16.04.2012, 10:17

Moritz Jäger

Mobiles Windows

Windows To Go: Windows 8 vom USB-Stick starten

Windows 8 ©Microsoft

Windows To Go ist Bestandteil des neuen Windows 8. Damit erstellen Sie mobiles Windows auf einem USB-Stick. PC-Welt erklärt Ihnen Schritt für Schritt wie das geht.
Mit Windows 8 haben Windows-Anwender ihr Betriebssystem jederzeit zur Hand, auch wenn sie an einem Fremdrechner sitzen. Möglich wird dies durch die neue Windows-8-Funktion mit dem Namen Windows To Go, die Microsoft erstmals in sein Windows-Betriebssystem integriert hat. Dank dem Feature wird das OS auf einem USB-Datenträger installiert und eingerichtet. Anschließen können User das Speichergerät mit sich führen, an einen Rechner anschließen und dann von Windows 8 booten.
Damit Windows 8 von der USB-Festplatte oder vom USB-Stick startet, sollten einige Dinge beachtet werden. Das entsprechende Speichermedium sollte ausreichend Platz bieten und zudem schnell sein. TechNet empfiehlt  mindestens 32 GB und USB 3.0. Eine Alternativ-Schnittstelle mit entsprechender Geschwindigkeit ist eSATA.

Windows To Go - Beschränkungen

Um das mobile Betriebssystem auf seine Praxistauglichkeit zu testen, wurde es auf zwei Festplatten eingerichtet. Die Testumgebung besteht aus einer älteren externen 3,5-Zoll-Festplatte mit USB-2.0-Anschluss und einer externen SSD-HD mit USB 3.0-Anschluss.
Obwohl es sich bei Windows To Go um ein vollständiges Windows 8 handelt, gibt es Unterschiede.
  • ARM-Prozessoren werden nicht unterstützt.
  • Standardmäßig stehen die Stromspar-Modi Hibernate und Sleep nicht zur Verfügung, lassen sich aber aktivieren.
  • Interne Festplatten werden nicht angezeigt. Microsoft will so den ungewollten Zugriff auf gespeicherte Daten verhindern. Allerdings lassen sich die internen HDs anzeigen, indem Administratoren den jeweiligen Datenträgern Laufwerksbuchstaben zuweisen.
  • Trusted Plattform Module werden nicht verwendet.
  • Es funktionieren keine Windows-Recovery-Features.
  • Es ist nicht möglich die Windows-Installation auf den Auslieferungszustand zurückzusetzen.
Windows To Go – Vorbereitung des Ziellaufwerks
Die Installation von Windows To Go könnte einfacher sein. Microsoft verzichtet auf einen Assistenten, der ein fertiges Betriebssystem auf das externe Speichermedium überträgt. Anwender setzten Windows 8 mit der passenden Image-Datei aus der Installations-ISO auf, um die benötigte WIM-Datei zu erstellen. Das Image befindet sich im Unterordner \sources. Soll als Grundlage Windows 7 dienen, werden zusätzlich die Programme ImageX.exe vom Windows Automated Installation Kit (WAIK) und BCDboot.exe benötigt.
Die Zielfestplatte muss in zwei Partitionen eingeteilt sein. Eine wird für den EFI-Boot-Vorgang benötigt. Hierfür reichen 350 MB, das Format muss FAT32 sein. Die eigentlichen Windows-8-Daten befinden sich auf der zweiten Partition, die als NTFS formatiert wurde. Die erste Partition erhält den Namen „UDF System“ und den Laufwerksbuchstaben „S:“. Die zweite trägt den Laufwerksbuchstaben „W:“.  Es können individuelle Bezeichnungen verwendet werden.
Mithilfe der Computerverwaltung lässt sich die Festplatte am einfachsten vorbereiten. Das Tool Diskpart übernimmt auf Kommandozeilen-Basis die Aufgabe. Die notwendigen Befehle sind in dem Microsoft-TechNet-Eintrag WindowsTo Go Step by Step aufgeführt.
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