Musik gratis und legal

Internet-Radio aufnehmen: Alle Songs mit Titel, Album und Interpret

Freitag den 13.04.2012 um 10:05 Uhr

von Simon Pfaab

Webradio aufnehmen ist genauso einfach wie Webradio hören: PC-WELT liefert die passenden Tools für das automatische Mitschneiden.
Vergrößern Webradio aufnehmen ist genauso einfach wie Webradio hören: PC-WELT liefert die passenden Tools für das automatische Mitschneiden.
© iStockphoto / Talaj
Sie möchten Musik aus dem Internet herunterladen? Am liebsten kostenlos, legal und so viel das Herz begehrt? Kein Problem! Wir stellen Ihnen zwei Gratis-Tools vor, mit denen Sie Radio-Streams im Internet aufnehmen können – kinderleicht und völlig legal.
Wer Musik illegal aus dem Internet herunterlädt, macht sich strafbar – und ist zudem selber schuld. Denn es gibt Tausende Online-Radio-Streams, die Sie vollkommen legal aufnehmen dürfen. Clevere Software nimmt Ihnen dabei alle Mühen ab. Sind die Programme einmal gestartet, können Sie sie einfach ein paar Stunden laufen lassen und sich anschließend über eine automatisch erstellte und betitelte Musik-Bibliothek freuen.

In diesem Ratgeber stellen wir Ihnen zwei hervorragende Gratis-Tools zum Mitschneiden vor: Streamripper ist ein cleveres Winamp-Plugin, mit dem Sie Tausende der beliebten Shoutcast-Sender aufnehmen. Screamer-Radio hingegen ist ein Stand-Alone-Programm, mit dem Sie unzählige Radiosender auf der ganzen Welt anzapfen können. Beide Programme erstellen aus den Radio-Streams einzelne MP3s und legen diese auf Ihrer Festplatte ab. Die ID3-Tags für Interpreten und Songtitel werden automatisch erstellt.

Ohne Plugin geht es nicht: Vergessen Sie nicht, den Haken
bei „Winamp Plugin“ zu setzen.
Vergrößern Ohne Plugin geht es nicht: Vergessen Sie nicht, den Haken bei „Winamp Plugin“ zu setzen.

Streamripper: Aufnahme-Plugin für Winamp

Bevor Sie mit Streamripper Ihre eigene Musik-Datenbank aufbauen, laden Sie zunächst den kostenlosen Medien-Player Winamp herunter. Nachdem Sie Winamp installiert haben, können auch Streamripper nutzen. Achten Sie bei der Installation darauf, das „Winamp Plugin“ zu aktivieren. Beim nächsten Start von Winamp öffnet sich Streamripper nun automatisch: Sie sehen ein kleines Fenster links oben. Wenn Sie kein Fenster sehen, öffnen Sie es über das „SR“-Symbol in der Taskleiste manuell. Sollte auch dort kein Zeichen von Streamripper zu sehen sein, aktiveren Sie es über „Optionen -> Einstellungen -> Plug-ins -> Allgemein -> Plug-in konfigurieren“.

Den Shoutcast-Service finden Sie in der
Winamp-Medienbibliothek unter „Online-Dienste“ – die Auswahl ist
enorm.
Vergrößern Den Shoutcast-Service finden Sie in der Winamp-Medienbibliothek unter „Online-Dienste“ – die Auswahl ist enorm.

Jetzt sind Sie nur noch wenige Klicks vom Ziel entfernt. Öffnen Sie die Winamp-Medienbibliothek und klicken Sie dort unter „Online-Dienste“ auf „Shoutcast Radio“. Suchen Sie sich nun einen der vielen Sender aus. Dazu klicken Sie sich einfach durch die Datenbank oder suchen gezielt nach Schlagwörtern. Achten Sie bei Ihrer Auswahl auch auf die Qualität des Streams: Datenraten unter 96 Kbit/s sind keine gute Quelle, Ihre MP3 klingen damit etwas dumpf. Besonders klassische Musik profitiert enorm von höheren Bit-Raten.

