Mitte 1999 erschien erstmalig ein Tool, dass das Netz und die Internet-Gemeinde im Sturm erobern sollte: Die Musiktausch-Software Napster des Entwicklers Shawn Fanning erlaubte es den Anwendern, bequem und einfach MP3-Musikstücke miteinander auszutauschen. Durch allerlei Tricks war es auch möglich, normale Dateien über Napster auszutauschen. Es dauerte natürlich nicht lange, ehe sich Napster den Zorn der Musikindustrie ausgesetzt sah.
Ein Gericht sorgte dafür, dass der zentrale Server von Napster abgeschaltet werden musste. Das wiederum sorgte dafür, dass P2P-Netzwerke entstanden, die dezentralisiert funktionieren können und somit schwerer abzuschalten sind. Mitte 2001 nahm die Anzahl der Napster-Nutzer rapide ab, nachdem angekündigt worden war, dass das Tool kostenpflichtig werden sollte. Im Mai 2002 überraschte die Ankündigung, Bertelsmann wolle die Rechte an Napster kaufen. Dennoch ging Napster kurze Zeit später in den Konkurs. Jahre später dann der Neustart: Roxio stellte 2004 mit Napster 2.0 einen Musik-Onlinedienst ins Netz, der seit Ende 2005 auch in Deutschland verfügbar ist.
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