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Mit sieben Tricks zum optimalen Windows

03.05.2015 | 09:41 Uhr |

Windows "ab Werk" stellt nur die wenigsten wirklich zufrieden. Diese Tipps machen Ihr OS schneller, sicherer und komfortabler.

Ein frisch installiertes Windows 8.1 besteht aus ungefähr 78.000 Dateien in 18.000 Verzeichnissen. Dazu kommen noch mehrere zehntausend Registry-Einträge. Diese Zahlen geben in etwa eine Vorstellung von der Komplexität des Betriebssystems. Bei der alltäglichen Arbeit am PC sollen dem Benutzer technische Details aber möglichst verborgen bleiben. Schließlich will man das System nicht ständig konfigurieren, sondern effektiv nutzen. Windows-Profis haben noch einen anderen Anspruch. Nur wer Zugriff auf verborgene Optionen hat, sinnvolle Admin-Tools nutzt oder die Installation individuell anpasst, gelangt zu einem optimal eingerichteten Windows – für sich selbst oder für anderen Anwender.

1. Windows 7 und 8 ohne Limits installieren

Die Installationen von Windows 7 und 8 laufen zwar fast identisch ab, doch ein paar Unterschiede gibt es. Windows 7 lässt sich auch ohne Produktschlüssel installieren und testweise nutzen. Erst nach einigen Tagen erscheint die Aufforderung zur Aktivierung, die Sie aber eine Zeitlang ignorieren können. Bei Windows 8 müssen Sie dagegen den Produktschlüssel in jedem Fall eingeben. Eine Testinstallation ist nicht vorgesehen. Bei beiden Systemen lässt sich nur die Variante installieren, die Sie erworben haben. Also beispielsweise Windows 7 Home oder Windows 8 Professional. Auf den Windows-7-DVDs sind aber in der Regel alle Editionen von Starter bis Ultimate enthalten, bei Windows 8 sind es Windows 8 Core und Professional (jeweils 32- oder 64-Bit). Die Download-Version von Windows 8 enthält dagegen nur die gekaufte Edition. Hier gibt es noch eine weitere Besonderheit, über die Sie im Kasten „Windows 8: Esd- in Wim-Datei konvertieren“ mehr erfahren.

Jede Windows-Edition installieren: Mit einer speziell angepassten Datei Ei.cfg lässt Ihnen das Setup-Programm die Wahl zwischen Windows 8.1 und Windows 8.1 Pro. Außerdem ist die Installation ohne Produktschlüssel möglich.
Vergrößern Jede Windows-Edition installieren: Mit einer speziell angepassten Datei Ei.cfg lässt Ihnen das Setup-Programm die Wahl zwischen Windows 8.1 und Windows 8.1 Pro. Außerdem ist die Installation ohne Produktschlüssel möglich.

Alle genannten Einschränkungen wirken sich bei einer Standardinstallation nicht aus. Doch wer häufig neu installieren will, etwa für Tests, wird dadurch behindert. Microsoft hat jedoch eine Funktion in das Windows-Setup-Programm eingebaut, die es ermöglicht, bei Windows 7 die gewünschte Edition auszuwählen und Windows 8 ohne Produktschlüssel zu installieren. Dazu dient eine kleine Textdatei namens Ei.cfg, die im Verzeichnis „Sources“ des Installationsmediums liegt. Bei Windows 7 bestimmt sie, welche Windows-Edition sich installieren lässt. Ist sie gelöscht, können Sie über das Setup-Programm eine beliebige Edition installieren. Bei Windows 8 fehlt sie standardmäßig; dann lässt sich nur die erworbene Edition installieren. Ist die Ei.cfg mit entsprechend angepasstem Inhalt vorhanden (siehe Punkt 2), können Sie die Edition auswählen und während der Installation die Eingabe des Produktschlüssels übergehen. Zur Aktivierung ist in jedem Fall ein zur installierten Edition passender Produktschlüssel erforderlich.

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2. Optimiertes Installationsmedium erstellen

Damit sich die Windows-Installation ohne Einschränkungen durchführen lässt, müssen Sie ein neues Installationsmedium erstellen. Das kann entweder eine DVD oder ein USB-Stick sein. Am einfachsten geht das über das Tool PC-WELT-Windows-Rebuilder .

Schritt 1: Entpacken Sie PC-WELT-Windows-Rebuilder auf die Festplatte, beispielsweise nach C:\pcwWinRebuilder.

