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Spotify, Apple Music, Web-Radios

Kostenlos online Musik hören, streamen & downloaden

27.12.2015 | 13:23 Uhr |

Wir verraten, wie Sie legal, gratis und schnell an MP3s kommen. Und was Ihnen Streaming-Flatrates für Ihr Geld bieten.

Erinnern Sie sich noch an die gute alte Musik-CD? Rund 700 MB boten knapp 80 Minuten Musik. Dann war ein Scheibenwechsel angesagt. Bei aller romantischen Verklärung  - diese Zeiten sind zum Glück vorbei. Längst regiert das MP3 die Musik-Sammlung. Moderne Festplatten bieten Platz für tagelangen Musik-Genuss ohne Unterbrechung. Doch wie kommt das MP3 auf den Rechner oder gleich auf die Anlage - und das bestenfalls kostenlos? Dem Musik-Fan mit Internet-Anschluss bieten sich hier zwei Möglichkeiten: Download und Streaming. Beide haben Vor- und Nachteile.

Musik-Download statt Streaming – das sind die Vorteile

Wer seine Songs als MP3 auf der Festplatte liegen hat, ist flexibel. Streaming-User gucken in die Röhre, wenn der Internetzugang streikt. Und das MP3 können Sie – im Rahmen der Lizenzbestimmungen – kopieren und an mehreren Orten gleichzeitig hören. Bei den gängigen Streaming-Flatrates darf immer nur ein User gleichzeitig eingeloggt sein. Dreht der Vater musikhörend seine Jogging-Runde, kann der Sohn daheim nicht über den gleichen Streaming-Account Musik hören. Er bräuchte einen separaten Zugang – und das kostet extra. Wer das MP3 auf der Platte liegen hat, kennt das Problem nicht. Ein vielzitierter Vorteil vom Streaming gegenüber dem MP3-Download - die große Musik-Auswahl - hat übrigens einen Haken: Wer einen Streaming-Dienst nutzt und seine mobile Datenflatrate schonen will, kann sich für den Ausflug zwar eine Auswahl an Songs im WLAN vorpuffern lassen – hat aber dann auch nur eine eingeschränkte Auswahl unterwegs.

Musik-Streaming - für wen ist es die perfekte Lösung?

Musik-Streamer müssen sich keine Gedanken um lästige Backups machen. Oder um das aufwändige Sortieren und Vertaggen von Songs. Das erledigen alles die Anbieter der Streaming-Dienste für Sie. Außerdem haben Sie im Stream von Anfang an eine gewaltige Auswahl von Songs. Keine private MP3-Sammlung dürfte so umfangreich sein wie die Sammlungen der bekannten Streaming-Dienste. Und über Empfehlungen schlagen Ihnen die Streaming-Anbieter auf Wunsch ständig neue Musik vor, die Ihnen gefallen dürfte. Viele Streaming-Dienste bieten zudem soziale Funktionen: Sie dürfen Freunden folgen oder Ihre Lieblingssongs mit wenigen Klicks über soziale Netzwerke teilen. Streaming-Dienste sind also besonders bequem und perfekt geeignet für alle, die neugierig auf neue Musik sind.

Egal ob Download oder Streaming: Im Folgenden verraten wir, wie Sie möglichst schnell, legal und teils kostenlos online an Musik kommen.

MP3s kostenlos herunterladen

Gratis-Downloads von MP3s aus dem Internet müssen nicht illegal sein. Von Tauschbörsen und zweifelhaften Seiten sollten Sie zwar die Finger lassen, doch gibt es im Internet genug seriöse Portale, die legal MP3s zum Download anbieten. Zum Beispiel Jamendo.com . Die Plattform bietet weniger bekannten Künstlern eine Bühne. Über 400.000 Titel können Sie bei Jamendo herunterladen – und dafür benötigen Sie nicht einmal einen Account. Der Clou ist aber: Die Musik darf nicht nur für den Privatgebrauch gratis heruntergeladen werden. Unter bestimmten Voraussetzungen dürfen Sie die MP3s sogar kopieren, verbreiten, bewerben und vorführen (also etwa auch für Ihr privates Youtube-Video als Hintergrund-Musik nehmen – einige Künstler bieten ihre Musik explizit als gemafreie Downloads an). Diese Voraussetzungen erfahren Sie beim Download des jeweiligen MP3s in den CC-Bestimmungen (CC steht für „Creative Commons“ und bezeichnet den Lizenz-Typ). Ein Beispiel: Der Künstler will genannt werden und behält sich die kommerzielle Nutzung vor. Dafür dürfen Sie den Song herunterladen und im privaten Rahmen beliebig verwenden. Weitere gemafreie Musik gibt es beispielsweise unter musicfox.com – allerdings nicht kostenfrei.

