Abgaben zu entrichten. Um dies durchzusetzen gingen Gruppen wie Metallica vor Gericht.

Das Ende des Streits ist bekannt: Die kostenfreie Online-Tauschbörse kapitulierte vor dem Druck und schloss ihr Gratis-Angebot. Seit Dezember starten die großen Musikkonzerne nun nach und nach ihre eigenen kostenpflichtigen Angebote (PC-WELT berichtete).

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