Sobald die Musik läuft, drücken Sie im Streamripper-Fenster auf den „Start“-Button. In der Standard-Einstellung legt das Tool Ihre neuen Musikstücke auf dem Desktop in einem Unterordner ab, den ID-Tag der MP3-Dateien entnimmt es automatisch dem Radio-Stream. Selbst wenn Sie während der Aufnahme den Sender wechseln, schließt Streamripper die aktuelle Aufnahme zunächst im Hintergrund ab, nach der Aufnahme müssen Sie die Songs nur noch Ihrer Bibliothek hinzufügen. Oder Sie geben den entsprechenden Pfad in den Optionen an.

Viel gibt es in den Optionen nicht zu tun: Der Ausgabepfad
sollte praktischerweise direkt zu Ihrer Musik-Bibliothek
führen.
Vergrößern Viel gibt es in den Optionen nicht zu tun: Der Ausgabepfad sollte praktischerweise direkt zu Ihrer Musik-Bibliothek führen.

beitrag_id link stoerer 1279623 Platz satt: Einkaufsratgeber externe Festplatten Ein Klick auf den Button „Options“ führt Sie zu den Optionen des Programms. Diese gibt es zwar nur in englischer Sprache, die Standard-Einstellungen sind aber für fast alle Nutzer perfekt konfiguriert. Nur den Ausgabepfad sollten Sie ändern, dann werden neue Musikstücke direkt Ihrer persönlichen Datenbank hinzugefügt. Fortgeschrittene können in den Optionen noch die automatische Benennung der Ausgabedateien ändern oder einen Proxy-Server einstellen. Allen anderen wünschen wir viel Spaß mit Ihrer neuen, selbstständig wachsenden Musik-Bibliothek! /exports/articles/images/1/4/3/4/0/9/1/efd0a0db937f6bcf.jpeg 660 495 Screamer Radio: einfach und übersichtlich Screamer-Radio bei der Arbeit: Das handliche Tool bemerken Sie kaum, wenn es im Hintergrund läuft. 1 IDG true 3433091 Screamer-Radio: einfach und alles automatisch Wer Winamp nicht nutzen möchte, greift auf das ebenfalls kostenlose Tool Screamer-Radio zurück. Zugegeben, der Titel könnte besser gewählt sein, in Sachen Funktionalität haben die Entwickler aber alles richtig gemacht. Das Programm ist klein, stabil, schont die Ressourcen des Systems und nimmt fleißig Radio-Sender auf. Dabei können Sie entweder selber Internetadressen als Quellen eingeben oder Sie greifen auf eine gewaltige Datenbank zurück, die der Anbieter auf seiner Website bereithält. Bevor es losgeht, laden Sie beitrag_id link 288240 Screamer-Radio aber erst einmal herunter. Bei der Installation kann praktisch nichts schief gehen, klicken Sie sich einfach durch. /exports/articles/images/1/4/3/4/0/9/1/b077783a83281941.jpeg 660 495 Tausende Radio-Streams zur Auswahl Riesige Auswahl: Allein die Auswahl für deutsche Radiosender mit „N“ ist ellenlang. 1 IDG true 3433087 Nach dem ersten Programmstart brauchen Sie zunächst einmal einen Radio-Stream, mit dem Sie das Tool füttern können. Auf der Website des Herstellers finden Sie eine gigantische url link http://www.screamer-radio.com/directory Sammlung von deutschen und internationalen Radiosendern _blank . Haben Sie Ihren Wunschsender gefunden, führt Sie ein Klick zur URL dieser Station. /exports/articles/images/1/4/3/4/0/9/1/03dbed9014cadb47.jpeg 660 495 URL-Quellen der Radio-Streams So kopieren Sie die URL eines Radio-Streams: Das Tool entnimmt den Link anschließend einfach aus dem Zwischenspeicher. 1 IDG true 3433086 beitrag_id link stoerer 1404467 Alternative Streaming-Dienste: Spotify und Co im Überblick Kopieren Sie nun diese URL mit einem Rechtsklick auf den Link gefolgt von „Link-Adresse kopieren“ im Kontextmenü in den Zwischenspeicher. Im Fenster von Screamer-Radio klicken Sie nun nur noch auf „Datei -> URL öffnen -> OK“, das Tool holt sich die Link Adresse selbstständig aus der Zwischenablage und startet die Wiedergabe. Mit einem Klick auf den Aufnahme-Button speichert Screamer-Radio alle Musikstücke und legt diese standardmäßig in Ihrem Windows-Musik Ordner ab. /exports/articles/images/1/4/3/4/0/9/1/7b79387451fee7b4.jpeg 660 495 Screamer-Radio ist sofort startbereit Auch bei Screamer-Radio müssen Sie sich nicht lange mit den Einstellungen herumschlagen. Den Ausgabepfad sollten Sie aber anpassen. 1 IDG true 3433092 Screamer-Radio bietet eine Reihe von Optionen, die Konfiguration lässt aber auch hier in den Grundeinstellungen kaum zu wünschen übrig. Unter „Optionen -> Einstellungen“ können Sie Änderungen vornehmen. In dem Reiter „Recording“ empfiehlt es sich, den Pfad zur eigenen Musikbibliothek anzugeben. Fortgeschrittene User können gegebenenfalls noch die Aufnahmequalität der MP3 ändern, die standgemäß auf 128 KBit/s steht. „Mehr ist besser“ gilt hier jedoch nicht, denn nur die wenigsten Radiosender streamen mit höherer Qualität. Fazit: Streamripper und Screamer-Radio sind beide hervorragende Programme. Im Praxistest hatte Streamripper aber bei der Benennung und dem Splitting, also dem Herauslösen der einzelnen Songs die Nase vorn. Leider sind die Links zu den deutschen Radiosendern auf der Webseite von Screamer-Radio nicht alle auf dem neuesten Stand.

