840180

Steve Jobs' Ausraster nach dem Start von Mobile Me

09.05.2011 | 13:23 Uhr |

Ein neues Porträt über Steve Jobs beschreibt, wie er das Entwicklungsteam von Mobile Me nach dem bescheidenen Start des Dienstes in den Boden stampfte.

Nach dem holprigen Start des Webdienstes Mobile Me soll Steve Jobs das verantwortliche Entwicklerteam zusammengerufen und lautstark zusammengefaltet haben. In einem Auditorium auf dem Apple Campus, das sonst für Pressevorführungen genutzt wird, soll Jobs die Mitarbeiter zur Rechenschaft gezogen haben, warum der Webdienst zum Start so schlecht funktionierte. "Why the fuck doesn't it do that?" soll Jobs gefragt haben, als man ihm erklärte, was Mobile Me leisten sollte. Diese Anekdote ist Teil eines neuen Porträts über Jobs, das in der aktuellen Ausgabe des Wirtschaftsmagazins Fortune zu lesen ist.

Mobile Me in seiner jetzigen Form bietet Mail, Kalender, Adressbuch, Webspeicher und weitere Funktionen.
Vergrößern Mobile Me in seiner jetzigen Form bietet Mail, Kalender, Adressbuch, Webspeicher und weitere Funktionen.

Der bescheidene Start des Dienstes habe Apples Ruf beschädigt, die Verantwortlichen sollten sich dafür hassen, so Steve Jobs damals. Jobs habe sich auch über negative Presseberichte beschwert: "Mossberg, unser Freund, schreibt keine positiven Dinge mehr über uns". Anlass war hier eine Kritik des Wall Street Journals, die empfahl, Mobile Me nicht zu nutzen. Anschließend habe Jobs einen neuen Verantwortlichen für das Mobile-Me-Team ernannt und das Team später weitgehend ausgetauscht. Mobile Me funktionierte tagelang nach dem Start 2008 kaum und es dauerte Wochen, bis der Dienst richtig lief. Apple entschädigte die Nutzer mit kostenloser Verlängerung der Mitgliedschaft.

Mobile Me bietet eine E-Mailadresse, 20 Gigabyte Speicherplatz für Fotos, Webseiten und weitere Dateien. Zudem kann man damit mehrere Macs und iOS-Geräte synchronisieren. Der Dienst kostet 79 Euro im Jahr. In letzter Zeit gibt es zahlreiche Gerüchte, die für einen Neustart oder eine Neuausrichtung des Dienstes sprechen, viele Beobachter gehen sogar davon aus, das mindestens ein Teil dfes Angebots kostenlos werden wird.

0 Kommentare zu diesem Artikel
840180