© iStockphoto.com/DNY59

Musik-Downloads aus dem Internet. Was ist verboten? Was ist erlaubt?

Wir haben einen Rechtsanwalt gefragt.

Auch auf der Seite mp3.com gibt es – für den privaten Gebrauch – kostenfreie Musik zum Download. Im Reiter „Free Music“ finden Sie diese nach Genres sortiert vor. Der Download erfolgt auch hier ohne dass man einen Account anlegen muss. Der Nachteil: Sie sind auf wenig bis gar nicht bekannte Titel beschränkt. Nicht zuletzt gibt es auch bei last.fm – die Seite ist eigentlich als Internet-Radio bekannt – versteckt kostenlose MP3-Downloads. Unter www.lastfm.de/music/+free-music-downloads finden Sie diverse Titel sortiert nach Genres. Bei Google Play gibt es ebenfalls eine (sehr) kleine Gratis-Abteilung für MP3s.

iTunes - 43 Millionen Lieder kopierschutzfrei zum Download

Klassiker: iTunes von Apple
Vergrößern Klassiker: iTunes von Apple

Wer große Namen und bekannte Musik ganz legal herunterladen will, muss in der Regel aber für den Download bezahlen. Ein Klassiker für bezahlpflichtige Downloads ist das kostenlose PC-Programm iTunes von Apple . Über das Programm gelangen Sie nicht nur in den MP3-Store mit seinem üppigen Angebot von 43 Millionen Songs, sondern verwalten auch Ihre Musik-Sammlung. Zusätzlich hören Sie damit bei Bedarf Internet-Radio oder übertragen Ihre Musik vom Rechner auf die HiFi-Anlage. Die Genius-Funktion findet Lieder in Ihrer Bibliothek, die gut zusammenpassen sollen und kreiert daraus automatisch genrebasierte Mixe. Alle Titel im iTunes Store sind frei von Kopierschutzmaßnahmen. Übliche Preise für einzelne Songs liegen bei 99 Cent. Sie können jedoch auch 69 Cent oder 1,29 Euro kosten. Alben kosten oft 10 oder 12 Euro. Eine Auswahl der Songs dürfen Sie vor dem Kauf in einer 90-Sekunden-Vorschau gratis hören. Bezahlt wird via Kreditkarte, PayPal, ClickandBuy oder iTunes Karte. Letztere ist eine Prepaid-Karten, die Sie in den meisten Supermarkten erhalten. Für 24,99 Euro im Jahr extra dürfen Sie Ihre gesamte Musik-Sammlung in die iTunes-Cloud laden und dann mit allen Geräten von überall per Internet darauf zugreifen. Kostenlos hingegen ist die Familienfreigabe: Sie dürfen bis zu fünf Mitglieder Ihrer Familie angeben und diese dürfen Ihre Einkäufe kostenfrei ebenfalls hören.

Google Play Music - gratis 50.000 Songs hochladen

Google Play Music; Übersichtlich und komplett deutsch
Vergrößern Google Play Music; Übersichtlich und komplett deutsch

Der vergleichsweise junge Konkurrent Google Play Music hat über 20 Millionen Songs im Angebot. Alternativ bietet er auch eine Streaming-Flatrate an – worauf wir weiter unten im Text eingehen. Ähnlich wie bei iTunes dürfen Sie Ihre Musiksammlung online hochladen, um sie dann auf jedem Gerät parat zu haben – Google beschränkt die Anzahl der Songs, die Sie hochladen dürfen, auf maximal 50.000. Dieser Service ist kostenlos, wohlgemerkt. Vor dem Kauf dürfen Sie probehören. Die Kosten einzelner MP3s liegen meist bei 1,29 Euro, es gibt auch Stücke für 99 und für 69 Cent. Die Kosten für Alben schwanken stark und liegen zwischen 2 Euro und knapp 10 Euro. Bezahlt wird über den Google-Play-Account, also mit Kreditkarte, Guthabenkarte oder über die Telefonrechnung.

