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Musik am PC aufnehmen und schneiden

13.11.2016 | 15:33 Uhr |

Sie spielen ein Instrument und möchten Ihr Können für die Nachwelt festhalten? Kein Problem! Wir zeigen hier, wie Sie Ihre Musik digitalisieren – egal, ob Sie akustisch oder elektrisch musizieren.

Wer selbst ein Instrument spielt, kennt das Problem: Sie üben zig Stunden in der Woche, die genauen Fortschritte können Sie jedoch nur erahnen. Denn meist ist man als Musiker – vor allem als Anfänger – so in die Technik und die Notenabfolge vertieft, dass der Klang und die Musikalität beim Spielen völlig ins Hintertreffen geraten.

Die Lösung dafür: Nehmen Sie Ihre doch einfach musikalischen Ergebnisse auf! So haben Sie einerseits die Möglichkeit, Fehler in Ruhe zu analysieren. Andererseits können Sie aus mehreren Versuchen eine geglückte Version zusammenschneiden und damit die Oma und andere geneigte Zuhörer beglücken.

Im Folgenden werden wir Ihnen zeigen, wie Sie Ihre Musik als digitale Datei auf den PC bekommen. Dabei ist es übrigens egal, ob Sie ein elektronisch verstärktes Instrument wie ein Keyboard oder eine E-Gitarre spielen, oder sich an einem akustischen Instrument wie einer Geige oder einer Flöte versuchen. Denn die Vorgehensweise ist immer die gleiche: Sie müssen ein analoges Signal – verstärkt oder nicht – digitalisieren. Wir zeigen Ihnen, welche Möglichkeiten Sie dazu haben. Anschließend erklären wir Ihnen anhand dreier PC-Programme, wie Sie Ihre Aufnahme schneiden und auf CD bringen können.

Siehe auch: Mit dem Raspberry Pi Musik aufnehmen

Universallösung: Den Sound mit dem Mikrofon aufnehmen

Der einfachste Weg, um akustische Signale zu digitalisieren, ist über ein Mikrofon und ein Aufnahmegerät. Je nach Instrument, gewünschter Audioqualität und Größe des Geldbeutels gibt es hier verschiedene Lösungen. Und falls Sie die Investition scheuen: Mobile Aufnahmegeräte eignen sich nicht für Musik, sondern lassen sich natürlich auch als Diktiergerät einsetzen. Und mit Preisen von 95 bis etwa 400 Euro finden Sie für jeden Anspruch und Geldbeutel das passende Modell. Wichtige Hersteller sind hier etwa Behringer , Tascam und Zoom . Ein empfehlenswerter Anbieter für Musikequipment in Deutschland ist Thomann , die auf ihrer Website auch verschiedene Tipps und Kaufberatungen anbieten.

Für Anfänger: Recorder mit integriertem Mikrofon

Einen guten Einstieg in die Welt der Musikaufnahme verschafft Ihnen ein Aufnahmegerät mit eingebautem Mikrofon. Diese mobilen Recorder haben den Vorteil, dass sie sehr kompakt, batteriebetrieben und dadurch immer einsetzbar sind. Sie speichern die Daten im MP3-oder WAV-Format auf (Micro-)SD-Karte. Der Datentransfer ist über die Micro-USB-Buchse der Geräte oder einen Kartenleser möglich. Eine Verbindung zu weiterer Hardware ist nicht zwingend nötig, die meisten Modelle bieten jedoch zusätzliche Anschlüsse an: So ist etwa das Zoom H1 V2 für 94 Euro, das wir für unseren Artikel verwendet haben, mit einem kombinierten Line-Out-/Kopfhörer-Anschluss sowie einer Line-in-/Mikrofon-Buchse ausgestattet. Der Vorteil an Letzterer: Mikrofonanschlüsse sind normalerweise nur monaural und für Impedanzen bis 600 Ohm ausgelegt. Dagegen lassen sich bei Line-in auch Stereosignale mit einer Impedanz von bis zu 50 kOhm einspeisen.

Für Einsteiger ist das Zoom H1 V2 ein empfehlenswertes Aufnahmegerät. Es nimmt Stereoton auf und bietet zahlreiche Einstellmöglichkeiten.
Vergrößern Für Einsteiger ist das Zoom H1 V2 ein empfehlenswertes Aufnahmegerät. Es nimmt Stereoton auf und bietet zahlreiche Einstellmöglichkeiten.

