Das für private Nutzung kostenlose Multiproxy bietet keine Proxy-Updates und ist umständlich zu bedienen.
Bedienung: Multiproxy ist extrem schlank und belegt auch nur wenig Systemressourcen. Die Installation läuft problemlos ab. Verwirrend ist allein die Frage, ob man eine vorhergehende Version entfernen möchte, auch wenn gar keine installiert ist. Wie man hier antwortet, ist egal.
Um die Konfiguration seines Internet-Browsers muss sich der Anwender selbst kümmern, indem er als Proxy-Server die IP-Nummer 127.0.0.1 mit dem Port 8088 einträgt. Beendet der Anwender Multiproxy, muss er selbst daran denken, auch den Eintrag im Browser zu entfernen – sonst lässt sich keine Website aufrufen.
Zusatzfunktionen: Multiproxy bietet keine weitergehenden Schutzfunktionen.
Sicherheit: Bei jedem Start überprüft Multiproxy standardmäßig alle Proxy-Server, was je nach Umfang der Proxy-Liste einige Zeit dauert. Um dem Tool dieses Verhalten abzugewöhnen, muss der Anwender unter „Proxy list, Options“ den Punkt „Test all servers on start-up“ deaktivieren. Es genügt, den Test einmal am Tag über „Proxy list, Check all“ auszuführen. Es ist keine Funktion zum automatischen Update der Proxy-Liste vorhanden. Immerhin kann der Anwender manuell heruntergeladene Listen importieren oder neue Server einzeln per Hand eingeben.
Die mitgelieferte Proxy-Liste war hoffnungslos veraltet. Keiner der angegebenen Server funktionierte mehr. Das „Update“ der Liste, das der Programmierer auf seiner Homepage bot, verdient den Namen nicht – es stammte von Juni 2003. Der Anwender muss also selbst nach anonymen Proxy-Servern suchen und sie per Hand eintragen. Hilfreich sind dabei Datenbanken wie diese. Multiproxy hatte im Test Probleme mit Proxys, die auf Port 80 laufen. Einziger Pluspunkt des Tools: Es kann alle paar Sekunden zwischen den eingetragenen Proxys wechseln.
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