MP3s bei Amazon herunterladen

Musik-Downloads bei Amazon: Nicht unbedingt der hübscheste Store
Vergrößern Musik-Downloads bei Amazon: Nicht unbedingt der hübscheste Store

Auch Amazon ist im MP3-Geschäft rege tätig. Für einzelne Titel werden zumeist 1,29 Euro fällig. Einige Downloads kosten aber nur 69 oder 79 Cent. Alben kosten zwischen 4 und 13 Euro. Auch bei Amazon dürfen Sie eigene Songs in Ihre private Cloud laden – allerdings nur magere 250. Ihre Einkäufe bei Amazon Music werden aber nicht auf die 250 angerechnet. Für 24,99 Euro im Jahr können Sie deutlich mehr Lieder hochladen, nämlich bis zu 250.000. Die hochgeladenen Lieder hören Sie dann überall via Smartphone-App, Browser, Sonos-Anlage oder im BMW & Mini – Internetzugang vorausgesetzt. Interessantes Feature: Wer eine mit „AutoRip“ gekennzeichnete CD oder Schallplatte bei Amazon.de kauft, bekommt die MP3s davon automatisch in seine Amazon-Cloud gelegt. Die Funktion ist auch für bereits früher einmal gekaufte Datenträger gültig. Ein Blick in Ihren Amazon-Account offenbart Ihnen vielleicht eine positive Überraschung .

Zwischen-Fazit: Binden Sie sich nicht nur an einen MP3-Anbieter. Vergleichen Sie vor dem Kauf die Kosten für einzelne Songs und für komplette Alben.

Video: Musik & Filme legal kopieren - so geht's

Streaming-Flatrates im Vergleich

Spätestens mit Spotify sind Musik-Abos im Stream salonfähig geworden. Mittlerweile gibt es zahlreiche Musik-Streaming-Anbieter, der Markt ist schwer zu überblicken. Anfangs war ein Facebook-Account noch Pflicht für die Anmeldung – diese Zeiten sind aber längst passé. In keiner der Flatrates, die wir hier für Sie vergleichen, ist ein Facebook-Account notwendig. Wer will, kann sich darüber anmelden, muss es aber nicht. Spotify, Google Play Music und eine Handvoll weiterer Anbieter haben einige „Social Features“ integriert. Soll heißen: Sie können Freunden folgen, um deren Musikgeschmack zu sehen, und Songs in sozialen Netzwerken teilen. Wir haben uns im Folgenden aber mehr auf die Kernfunktionen der Streaming-Flatrates konzentriert. Die Links zu den einzelnen Anbietern finden Sie in der folgenden Tabelle, die wir der Übersicht halber zweigeteilt haben. Preise und Gratis-Versionen folgen weiter unten im Text.

Songs

Import eigener MP3s

Stream ins Auto

Unterstützung für Soundystem & TV

App:
Android/ iOS/
Windows-
Phone

PC- Software

App für Konsole

Spotify

30 Mio.

ja

Parrot, BMW, Volvo, Mini, Carplay

Argon, Bang & Olufsen, Bose, Denon, Fon, LG, Libratone, Logitech, Marantz, NAD, Nocs, Onkyo, Panasonic, Philips, Pinoneer, Revo, Sonos, Sony, Teufel, Yamaha, Clint

ja/ja/ja

Download

PS3 & 4

Amazon Prime Music

1 Mio.

ja

BMW, Mini  

Sonos, Fire TV, Fire TV Stick

ja/ja/nein

Download

-

Google Play

20 Mio.

ja

-

Chromecast, Sonos

ja/ja/nein

Download

-

Apple Music

30 Mio.

ja  

CarPlay

Apple TV, Denon, Marantz, Onkyo, Pioneer, Raumfeld, Sonos, Teufel, Yamaha

ja/ja/nein

Download

 

-

Napster

30 Mio.

nein

BMW, Mini, Audi

Sonos, Yamaha, LG, Raumfeld, Logitech, Control4

ja/ja/ja

Download

Xbox 360


Aldi Life

30 Mio.

nein

BMW, Mini, Audi

Sonos, Yamaha, LG, Raumfeld, Logitech, Control4

ja/ja/ja

Download



 