Schritt 2: Auf der Registerkarte „1. Vorbereitungen“ geben Sie an, wo sich die Installationsdateien von Windows 7 oder 8 befinden. Als Quelle kommen die Original-Installations-DVD, eine ISO-Datei derselben oder ein Verzeichnis infrage, in das Sie die Installationsdateien bereits kopiert haben. Wenn Sie eine ISO-Datei für Windows 7 benötigen, können Sie diese über die Registerkarte „Tools“ und dann ganz rechts unter „Downloads“ herunterladen.

PCWindows neu zusammenbauen: Mit PC-WELT-Windows-Rebuilder erstellen Sie eine optimierte Windows-Installations-DVD oder einen Setup-Stick.
Vergrößern PCWindows neu zusammenbauen: Mit PC-WELT-Windows-Rebuilder erstellen Sie eine optimierte Windows-Installations-DVD oder einen Setup-Stick.

Schritt 3: Wenn Sie ein DVD-Laufwerk oder eine ISO-Datei angegeben haben, legt das Tool nach einem Klick auf „Dateien kopieren“ die Dateien im Verzeichnis „C:\pcwWinRebuilder\ Files“ ab, oder Sie tragen ein anderes Verzeichnis ein. Bei Bedarf können Sie unter „Files“ auch noch Ordner mit eigenen Programmen oder Treiber unterbringen, die für Sie auf der Windows-Installations-DVD nützlich sind. Sie haben die Installationsdateien bereits selber entpackt? Dann geben Sie den Pfad hinter „Verzeichnis“ an.

Schritt 4: Um die Ei.cfg anzupassen, gehen Sie auf die Registerkarte „Tools“ und dann auf „Ei.cfg-Vorlage bearbeiten“ Der Editor zeigt eine Vorlagendatei mit dem Inhalt

[EditionID]  [Channel]  Retail  [VL]  0  

Diese ist für Windows 8 passend. Ändern Sie den Inhalt bei Bedarf. Sie können unter „[EditionID]“ Professional oder Core eintippen, falls die Editionsauswahl nicht erscheinen sollte. Klicken Sie danach auf „Speichern“.

Liegt bereits eine Ei.cfg im Verzeichnis „Sources“, etwa bei Windows 7, wird deren Inhalt auf der Registerkarte „Ei.cfg aus Sources“ angezeigt. Auch hier lässt sich der Inhalt ändern und über „Speichern“ sichern. Windows-7- Nutzer geben unter „[EditionID]“ das gewünschte System an, etwa Ultimate, Professional, HomePremium, HomeBasic oder Starter. Soll die Editionsauswahl unterbleiben, klicken Sie auf „Löschen“, um die Datei zu entfernen. Soll eine OEM-Version zum Einsatz kommen, löschen Sie die Datei nicht, sondern tippen unter „[Channel]“ den Wert OEM statt Retail ein. Bitte beachten Sie, dass OEM-Versionen in der Regel telefonisch aktiviert werden müssen.

Schritt 5: Gehen Sie auf die Registerkarte „2a“ oder „2b“, je nachdem, ob Sie eine ISO-Datei mit den Installationsdateien oder einen Installationsstick erstellen wollen. Unter „2a. ISO erstellen“ geben Sie das Verzeichnis an, in dem Sie die ISO-Datei ablegen wollen. Standard ist „C:\pcwWinRebuilder\ISO“. Aktivieren Sie bei Windows 8 die Option „Ei.cfg kopieren“. Bei Windows 7 setzen Sie das Häkchen nicht, damit die in Schritt 4 geänderte Datei erhalten bleibt beziehungsweise nicht erneut hinzugefügt wird. Klicken Sie zum Abschluss auf „ISO erstellen“. Aus der ISO-Datei können Sie sich dann eine neue Installations-DVD brennen.

Unter „2b. USB-Stick erstellen“ wählen Sie den Laufwerksbuchstaben des USB-Laufwerks aus. Sollte dieser nicht erscheinen, weil Sie den Stick erst nach dem Start des Tools mit dem PC verbunden haben, starten Sie PC-WELT Windows-Rebuilder neu. Bei der ersten Verwendung wählen Sie die Option „USB-Stick formatieren“, damit der Stick später bootfähig ist. Sichern Sie vorher alle Daten auf dem USB-Stick. Sollte der USB-Stick nicht auftauchen, dann ist er beim System wahrscheinlich als Festplatte angemeldet. In diesem Fall setzen Sie ein Häkchen vor „Alle Laufwerke anzeigen“. Prüfen Sie die Laufwerksangabe genau, damit Sie nicht versehentlich den falschen Datenträger formatieren. Aktivieren Sie bei Windows 8 die Option „Ei.cfg kopieren“, und klicken Sie zum Abschluss auf „Dateien kopieren“.

