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Musikdownloads: Britisches Internet-Cafe unterliegt im Rechtsstreit

29.01.2003 | 10:54 Uhr |

Die britische Musikindustrie hat einen Prozess gegen ein Internet-Cafe gewonnen und fordert nun eine Entschädigung von bis zu einer Million Pfund (1,5 Millionen Euro). Das Cafe hatte seinen Kunden gegen Gebühr erlaubt, Musik herunter zu laden und auf CD zu brennen.

Die britische Musikindustrie, vertreten durch die "British Phonographic Industry" (BPI) hat einen Prozess gegen das "Easyinternet Cafe" gewonnen und fordert nun eine Entschädigung von bis zu einer Million Pfund (1,5 Millionen Euro).

Die Internet-Cafe-Kette hatte seinen Kunden gegen eine Gebühr in Höhe von fünf Pfund (7,6 Euro) erlaubt, Musik herunter zu laden und auf CD zu brennen, wie die BBC berichtet. Der Besitzer der Kette, Stelios Haji-Ioannou, argumentierte, dass er nicht dafür verantwortlich gemacht werden könne, was seine Kunden mit den PCs machen. Zudem sei der Service bereits im September 2001 eingestellt worden.

Das Gericht konnte sich diesen Ausführungen nicht anschließen und gab der Musikindustrie Recht. Über die Höhe der Entschädigung wurde bislang noch nicht entschieden, das Internet-Cafe bezeichnete die Forderung der Industrie jedoch als "exzessiv".

BPI-Chairman Peter Jamieson freute sich über das Urteil. Es sei wichtig zur Unterstützung "lizenzierter Services". Die BPI hatte vor etwa eineinhalb Jahren geklagt. Nach einer Untersuchung hatte der Industrieverband in acht Städten hunderte Musik-Files auf den Festplatten der Internet-Cafe-Kette gefunden.

Midem: Plattenbosse sagen Musikpiraten den Kampf an (PC-WELT Online, 22.01.2003)

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