-

Deezer

30 Mio.

ja

Parrot, BMW, Mini, Clarion

Rocki, Bang & Olufsen, Devialet, LG, Harman Kardon, Bose, Samsung, Sonos, Heos, Sony, Onkyo, Nuvo, Bluesound, Cabasse, Simple Audio, Philips, Jawbone, Logitech, Chromecast, Toshiba, Western Digital, Panasonic, Netrange

ja/ja/ja

Download (Beta)

-

Wimp / Tidal

25 Mio.

nein

-

Bluesound, Sonos, Raumfeld, Hifi Akademie, Electrocompaniet, Bladelius, Apple TV, Squeezebox, Linn, Auralic, Mirage, Amarra, McIntosh, Wadia, Meridian, Lode

ja/ja/nein

-

-

Soundcloud

k.A.

ja

-

-

ja/ja/nein

-

-

Juke

30 Mio.

nein

-

Sonos, Philips, AirPlay

ja/ja/nein

-

-

Mit 20 bis 30 Millionen Songs bieten die meisten Streaming-Dienste aberwitzig viel Musik. Darin enthalten sind bei den meisten Anbietern übrigens auch Hörbücher. Soundcloud hat zusätzlich Podcasts im Angebot. Und die Hälfte der Anbieter erlaubt es außerdem noch, dass Sie eigene Musik hinzufügen. Das bedeutet im Klartext: Sie dürfen MP3s aus der eigenen Sammlung in die Cloud des Anbieters hochladen und so Ihre Playlists mit Titeln anreichern, die Ihnen besonders wichtig sind, die aber vielleicht nicht im Angebot des Dienstes integriert sind. Leider pflegen nicht alle Flatrate-Anbieter ihre Seiten auch in deutscher Sprache. Google Play tut sich mit einem Hilfe-Bereich durchwegs auf Deutsch positiv hervor.

Android, iPhone & BMW – diese Player werden unterstützt

Interessant wird es eigentlich erst, wenn es um die Abspielmöglichkeiten aus der Streaming-Cloud geht. Jede der Flatrates erlaubt es Ihnen, die Musik in Ihrem PC-Browser wiederzugeben. Das ist absoluter Standard. Darüber hinaus hat jeder Anbieter eine Android- und eine iOS-App in Petto. Windows-Phone-Nutzer sind da ein bisschen eingeschränkter: Nur Spotify, Napster/Aldi Life und Deezer kommen mit einer solchen App. Wer die Musik aus irgendwelchen Gründen nicht im Browser, sondern in einem eigens geschriebenen Windows-Programm hören mag, greift zu Spotify, Napster/Aldi Life, Deezer, Apple Music oder Amazon Prime Music. Komplexer wird es, wenn Sie das Streaming-Angebot auch auf Ihrer Anlage im Wohnzimmer oder gar im Auto hören wollen (ohne Zuhilfenahme Ihres Smartphones). In unserer Tabelle listen wir die wichtigsten Marken auf, die von den jeweiligen Streaming-Diensten unterstützt werden. Ein Beispiel: Nicht wenige streamen die Musik auf Wunsch auf ausgewählte Sonos-Anlagen (siehe Test: Sonos Play:1 ). Dazu kooperieren die Musik-Flatrates mit den Hardware-Herstellern und implementieren beispielsweise eigene Apps. Wie Sie Ihren Streaming-Account konkret auf Ihre Anlage oder in Ihr Auto bringen, entnehmen Sie am besten der Bedienungsanleitung Ihrer Anlage oder dem Support-Bereich des Streaming-Anbieters. Dort finden Sie auch die genauen Gerätebezeichnungen, die unterstützt werden. Da die Anbieter immer mal wieder neue Geräte in die Liste der unterstützten aufnehmen, lohnt sich ein Blick ab und an in den Support-Bereich Ihres bevorzugten Streaming-Anbieters. Ganz besonders zu empfehlen ist dieser Blick aber, wenn Sie vor der Entscheidung stehen, welche Musik-Flatrate es sein darf UND wenn Sie bereits einen potentiellen Abspieler im Wohnzimmer oder der Garage stehen haben, also neben PC, Smartphone oder Tablet.

© Sonos

Unterstützt Spotify und diverse andere Musik-Flatrates: Sonos Play:5.

Sonos Play:5: Hier geht es zum PC-WELT-Preisvergleich .

Musik-Flatrates: Die Kosten im Vergleich

Kostenlose Version?

Preis/Monat

Preisnachlässe?