Beim Zoom H1 V2 können Sie also ein Mikrofon oder ein Gerät mit Line-Out wie eine Soundkarte über dieselbe Buchse ansteuern. Des Weiteren bietet das Gerät nützliche zuschaltbare Funktionen wie einen Low-Cut-Filter gegen tieffrequente Geräusche sowie „Auto Level“ zum automatischen Aussteuern der Aufnahme. Der größte Vorteil ist jedoch seine Kompaktheit. Das 87 Gramm leichte Stereo-Aufnahmegerät ist nur 13,5 Zentimeter lang, am Griff 3,5 Zentimeter breit und gut zwei Zentimeter dick. Alle Bedienelemente sind rund um den Griff angebracht, so dass Sie leicht Zugang dazu haben. Ein versehentliches Drücken verhindert die Tastensperre „Hold“. Das Zoom H1 V2 lässt sich horizontal und vertikal einsetzen, die beiden Mikrofone sind für die optimale Aufnahme entgegengesetzt angebracht. Nach dem Anschalten sehen Sie sofort den Pegel des rechten und linken Mikrofons. Die Aufnahme starten Sie dann über den rot markierten Knopf. Zur Widergabe stehen eigene Bedienelemente zur Verfügung. Natürlich können Sie eine Aufnahme auch direkt auf dem Gerät löschen.

Für Fortgeschrittene: Field Recorder und externes Mikrofon

Wer etwas höhere Ansprüche an die Audioqualität seiner Aufnahmen stellt, der sollte zu einem sogenannten Field Recorder greifen. Field Recorder haben ihre Bezeichnung daher, dass sie ursprünglich in der freien Natur (= field) zum Einsatz kamen, etwa um damit Vogelstimmen und andere Umgebungsgeräusche aufzuzeichnen. Mittlerweile meint man damit jedoch alle Geräte für den beruflichen Einsatz, beispielsweise auch bei Rundfunk, Film und Fernsehen. Wichtig ist dabei jedoch, dass Field Recorder keine eingebauten Mikrofone haben. Sie müssen hier also immer ein externes Mikrofon dazukaufen.

Neben dem fehlenden Mikrofon zeichnen sich Field Recorder durch die hochwertige Verarbeitung, ihre Robustheit und die unkomplizierte Bedienung aus: Solide Steckverbindungen, größere und gut lesbare Displays sowie besonders einfach zugängliche Bedienelemente müssen sich im Alltagseinsatz bewähren. Hinzu kommen bessere elektronische Bauteile, leistungsstärkere Mikrofone und Spezialfunktionen, die für den konkreten Einsatz wichtig sind, etwa ein Timecode für Filmschaffende, ein Stimmgerät oder ein Drum-Computer für den Einsatz im Musik-Business etc. Manche Modelle haben Mikrofon-Vorverstärker integriert und/oder lassen sich auch als USB-Audiointerface für den PC einsetzen.

Noch ein wichtiger Hinweis: Erkundigen Sie sich vor dem Kauf von Field Recorder und Mikrofon, ob der Recorder dem Mikro die nötige Versorgungsspannung bereitstellen kann oder ob dazu ein Zubehörteil nötig ist. Mehr zu Mikrofonen später.

Tipps zur Aufnahme: Aussteuern, Dateiformat und -größe

Kommen wir nun zur Aufnahme an sich. Möchten Sie sich nicht auf die „Auto Level“-Funktion zum automatischen Aussteuern Ihrer Aufnahme verlassen, müssen Sie den Aufnahmepegel des Recorders manuell aussteuern. Ziel ist es hier, den optimalen Signal-Rauschabstand zu finden, ohne dass es dabei zu Verzerrungen kommt. Die Grenze ist dabei 0 dB FS (FS = Full Scale) – versuchen Sie also, mit der Aufnahme darunter zu bleiben, sonst kann es zu Rauschen kommen. Ideal ist ein Bereich um die -12 dB FS, da haben Sie noch Luft nach oben.

Was das Dateiformat angeht, so bieten Ihnen die meisten Recorder WAV und MP3 in verschiedenen Qualitätsstufen an. Beim Zoom H1 V2 etwa stellen Sie via Schieberegler auf der Rückseite zwischen WAV und MP3 um und haben dann die Auswahl aus 44 kHz Auflösung/16 Bit Samplerate, 44 kHz/24 Bit, 48 kHz/ 16 Bit, 48 kHz/24 Bit, 96 kHz/16 Bit oder 96 kHz/24 Bit respektive 48, 56, 64, 80, 96, 112, 128, 160, 192, 224, 256 oder 320 kbps. Hier ist übrigens WAV aufgrund der besseren Audioqualität zu bevorzugen, es sei denn, Sie brauchen MP3 als Ausgabeformat. Ansonsten reicht die Einstellung 44 kHz / 24 Bit.

