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Neue Technologien für virtuelle Desktops

20.08.2008 | 10:01 Uhr |

Virtualisierung ist nicht nur ein Server-Thema. Auch die Desktops wandern immer öfter ins Rechenzentrum. Als Pionier im Bereich der Terminal-Dienste entwickelt Citrix neue Werkzeuge für die Desktop-Virtualisierung.

Citrix kommt in Sachen Server Based Computing eine Vorreiterrolle zu. Unter anderem entwickelte das Unternehmen nützliche Erweiterungen, mit denen sich Windows als Multi-User-System nutzen ließ und verkaufte diese Technologie dann an Microsoft. Fortan spezialisierte sich Citrix auf Produkte, die die Terminaldienste in Windows Server nutzen und mit neuen Funktionen ausbauen. Das Kernprodukt ist das ehemals unter dem Namen Presentation Server bekannte Xenapp .

Die Citrix-Software ist heute weit verbreitet, bringt sie Unternehmen doch eine ganze Reihe von Vorteilen, wie eine zentrale Verwaltung, einen hohen Sicherheitsstandard, den Zugang übers Internet und die optimierte Auslieferung von ressourcenhungrigen Appliaktionen an beliebige Endgeräte.

Das Terminal-Prinzip mag in vielen Bereichen perfekt für Unternehmen sein, doch muss sich der IT-Verwalter auch über einige Einschränkungen im Klaren sein. Das Systemdesign sieht einen zentralen Server vor, der die Desktop-Oberfläche und Anwendungen für die User bereitstellt. Da sich dies auf einem Server-OS abspielt, liefert der Terminal-Server nicht die gewohnte Betriebssystem-Oberfläche an die Benutzer aus. Nicht nur von ihrem gewohnten OS müssen sich die User verabschieden. Auch individuelle Anpassungen und die Installation eigener Software ist damit passé. Der lokale Anschluss von Peripherie-Geräten wird zudem schwierig. Das Offline-Arbeiten geht natürlich gar nicht. Fällt der Terminal-Server aus, gehen auch an den Arbeitsplätzen die Lichter aus.

Beispielsweise bei Multimedia-Inhalten muss man systembedingt Abstriche machen. Hier sind die Qualitätsunterschiede im Vergleich zu herkömmlichen Desktops deutlich zu spüren. Übrigens: Nicht alle Anwendungen lassen sich über Terminal-Server nutzen. Als IT-Administrator muss man sich darüber im Klaren sein, dass mit Terminal-Diensten nie alle Arbeitsplätze versorgt werden können und nicht jede Anwendung multiuserfähig ist. Häufig sind die Nutzer von Terminal-Diensten deshalb einer eng umrissenen Gruppe von Mitarbeitern - beispielsweise Sachbearbeiter einer Bank oder Versicherung - zuzuordnen. Da diese Gruppe mit einer überschaubaren Auswahl an Programmen arbeitet, lassen sich diese Arbeitsplätze gut konfigurieren und über Terminal-Server bereitstellen.

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