Probeabo

Zahlungsoptionen

Spotify

Spotify Free (Werbung, max. 6 Songs überspringen pro Stunde auf dem Handy, schlechtere Qualität, kein Offline-Modus)

9,99 Euro

50% Rabatt für Studenten

30 Tage

Rechnung, Paypal, Paysafecard, Kreditkarte

Amazon Prime Music

-

49 Euro / Jahr

50% Rabatt für Studenten  

30 Tage

Rechnung, Kreditkarte, Lastschriftverfahren  

Google Play

-

9,99 Euro

-

30 Tage

Über Google Play Store

Apple Music

Kostenlose Mitgliedschaft (nur Beats 1 Radio und Künstlerseiten)

9,99 Euro

14,99 Euro Familiebabo bis zu 6 Personen

90 Tage

Kreditkarte

Napster

-

9,95 Euro

7,95 Euro reine Browser-Version

30 Tage

Paypal, Kreditkarte

Aldi Life

-

7,99 Euro  

-

30 Tage

Paypal, Kreditkarte, Aldi-Life-Guthaben-Bon  

Deezer

Deezer Gratis (Werbung, kein Offline-Modus, kein Import eigener MP3s, schlechtere Qualität)

9,99 Euro

-

30 Tage

Paypal, Kreditkarte

Wimp / Tidal

-

9,99 Euro (Hi-Fi: 19,99 Euro)

-

30 Tage

Paypal, Kreditkarte

Soundcloud

-

gratis

-

-

-

Juke

-

9,99 Euro

-

30 Tage

Paypal, Kreditkarte

Eine weitere spannende Frage: Was kostet der Spaß? Nur auf den ersten Blick nämlich kosten alle Anbieter 9,99 Euro im Monat (mit Ausnahme von Amazon Prime Music und Aldi Life). Auf den zweiten Blick wird klar: Es geht unter bestimmten Voraussetzungen auch für die Hälfte. So bekommen etwa Studenten Rabatt bei Spotify und Prime Music. Bezahlt wird per Kreditkarte. Die meisten Flatrates dürfen aber auch mit alternativen Methoden bezahlt werden, etwa PayPal. Eine weitere Möglichkeit, die wir in der Tabelle aus Platzgründen nicht extra erwähnen wollen: Die Flatrate-Anbieter verkaufen in der Regel auch Gutscheine. Diese sind zwar in erster Linie dazu gedacht, um verschenkt zu werden. Sie können aber auch für sich selbst verwendet werden, um die eigene Streaming-Flatrate zu bezahlen. Und da die Gutscheine mit diversen Bezahl-Optionen eingekauft werden können, benötigen Sie weder Kreditkarte noch PayPal dafür.
Auch Napster lockt mit deftigen Preisnachlässen, wenn Sie sich für die reine Browser-Version ihres Angebots entscheiden. Das bedeutet, dass Sie allerdings keinen Zugriff über Apps – und damit auch nicht auf einen Offline-Modus haben. Preislich toppen kann das nur noch Aldi Life, die sich das Napster-Angebot eingekauft haben, es aber mit nur 7,99 Euro im Monat günstiger anbieten  als Napster selbst.

Streaming-Flatrates: Der Offline-Modus

Alle Streaming-Anbieter haben einen Offline-Modus im Gepäck. Dank diesem können Sie auf Reisen (etwa im Flieger, wo das Handy im Flugzeugmodus betrieben werden muss) oder auch einfach nur in Gebieten ohne schnellen, mobilen Internetzugang trotzdem Musik hören. Sie wählen vorab aus – etwa über Ihre Favoriten-Wahl – welche Titel künftig auch ohne Internetzugang wiedergegeben werden sollen und laden diese damit auf den Speicher Ihres Smartphones oder Tablets. Je nach Flatrate-Anbieter ist diese Offline-Auswahl begrenzt. Mit einigen tausend Liedern aber für gewöhnlich nicht zu knapp. Den Offline-Modus gibt es nur über die Smartphone- oder Tablet-Apps. Am Browser des Notebooks oder Desktop-Rechners funktioniert er nicht.

Apple Music - Apple bläst zum Angriff

Apple Music macht Vorschläge die auf Ihrem Musikgeschmack basieren.
Vergrößern Apple Music macht Vorschläge die auf Ihrem Musikgeschmack basieren.