Übrigens: Dem Zoom H1 V2 liegt eine Micro-SD-Karte mit 2 GB bei. Das mag wenig erscheinen, allerdings formatieren mobile Recorder Speicherkarten mit FAT 16. Und da beträgt die maximal mögliche Dateigröße 2 GB. Möchten Sie mehr aufnehmen und eine größere Karte verwenden, zerteilt das Aufnahmegerät die Datei automatisch in 2-GB-Brocken. Außerdem sollten Sie bedenken, dass Sie auf eine 2-GB-Karte mit den empfohlenen 44 kHz / 24 Bit Platz für über zwei Stunden Aufnahme haben!

Tipp: Mit diesen Android-Apps hören Sie gratis Musik

Noch ein Wort zum externen Mikrofon: Egal, ob Sie damit einen Field Recorder bestücken möchten oder Ihnen das interne Mikro Ihrer All-in-One-Lösung nicht ausreicht: Ein gutes externes Stereomikrofon – oft wird ein Kleinmembran-Kondensatormikrofon empfohlen – erhöht die Soundqualität deutlich. Positionieren Sie es am besten etwa 30 Zentimeter vom Klangkorpus Ihres Instruments entfernt. Dort ist der Sound am gleichmäßigsten.

Um ein Mikrofon anzuschließen, besitzen die meisten tragbaren Recorder einen Mikrofonanschluss in 3,5-Millimeter-Klinken-Ausführung. Professionellere Geräte sind mit einem oder mehreren XLR-Buchsen ausgestattet. Allerdings geht die Erweiterung auf Kosten der Mobilität, und ein zusätzliches Kabel kann für Störgeräusche sorgen.

Sonderlösungen: Tonabnehmer, Audiointerface und Looper

Vor allem bei Saiteninstrumenten ist ein Tonabnehmer eine Alternative zu einem Mikrofon. Ein Tonabnehmer wandelt mechanische Schwingungen in elektrische Spannung um, die wiederum verstärkt als akustische Signale wahrgenommen wird. Ist der Tonabnehmer mit einer Soundkarte oder einem Audiointerface verbunden, können Sie die akustischen Signale aufzeichnen. Gitarren sind beispielsweise oft mit einem so genannten Piezo-Pickup ausgestattet, einem Tonabnehmer, den Sie per Klinkenkabel mit dem Aufnahmegerät verbinden. Für Streichinstrumente wie Geigen oder Violas gibt es Tonabnehmer zum Nachrüsten.

Für Streichinstrumente gibt es spezielle Tonabnehmer, die auf unterschiedliche Weise angebracht werden können. Hier im Bild: ein NFX-V Violin Pickup.
Vergrößern Für Streichinstrumente gibt es spezielle Tonabnehmer, die auf unterschiedliche Weise angebracht werden können. Hier im Bild: ein NFX-V Violin Pickup.

Möchten Sie einen Tonabnehmer einsetzen, empfehlen wir Ihnen als Zubehör eine externe Soundkarte mit Mikrofonvorverstärker für Ihren PC. Sie kommt meist bereits mit Audio-Software zum Bearbeiten und Abmischen Ihrer Aufnahmen. Achten Sie hier nur darauf, dass das Anschlusskabel zum PC lang genug ist, um Störgeräusche zu vermeiden. Alternativ können Sie auch ein externes USB-Audiointerface mit Line-In-Anschluss verwenden.

Eine besondere Art von Aufnahmegerät ist der Looper, den Sie zwischen Ihr Instrument und einen Verstärker schalten. Ein Looper zeichnet eine eingespielte Sequenz auf und spielt sie als „Loop“ ab, also als Endlosschlaufe. Über einen Fußschalter können Sie weitere Sequenzen hinzufügen (Overdubs) und so ganze Jamsessions mit sich selbst veranstalten. Looper beginnen in einfacher Ausführung und begrenzten Overdubs bei etwa 100 Euro. Bühnentaugliche Ausführungen mit mehr Funktionen gehen bis 600 Euro. Einen visuellen Eindruck davon, wie ein Looper funktioniert, bekommen Sie beispielsweise beim Video von Stargeiger David Garrett und seiner Version des Coldplay-Songs „ Viva la Vida “.

Video: Diese Glühbirne kann Musik abspielen

Aufnahme 2.0: Mobilgerät mit Ansteckmikrofon

Eine weitere Alternative, Musik unkompliziert aufzuzeichnen, bilden Mobilgeräte. So gibt es für Smartphones und Tablets Zubehör, das Sie direkt anschließen können. Über die dazugehörigen Apps steuern Sie die Aufnahme. Ein wichtiger Anbieter auf diesem Gebiet ist IK Multimedia, die vor allem mit ihrem iRig Mic Cast für’s iPhone (35 Euro) für Furore sorgen.

