57746

Mobiles Internet

06.03.2007 | 12:19 Uhr |

Per Handy, PDA oder Notebook ins Internet? Mit Techniken wie HSDPA/HSUPA oder Wimax ist das gar kein Problem.

Was bringt’s: HSDPA, auch Broadband oder Highspeed UMTS genannt, ist ein Übertragungsverfahren des Mobilfunkstandards UMTS, das derzeit eine maximale Downlink-Datenrate von bis zu 3,6 MBit/s bietet. Geplant ist jedoch, die Rate auf 7,2 MBit/s zu steigern. Daher eignet es sich vor allem dafür, Filme oder Videos herunterzuladen. Es ist ein Endgerät nötig – Handy, Notebook oder PDA –, das den Standard unterstützt. Einen schnelleren Uplink soll HSUPA mit 1,45 MBit/s ermöglichen. Bisher waren bei UMTS 64 KBit/s die Regel. Wimax, auch bekannt als der Standard IEEE 802.16, ist eine drahtlose Breitband-Internet-Anbindung, die eine Datenrate von bis zu 108 MBit/s und maximal 50 Kilometer Reichweite zulassen soll. Der Einsatz von Wimax ist jedoch nur in ländlichen Gegenden sinnvoll, in denen der Aufbau eines DSL-Netzes unwirtschaftlich wäre.
Ein Vorteil des Funkstandards: Da die Übertragungsraten sehr hoch, die Reaktionszeiten dabei aber sehr kurz sind, eignet sich Wimax sehr gut für Sprachübertragungen wie Telefonieren und Video-Anwendungen. Über einen speziellen Modus lässt sich außerdem eine bestimmte Bandbreite sicherstellen, um zu erreichen, dass die Verbindung während der Übertragung nicht gestört wird.

W er braucht’s: Wer bisher schon UMTS genutzt hat, kann sich über die höheren Transferraten von HSDPA freuen. Wimax macht dagegen nur in einem Gebiet mit lückenhafter Festnetzabdeckung Sinn – wer bereits in einem DSL-Empfangsgebiet lebt, wird vermutlich nicht in seinen Genuss kommen.

Was kostet’s/wann verfügbar: Bisher bieten T-Mobile, Vodafone und O2 UMTS mit HSDPA- Unterstützung an. UMTS-Karten mit HSDPA fürs Notebook liegen zwischen 100 und 400 Euro. Endgeräte mit HSDPA sind ebenfalls schon erhältlich: So gibt’s etwa Mobilrechner von Acer, Dell, Fujitsu-Siemens, HP und Lenovo, die die Vodafone-Lösung unterstützen. Und Samsung zeigt auf der CeBIT 2007 ein Handy mit HSDPA, das für rund 50 Euro plus Vertrag bei O2 erhältlich ist. Nach der Versteigerung der Wimax-Lizenzen erhielten drei Unternehmen den Zuschlag für die bundesweite Bereitstellung. Derzeit bietet etwa die Firma Deutsche Breitband Dienste (DBD) verschiedene Wimax-Lösungen wie „DSL on air“ für monatlich bis zu 22,95 Euro an – jedoch nur in DSL-unberührten Regionen wie Dresden und Heidelberg.

Fazit

Mobiles Internet ist die Zukunft. Schnell und unkompliziert Mails abrufen, surfen oder chatten – mit den neuen Techniken wie HSDPA kein Problem. Allerdings brauchen Sie dazu einen speziellen Tarif. Wimax dagegen wird sich nicht überall durchsetzen – aber die Technik kann Löcher in der DSL-Abdeckung stopfen.

Wichtige Aussteller auf der CeBIT
O2: Freigelände, Stand E06
T-Online: Halle 26, Stand A01
Fujitsu-Siemens: Halle 9, Stand C60

0 Kommentare zu diesem Artikel
57746