Ein recht neuer Player im Geschäft ist Apple. Der möchte der Konkurrenz das Fürchten lehren. Durch den Einkauf von Beats und deren Streaming-Plattform „Beats Music“ war schnell klar, dass „Beats Music“ für Apple die Tür zur Streaming-Welt öffnen wird. So kam es dann auch: „Beats Music“ wird komplett im neu geschaffenen „Apple Music“ aufgehen. Und dass Apple es ernst meint, wurde sogar mit der Ankündigung einer „Apple Music“-App für Android nochmals unterstrichen - ein Novum für Apple. Ein kleines Beats-Fähnlein wird aber weiterhin auch in „Apple Music“ wehen - für die neue Streaming-Plattform wurde extra der Radio-Sender „Beats 1“ gegründet, der rund um die Uhr hochwertige Unterhaltung mit bekannten Größen aus der Musikwelt und Top-Moderatoren bietet. Preislich liegt das Einzel-Abo bei 9,99 Euro betragen. Deutlich günstiger ist das Apple-Familien-Abo, hier kann eine Familie (maximal 6 Personen) für 14,99 Euro im Monat Geld sparen. Zudem lässt sich das Angebot drei Monate kostenlos testen.

Youtube Music - bleibt vorerst den USA vorbehalten

Mit Youtube Music hat Google einen neuen Dienst samt App speziell für Musik und Musikvideos veröffentlicht. Derzeit gibt es Youtube Music aber nur für iOS- sowie Android-Nutzer aus den USA. Abonniert werden soll Youtube Music über Youtube Red. Wann und ob der Dienst jemals seinen Weg nach Deutschland finden wird, lässt sich derzeit nicht sagen.

Gratis-Flatrate: Musik hören ohne zu zahlen

Die meisten der zehn Streaming-Dienste locken mit einer mehrtägigen kostenlosen Testphase. Diese verlängert sich bei Nicht-Kündigung und wird zu einem bezahlpflichtigen Modell, das Sie monatlich kündigen können. Wem das nicht behagt, der kann bei Spotify und Deezer auch auf eine dauerhafte Gratis-Option wechseln und das Angebot so in Ruhe durchhören. Oder sich vielleicht sogar dauerhaft mit der Gratis-Flatrate begnügen und bares Geld sparen. Einige Einschränkungen gibt es aber für Gratis-Hörer. Sie müssen zum einen Werbung ertragen, ähnlich wie Radio-Hörer. Außerdem gibt es keinen Offline-Modus und die Qualität ist etwas schlechter als bei der Bezahl-Variante. Hinzu kommen Anbieter-spezifische Einschränkungen, die Sie am besten unserer Tabelle entnehmen.

© Philips

Nur ganz wenige Stereoanlagen spielen Musik von Streaming-Diensten direkt ab. PC-WELT verrät, wie Sie die Songs aus der Wolke trotzdem im Wohnzimmer hören.

Kostenlos Web-Radio hören

Neben dem Download und der Streaming-Flatrate gibt es noch eine populäre Art, Musik im Internet zu hören: das Web-Radio. Das starten Sie am einfachsten über den Browser über die Sender-Homepage Ihres Lieblingssenders. Alternativ bedienen Sie sich einer Meta-Seite für Radios, etwa radio.de . Die Webseite listet tausende von Sendern aus aller Welt auf, bringt vor dem Abspielen des Streams aber eigene Werbung. Im Folgenden listen wir einige beliebte Sender aus Deutschland auf:

Tipp: Sie können aber auch ganz bequem mit Freeware Radio auf Ihrem PC hören. Etwa mit dem Programm TapinRadio . Dort können Sie eigene Radio-Stationen eingeben oder aus einer Liste bereits eingestellter Sender wählen. Besonders praktisch: Die Aufnahme-Funktion. Damit erweitern Sie flott Ihre eigene MP3-Sammlung. Selbst wenn Sie erst mitten im Lied merken, dass es Ihnen gut gefällt und erst dann auf Aufnahme drücken, landet das komplette Lied auf Ihrer Festplatte.

Mit diesen Android-Apps hören Sie gratis Musik

Neben all den hier genannten Möglichkeiten, Musik aus dem Internet zu hören, gibt es eine weitere gigantische MP3-Quelle: Youtube. Auf der nächsten Seite erfahren Sie, wie Sie diese bequem und kostenlos anzapfen.

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