IK Multimedia hat verschiedene Aufnahmelösungen für iOS und Android im Sortiment. Im Bild: das iRig Mic Cast für’s iPhone.
Vergrößern IK Multimedia hat verschiedene Aufnahmelösungen für iOS und Android im Sortiment. Im Bild: das iRig Mic Cast für’s iPhone.

Das nur wenige Zentimeter große Gerät kommt an die Kopfhörerbuchse des Smartphones und bietet einen kleinen Schieberegler zum Einstellen der Empfindlichkeit. Die Weiterentwicklung, das iRig Mic Field (89 Euro) mit Lightning-Anschluss, enthält einen 24-Bit-Digitalwandler für eine Sampling-Rate von 44.1/48 kHz und einen HD-Vorverstärker mit Rauschunterdrückung. Auch für Android geeignet ist dagegen das iRig Mic Studio (175 Euro) mit 1-Zoll-Mikrofon und Kopfhöreranschluss. Sie verbinden es per Lightning (iPhone) oder Micro-USB OTG (Android) mit Ihrem Smartphone. Speziell für Gitarren ist das iRig 2 für 39 Euro konzipiert. Es hängt zwischen Ihrer Gitarre und dem Smartphone.

Workshop: Musik mit Audacity schneiden und bearbeiten

Unsere Aufzeichnung enthält drei kurze, mehrfach wiederholte Violinstücke, die wir nicht speziell markiert haben. Unser Ziel wird es also sein, die jeweils beste Version zu finden beziehungsweise zusammenzuschneiden und dann die Stücke als einzelne Dateien zu exportieren, um sie beispielsweise auf CD zu brennen. Als Software nehmen wir dazu das kostenlose Programm Audacity .

Musik in Audacity laden: Der erste Schritt für die Audiobearbeitung ist, den Track auf Ihren PC zu bekommen. Im Fall des Zoom H1 V2 können Sie dies per Micro-USB-Kabel oder einen Kartenleser machen. Starten Sie dann Audacity, und laden Sie Ihre Audiodatei über „Datei, Öffnen“. Da wir mit dem Zoom-Recorder Stereo aufgezeichnet haben, erscheinen zwei identische Tonspuren im Hauptfenster. Darüber befinden sich die bekannten Bedienelemente zum Pausieren, Starten und Beenden der Wiedergabe.

Tondatei trennen: Starten Sie die Wiedergabe, und aktivieren Sie das Auswahlwerkzeug schräg rechts oberhalb des Aufnahmeknopfes. Die Lautstärke passen Sie über Schieberegler an, die Anzeige der Tonspuren (ganzes Projekt oder nur Auswahl) mit den Lupensymbolen rechts neben den Plus-/Minus-Lupen zur Größenanpassung. Ist Ihre Aufzeichnung nicht zu lang, empfehlen wir die Projektansicht, da Sie dann die Übergänge zwischen den Stücken leicht finden – die Pausen ergeben eine „Flatline“ zwischen den Pegelausschlägen.

Haben Sie den ersten Übergang identifiziert, markieren Sie den Bereich vom Start an mit der Maus wie von einer Textverarbeitung gewohnt. Klicken Sie nun auf „Bearbeiten, Tondateibegrenzungen, Tondatei trennen“. Wiederholen Sie den Vorgang so lange, bis jedes Stück eine eigene Tondatei ist. Achtung: Sie können die Tonspur nur bearbeiten, wenn die Wiedergabe gestoppt ist (Stop-Symbol ausgegraut). Im Pause-Modus (Stop-Symbol gelb) ist dies nicht möglich! Die Trennung der Tondatei können Sie ganz einfach rückgängig machen, indem Sie auf die graue Trennlinie klicken.

Musikstücke schneiden: In unserem Beispiel wollen wir zwei Liederhälften innerhalb einer Tondatei zusammenfügen. Vergrößern Sie als erstes die Ansicht, bis die Tondatei gut zu sehen ist. Schneiden Sie als nächstes die nicht verwendeten Liedteile am Anfang und am Ende der Tondatei weg. Markieren Sie dazu den Part, den Sie löschen wollen und klicken dann auf „Bearbeiten, Löschen“. Achtung, die Wiedergabe muss auch hier wieder gestoppt sein (siehe oben)! Der folgende Teil der Tonspur fügt sich automatisch an.

