Auch im Bereich der Drucker und Kopierer lässt sich eine Tendenz zurück zu den Wurzeln der 80er erkennen: weg vom persönlichen Tischgerät, hin zum zentralen Multifunktionsgerät, das von vielen Anwendern gleichzeitig genutzt wird und damit wieder sowohl im Stromverbrauch als auch im Wartungsaufwand gegenüber der Individuallösung punktet. Rohstoffsparende Features wie doppelseitiger Druck sind bei Großgeräten eher verbreitet, und die Geräte sind durch die gemeinschaftliche Nutzung besser ausgelastet. Und seit diskutiert wird, ob Laserdrucker, -kopierer und -faxgeräte gesundheitsschädlichen Feinstaub aussenden, ist ein Argument mehr für solche zentralen Multifunktionsgeräte gefunden. Beispiele für solche Geräte sind die Workcentre-Serie von Xerox oder die Officejet-Serie von HP.
Umweltfreundliche Mobilgeräte
Auch im Bereich der mobilen Endgeräte tut sich was. So präsentierte Sony Ericsson im September "GreenHeart", ein grünes Konzept-Handy, bei dem der ganze Produktlebenszyklus berücksichtigt wurde. So werden umweltfreundliche Materialien wie Bioplastik fürs Gehäuse und Recycling-Kunststoff für das Keypad eingesetzt. Außerdem gibt Sony eine Umwelt-Garantie für seine Geräte, die umweltfreundlich wiederverwertet werden sollen.
Ultraleicht-Notebooks wie der Asus EEE PC sind nicht nur platzsparend und leicht transportabel, sondern durch den Verzicht auf unnötige Features auch besonders energiesparend. Inzwischen haben auch andere Hersteller vergleichbare Geräte im Angebot, wie z. B. E-Lead Electronics das Noahpad UMC, Everex das Cloudbook, Maxdata das Belinea s.book 1 oder Packard Bell das EasyNote XS.
Anreiz Green-IT-Awards
Das Thema Green IT wird auch durch Awards gefördert, wie z. B. den Green IT Award 2008 in Österreich, an dem auch deutsche Unternehmen beteiligt sind, oder den ersten Schweizer Green Innovation IT Award, an dem unter anderem der WWF beteiligt ist. In Deutschland wurde 2008 unter anderem der "Green IT Award Readers Choice 2008" verliehen.
Stromsparen per Gesetz
Am 7. März 2008 trat in Deutschland im Rahmen der EU-Ökodesignrichtlinie das "Gesetz über die umweltgerechte Gestaltung energiebetriebener Produkte (Energiebetriebene-Produkte-Gesetz - EBPG)" in Kraft. Die Vorbereitungsstudie für PCs und Monitore ist inzwischen abgeschlossen, der finale Bericht kann auf www.ecocomputer.org heruntergeladen werden. Auf Basis der fertigen Studie kann die EU-Kommision dann Durchführungsmaßnahmen erlassen, die Hersteller zur Dokumentation des Ressourcenverbrauchs (Lifecycle-Analyse) verpflichten und, sofern Effizienzgrenzen definiert werden, auch die Markteinführung von Produkten an die Einhaltung solcher Grenzen binden.
Da in Zeiten steigender Energiepreise energiesparende und damit umweltfreundliche Produkte bereits ein starkes Verkaufsargument darstellen, ist aber zu erwarten, dass Hersteller auch weiterhin von sich aus auf Green IT setzen werden.
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