20.03.2012, 09:43

Christoph Supguth

Musik teilen oder anonym bleiben / Fazit

Die enge Verknüpfung mit Facebook gibt Ihnen die Möglichkeit, den Player direkt in Ihr Facebook-Profil zu integrieren. Von dort aus können Sie das Musik-Programm auch eingeschränkt steuern und etwa auf Ihre zuletzt abgespielten Musiktitel oder Playlisten zugreifen. So können Sie auch die neuesten Ohrwürmer mit Ihren Facebook-Freunden teilen.
Möchten Sie lieber anonym bleiben, stehen Ihnen dafür zwei Möglichkeiten zur Verfügung. Wer das Teilen nur zeitlich begrenzt unterbinden möchten, klickt auf „Datei“ oder auf der rechten oberen Seite auf den Profilnamen. Dort aktivieren Sie die Option „Private Session“. Ihre Spotify-Aktivitäten werden nun nicht mehr mit der Internetgemeinde geteilt. Etwas nervig: Nach einem Neustart von Spotify ist diese Option wieder deaktiviert.
Wer grundsätzlich nichts vom Teilen hält, kann die Funktionen auch dauerhaft abschalten. Rufen Sie dafür die Einstellungen über das Menü „Bearbeiten“ auf. Unter „Aktivitäten teilen“ entfernen Sie die Haken für Facebook, Spotify Social und Last.fm scrobbeln. Unter Profil legen Sie fest, ob Ihre Top-Titel, Top-Künstler und Playlisten automatisch veröffentlicht werden sollen.
Fazit
Positiv fällt die Handhabung der Bedienoberfläche auf. Die Bedienung ist intuitiv und mit der Erstinstallation lässt sich auch ein kleines Tutorial starten. Mit der Software erstellen Sie übersichtliche Musiklisten-Strukturen und erweitern den Player über die Apps um weitere Zusatzfunktionen.
Abzüge erhält das Musikportal für den ausschließlichen Login via Facebook. Derzeit können Sie Spotify nämlich entweder über Ihre Facebook-Login-Daten nutzen - oder gar nicht. Ob sich das schwedische Unternehmen so den Start nicht selbst schwer macht? Derzeit wird Facebook nur von jedem vierten Deutschen genutzt. Ob sich die anderen drei erst einen Facebook-Account anlegen, um werbefinanzierte Musik zu genießen, bleibt fraglich.
Zudem steht diese Methode im Konflikt mit dem Telemediengesetz. Demnach müssten Internetdienstanbieter ihren Nutzern eine anonyme und pseudonyme Nutzung (Nickname) ihrer Dienste möglich machen. Wie auch bei Facebook, müssen Sie also für sich selbst entscheiden, ob und welche persönlichen Daten Sie mit der Öffentlichkeit teilen möchten.
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