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Mobil im Internet mit UMTS

18.12.2009 | 10:00 Uhr |

Schnelles Surfen unterwegs ist keine Frage des Geldes mehr: Schon für 2 Euro am Tag gehen Sie per UMTS immer und überall online. Welche Hardware Sie dafür brauchen und welche Tarife es gibt, erfahren Sie hier.

Egal ob im Biergarten, auf dem Weg ins Büro oder auf Reisen: Wer jederzeit online sein will, hat eine Vielzahl von Möglichkeiten. Besonders schnell geht’s mit UMTS (Universal Mobile Telecommunications System) und HSDPA (High Speed Downlink Packet Access). Hier steht eine Datentransferrate von bis zu 7,2 MBit/s zur Verfügung – genug für angenehmes Arbeiten und Surfen, auch für den Download von Filmen und anderen großen Dateien.
Zum klassischen UMTS-Stick, der oft mit passendem Internet-Tarif verkauft wird, gibt es eine Reihe von Alternativen. Eine besonders elegante Lösung sind Notebooks und Netbooks mit integriertem UMTS-Modem.
Viele aktuelle Handymodelle bieten ebenfalls ein eingebautes UMTS-Modem, so dass Sie über Bluetooth oder mit Hilfe eines Datenkabels surfen können. Wir erklären Ihnen in diesem Artikel, mit welcher Hardware Sie besonders komfortabel unterwegs ins Netz gehen und was Sie dabei beachten müssen. Außerdem erfahren Sie, welche Tarife es für den mobilen Netzzugang gibt und für wen sich welches Preismodell rechnet.

5 Fakten zu UMTS Vorzüge und Nachteile der neuen Technik

+ Unterwegs unschlagbar: UMTS ist die schnellste Möglichkeit, von jedem Ort aus ins Internet zu gehen, wenn Sie nicht auf WLAN-Access-Points setzen wollen – und die gibt es eben nicht überall. Wer oft mobil ins Web will oder muss, fährt mit der neuen Technik gut.
+ Ersatz fürs Festnetz-Internet: UMTS eignet sich auch für daheim – insbesondere wenn Sie keinen stationären Telefonanschluss benötigen. Stellen Sie sicher, dass das gewünschte Netz an Ihrem Wohnort auch ausreichend Bandbreite bietet, bevor Sie einen Tarif mit längerer Kündigungsfrist abschließen.
+ Viele interessante Tarifmodelle: Für die meisten Anwender sind individuelle Flatrate-Tarife, die tage- oder wochenweise bei Bedarf gebucht werden, die günstigste Lösung. Ebenfalls gut sind klassische Flatrates. Vielsurfer sollten beachten, dass bei fast allen Angeboten nach einer bestimmten Datenmenge der Datenstrom gedrosselt wird.
- UMTS kann ein teurer Spaß sein – wenn Sie den falschen Vertrag besitzen. Checken Sie vor allem, ob Ihr Tarif vielleicht veraltet ist, und aktualisieren Sie eventuell Ihren Vertrag. Die Preise für den mobilen Datendienst sind in den letzten Jahren stark gefallen.
- Im Ausland auf jeden Fall teuer: Wenn Sie UMTS im Ausland nutzen, müssen Sie unter Umständen 10 bis 20 Mal so viel berappen wie im Inland. Eine Flatrate deckt Auslandskosten in allen uns bekannten Fällen nicht ab

UMTS-Sticks: Gibt’s oft gratis oder günstig zur Flatrate dazu
Der UMTS-Stick hat sich als Standard-Modem etabliert, das Sie inzwischen bei fast jedem UMTS-Flatrate-Tarif dazubekommen – kostenlos oder deutlich ermäßigt für um die 40 Euro. Besonders verbreitet sind bei solchen Paketen die Sticks der Firma Huawei . Sie liegen unter anderem den Handy-Angeboten von Aldi-Talk, Vodafone und Fonic bei oder sind günstig dazu zu haben.
Wichtig: Manche Sticks unterstützen nur bis zu 3,6 MBit/s Download. In den Netzen von T-Mobile und Vodafone werden aber an vielen Orten bereits Download-Geschwindigkeiten von 7,2 MBit/s geboten.
Upload-Tempo: Einige Modelle unterstützen nur 384 KBit/s – obwohl T-Mobile, Vodafone und stellenweise auch O2 bis zu 1,45 MBit/s zulassen.
Bald noch schneller: In Zukunft sollen sogar 5,76 MBit/s möglich sein. Ein hohes Upload-Tempo ist wichtig, wenn Sie selbst große Dateien ins Internet senden – zum Beispiel Mailanhänge, Videos und große Bilddateien. Werfen Sie einen Blick in die technischen Daten, und fragen Sie im Zweifel nach. Einige Sticks, etwa der Medion-Web-Stick (ein modifizierter Huawei S160), verfügen über einen Steckplatz für eine Micro-SD-Karte, so dass sie sich auch als Speicher-Stick nutzen lassen.
Anschließen & Einsetzen: UMTS-Sticks werden über eine USB-Buchse an den PC angesteckt und bringen die notwendigen Treiber und Programme in der Regel auf dem integrierten Flash-Speicher mit. Andernfalls verwenden Sie die mitgelieferte Treiber-CD. Der Einsatz ist unkompliziert: SIM-Karte in den USB-UMTS-Stick einlegen und ihn an den PC anschließen.
Danach erscheint ein neuer Laufwerksbuchstabe, und Sie können die benötigte Zugangs-Software installieren. Geben Sie die Log-in-Daten ein, und klicken Sie auf „Verbinden“ oder einen ähnlich benannten Button.
Nachteil: UMTS-Sticks stehen, wie alle anderen USB-Sticks, aus dem Gerät heraus und müssen in der Regel abgezogen werden, bevor Sie das Notebook verstauen. Und wenn der Platz knapp ist, zählt schließlich jeder Zentimeter

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