Freitag den 13.04.2012 um 10:05 Uhr

von Simon Pfaab

Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (4)
  • sailorbaerchen 13:45 | 15.04.2012

    Zitat: hans10
    ... entweder man sitzt stundenlang und wartet auf den (gewünschten) Titel
    oder man sucht stundenlang die aufgenommenen Sendungen durch.

    Worin liegt da der Unterschied.


    Der Unterschied liegt mho darin, daß ich beim Arbeiten am Computer sowieso Radio höre und dann wenn mir ein Lied gefällt den Aufnahmebutton anklicke und dann nimmt es nur den Song auf. Wenn ich alles wahllos aufnehme, muß ich hinterher zeitaufwendig alles extra durchforsten.
    Aber ich möchte niemanden bekehren. Jeder nach seinem Gusto.
    Meine Frage bezog sich eigentlich auf das Streaming. Villeicht sehe ich die Bedienung der Streamingsoftware ja falsch. Woischt?

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  • hans10 13:36 | 15.04.2012

    Zitat: sailorbaerchen
    ... Oder liege ich da verkehrt?


    ... entweder man sitzt stundenlang und wartet auf den (gewünschten) Titel
    oder man sucht stundenlang die aufgenommenen Sendungen durch.

    Worin liegt da der Unterschied.

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  • sailorbaerchen 13:29 | 15.04.2012

    Warum nicht einfacher?

    Ich nutze Nexus Radio. Einfache Bedienung, keine Werbung, die Titel, die man aufnehmen will, nach der Erkennung einfach Aufnahmetaste drücken und schon ist der Song auf der Festplatte.
    Ich mag es einfach nicht, wenn stundenlang irgendwelche Songs per streaming runtergeladen werden und mir meine Festplatte vollmüllen. Später sitzt man dann stundenlang dran, um die Lieder wieder zu löschen, die man nicht aufheben will.
    Oder liege ich da verkehrt?

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  • molibu 19:04 | 14.04.2012

    Empfehlung f. Web-Radio

    Danke f. diesen Beitrag - habe selber jahrelang nach verläßlichem + leicht bedienbarem Helfer gesucht, der - anstelle Unmengen von
    trash-Sendestationen - alle die ausgewählten Sender anbietet, die sich der mündige Hörer gezielt aussuchen will. Zudem wichtig: leicht zu steuernde Mitschnitt-/Recorderfunktion.
    Der von PcWelt unerwähnte Phonostar leistet dies, & bietet zwar noch die Option im voraus planbaren recordings, andererseits ist er überaus schwerfällig und von zuviel idiotischer Werbung ausgebremst.
    1 Tick besser als screamer radio, das einzelne meiner Favoriten nicht einstellte, erwies sich RadioSure, das hier deshalb heiß empfohlen sei. Unter den Gratis-Butlern für Radiofreaks bislang unübertroffen, um nicht zu sagen:unverzichtbar - nur leider nicht für Mac zu haben.

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