Mit dem Internet Explorer (IE) hatte Microsoft über lange Zeit den De-facto-Standard im Browser-Markt gesetzt. In den Jahren 2004 und 2005 geschah dann etwas, womit Microsoft ebenso wenig gerechnet hatte wie die meisten Marktbeobachter: Aus dem freien und Community-getriebenen Mozilla-Projekt entstand der Open-Source-Browser Firefox – und setzte sich bei den Anwendern durch. Abgesehen von Open Office ist Firefox das erste Open-Source-Projekt, dem das gelungen ist. Sein Marktanteil liegt inzwischen – je nach Erhebung – zwischen 25 und 40 Prozent. Marktführer ist der IE zwar immer noch, aber es gibt eine ernstzunehmende Konkurrenz.
Das Erfolgsrezept der Mozilla Foundation: Fast alles wurde zumindest in der Anfangsphase durch die Community entwickelt und entschieden. Das spart nicht nur Kosten, sondern schafft auch einen großen Vertrauensbonus. Vor allem in der Anfangszeit sagten viele Anwender, dass sie Firefox gut fänden, gerade weil er eine Konkurrenz zum Marktführer Internet Explorer ist. Diese Community-getriebene Markenbekanntheit ist es, die Mozilla bis heute von Unternehmen im klassischen Sinn unterscheidet.
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