Mit der kostenlosen PC-Software Audacity können Sie Ihre digitalisierte Musik ganz einfach schneiden und bearbeiten. Die Bedienung ist relativ intuitiv.
Vergrößern Mit der kostenlosen PC-Software Audacity können Sie Ihre digitalisierte Musik ganz einfach schneiden und bearbeiten. Die Bedienung ist relativ intuitiv.

Dateien exportieren: Um die Stücke als einzelne Dateien exportieren zu können, müssen Sie zuerst Schnittmarken setzen. Dies können Sie mit der Tastenkombination Strg-B an der jeweiligen Stelle tun. Geben Sie statt des „S“ den Namen der einzelnen Lieder an. Falls Sie vergessen sollten, eine Schnittmarke am Anfang zu setzen oder die Bezeichnungen zu vergeben, so lässt sich beides auch später noch nachholen. Bei mehreren Dateiexporten könnte es jedoch unübersichtlich werden.

Um den Export anzustoßen, klicken Sie auf „Datei, Mehrere Dateien exportieren“. Hier können Sie das Dateiformat und den Ausgabeordner wählen. Beachten Sie hier, dass MP3-Dateien eine Lizenz voraussetzen, die in Audacity nicht enthalten ist!

Sind Sie mit der Bearbeitung Ihrer Musik fertig, können Sie die Datei in verschiedene Formate exportieren. Einzelne Stücke trennen Sie mit Schnittmarken.
Vergrößern Sind Sie mit der Bearbeitung Ihrer Musik fertig, können Sie die Datei in verschiedene Formate exportieren. Einzelne Stücke trennen Sie mit Schnittmarken.

Um die Startmarke zu setzen, setzen Sie das Häkchen vor „Audiodaten vor der ersten Textmarke mit einschließen“. Klicken Sie anschließend auf „Exportieren“. Sie bekommen nun nach und nach für jeden Titel ein Fenster mit den Metadaten, in das Sie – falls nicht bereits geschehen – den Namen des Songs und weitere Angaben eintragen können. Nach dem Export finden Sie die einzelnen Dateien im von Ihnen definierten Ordner.

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Filter und Effekte: Musik mit Audacity aufpeppen

Neben den grundlegenden Funktionen wie Schneiden, Kopieren und Löschen ist Audacity auch mit einer ganzen Reihe an Effekten, Filtern und anderen Bearbeitungsmöglichkeiten ausgestattet, mit denen Sie Ihre Musik optimieren und verschönern können.

Mit „Stille entfernen“ löschen Sie zum Beispiel zu lange Pausen. Möchten Sie die Dynamik ausgleichen, hilft „Kompressor“. Mit dem „Equalizer“ rücken Sie das Klangspektrum gerade, außerdem können Sie die „Tonhöhe ändern“ und auch das Tempo anpassen. Möchten Sie Ihre Aufnahme dagegen nur etwas aufhübschen, können Sie ihr etwa einen „Hall“ oder ein „Tremolo“ hinzufügen. Bedenken Sie jedoch, dass ein zu starker Effekt auch künstlich und übertrieben wirken kann.

Übersicht: Software-Tipps zur Aufnahme von Musik

Name

Beschreibung

System

Sprache

Audacity

Multitrack-Aufnahme mit vielen Effekten

Kostenlos

Windows Vista, 7, 8

Deutsch

Jokosher

Multitrack-Aufnahme für Podcasts

Open Source

Windows Vista, 7, 8

Deutsch

Muse

Audio-Sequenzer mit Aufnahmefunktion

Open Source

Linux

Englisch

Reaper

Multitrack-Aufnahme mit Editing-, Mixing-und Mastering-Funktionen

60-Tage-Trial, danach 60 Dollar

Windows Vista, 7, 8, 10

Deutsch

Renoise

Tracker-basierter, leistungsorientierter Sampler-und Phrase-Sequenzer

Eingeschränkte Trial-version, 80 Euro

Windows Vista, 7, 8

Englisch

Rosegarden

Bearbeitungs-und Komponier-Tool auf Basis eines Midi-Sequenzers

Open Source

Linux

Deutsch

Steinberg Cubase Elements

Instrumente und Effekte zum Aufnehmen, Komponieren und Mixen

30-Tage-Testversion, danach 99,99 Euro

Windows 7, 8

Deutsch

Steinberg Wavelab Elements

Für Editing, Mastering, Audiorestauration und Podcasting; automatisierte Stapelbearbeitung per Drag-and-Drop möglich

30-Tage-Testversion, danach 99,99 Euro

Windows 7, 8

Deutsch

Tracktion

Cross-Plattform-Software für Multitrack-Aufnahmen

Version 4 kostenlos, Version 6 60 Dollar

Windows Vista, 7, 8, 10

Englisch

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