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Was Notebook-Spieler brauchen

10.10.2008 | 08:08 Uhr |

Ob im Büro oder daheim: Notebooks ersetzen immer öfter den Desktop-PC. Für Freunde üppiger Grafik und aktueller Spiele gibt es hier die richtigen Tipps für die perfekte Hardware-Ausstattung. Denn nichts ist ärgerlicher, als Wochen nach dem Kauf festzustellen, dass das scheinbare Monster-Notebook gar nicht genug Leistung für aktuelle Spiele-Knaller mitbringt.

Grundsätzlich sollten Sie sich im Klaren sein, dass ein Notebook zum gleichen Preis nie die Performance und Ausstattung eines Spiele-Rechners im Desktop-PC-Format mitbringen wird. Wenn Sie die ultimative Spiele-Performance zum möglichst günstigen Preis wollen und die Mobilität auf Ihrer Prioritätsliste ganz weit unten rangiert, dann greifen Sie zu einem ausgewiesenen Spiele-PC. Oder leben Sie damit, aktuellste Spiele eben nicht in der besten Auflösung oder nicht mit allen möglichen Zusatz-Features in punkto Grafikqualität spielen zu können. Dann heißt es, die eigenen Ansprüche auf ein vernünftiges Maß zurückschrauben.

Bedenken Sie auch, dass der Austausch von Komponenten bei einem Notebook in der Regel viel komplizierter als bei einem Desktop-PC ist. Die Auswahl an potentiellen Austauschkomponenten ist zudem viel geringer. Wenn Sie also basteln wollen oder es gewohnt und vor allem auch künftig willens sind, neue Technik-Trends mit ein, zwei Jahren Abstand zu vernünftigeren Preispunkten in Ihrem System umzusetzen, dann sollten Sie ebenfalls nicht zu einem Notebook greifen.

Bei einem Notebook lohnt es sich in den seltensten Fällen, mehr als den RAM aufzurüsten. Ein Notebook ist als Gesamtpaket konzipiert und hat nur vergleichsweise geringe Toleranzbereiche. Das fängt schon bei der Thermik im Innenraum an. Gesetzt den Fall, Sie wollen Prozessor und Grafikkarte austauschen und finden sogar passende Komponenten - was schon mal nicht selbstverständlich ist.

Das Problem: Das Kühlsystem und die Lüftung des Notebooks sind auf eine bestimmte, relativ eng begrenzte thermische Verlustleistung dieser Komponenten dimensioniert. Natürlich gibt es einen Spielraum, sonst könnten Sie Ihr Notebook schon mit der Original-Bestückung nicht im Hochsommer betreiben. Aber ob es State-of-the-Art-Hardware ausreichend kühlt, die zwei Generationen weiter ist? Und während man bei einem Desktop-PC in einem solchen Fall einfach einen fortschrittlicheren Kühler und stärkere Lüfter einsetzen würde, ist das bei einem Notebook in den allerseltensten Fällen möglich.

Daher: Wenn Sie in Ihrem System nach eigenem Gusto künftige Hardware adaptieren wollen oder das Maximum an 3D-Leistung zu einem Minimum an Kosten wollen, dann nehmen Sie einen PC. Greifen Sie zum Notebook, wenn bei aller 3D-Pracht Mobilität für Sie wichtig ist – nicht jeder schleppt gern PC, Monitor, Keyboard, Maus und sonstiges Zubehör auf eine LAN-Party – und Sie mit Sicherheit keine Upgrades der Kernkomponenten planen, die über Arbeitsspeicher und Festplatte hinausgehen.

Auf die richtige Ausstattung achten
Wenn Sie nach einem neuen Notebook zum Zocken aktuellster 3D-Games Ausschau halten, sollten Sie einige grundsätzliche Dinge beachten. Denn wenn Sie auf der nächsten LAN-Party mal ordentlich auf den Putz hauen wollen, dann sollten Sie sich nicht mit einem vermeintlichen Raubtier blamieren, das sich als schwachbrüstiger Stubentiger entpuppt.

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