Windows-Setup steuern: Die Datei Ei.cfg legt fest, welche Windows-Edition sich installieren lässt. Ist sie bei Windows 8 vorhanden, benötigen Sie keinen Produktschlüssel.
Vergrößern Windows-Setup steuern: Die Datei Ei.cfg legt fest, welche Windows-Edition sich installieren lässt. Ist sie bei Windows 8 vorhanden, benötigen Sie keinen Produktschlüssel.

Installation durchführen: Windows 8 installiert sich nach diesen Änderungen wie Windows 7 automatisch mit einem Demo-Produktschlüssel. Nach dem ersten Start erhalten Sie die Gelegenheit, Ihren Produktschlüssel einzugeben und Windows zu aktivieren oder den Vorgang mit „Überspringen“ auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben.

Windows 8 aktivieren: Wenn Sie Windows 8 ohne Produktschlüssel installiert haben und nach der Testphase aktivieren wollen, funktioniert das nicht ohne weiteres. Um das zu ändern, gehen Sie so vor:

Schritt 1: Drücken Sie die Tastenkombination Win-R, geben Sie regedit ein und klicken Sie auf „OK“. Im Windows-Registrierungs-Editor navigieren Sie zum Schlüssel „Hkey_Local_Machine\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Setup\OOBE“. Hier ändern Sie den Wert von „MediaBootInstall“ auf 0. Schließen Sie den Registrierungs-Editor.

Schritt 2: Drücken Sie die Kombination Win-X, und wählen Sie im Menü „Eingabeaufforderung (Administrator)“. Geben Sie slmgr -rearm ein und bestätigen Sie mit der Enter-Taste. Warten Sie, bis die Aufforderung zum Neustart erscheint, und starten Sie das System neu.

Schritt 3: Drücken Sie Win-Pause. Klicken Sie unter „Windows-Aktivierung“ auf „Details zur Windows-Aktivierung anzeigen“ und dann auf „Mit neuem Key aktivieren“. Geben Sie den Schlüssel ein und klicken Sie auf „Aktivieren“.

Individuelle Windows-Installation: Über Win Toolkit im PC-WELT Windows-Rebuilder legen Sie Windows-Einstellungen als Standard für die Neuinstallation fest und integrieren Treiber sowie Updates.
Vergrößern Individuelle Windows-Installation: Über Win Toolkit im PC-WELT Windows-Rebuilder legen Sie Windows-Einstellungen als Standard für die Neuinstallation fest und integrieren Treiber sowie Updates.

3. Optimierungen vor der Installation durchführen

Die Windows-Installation lässt sich deutlich vereinfachen und auch automatisieren. Das ist vor allem für Nutzer interessant, die häufig neu installieren oder identisch vorkonfigurierte Systeme auf mehreren PCs benötigen. In PC-Windows WELT Windows-Rebuilder können Sie über „Tools > Individuelles Setup-Medium“ das Programm Win Toolkit starten. Damit lassen sich Windows-Updates und Treiber in die Windows -7- oder -8-Installationsdateien integrieren. Außerdem ist es möglich, viele Einstellungen, etwa für den Windows-Explorer, schon vorab festzulegen. Das alles funktioniert nur, wenn eine Datei Install.Wim im Verzeichnis „Sources“ liegt. Bei der Download-Version von Windows 8 ist aber eine Install.Esd dabei. Wie Sie diese umwandeln, lesen Sie im Kasten unten, „Windows 8: Esd-Datei konvertieren“.

4. Windows 8 besser bedienbar machen

Mit der Kacheloberfläche von Windows 8 ist nicht jeder zufrieden, denn die für den Touchscreen optimierten Apps sind für herkömmliche Desktop-PCs eher schlecht geeignet. Microsoft hat das inzwischen auch eingesehen und wird mit Windows 10 nachbessern. Der Nachfolger von Windows 8.1 wird aber wohl erst in der zweiten Jahreshälfte 2015 erscheinen. Bis es soweit ist, können Sie Windows 8/8.1 so umbauen, dass es fast wie Windows 7 aussieht. Der Vorteil dabei: Sie müssen nicht auf den gewohnten Bedienkomfort verzichten und profitieren von sinnvollen Neuerungen wie beschleunigtem USB 3.0 sowie neuen und verbesserten Treiber.

Das kostenlose Tool Classic Shell rüstet nicht nur das Startmenü nach, sondern ermöglicht auch eine Konfiguration, durch die von Windows 8 nicht mehr viel zu sehen ist. Classic Shell ist auch für Windows-7-Nutzer geeignet, weil es mehr Optionen bietet als das Microsoft-Original.

Classic Shell konfigurieren: Classic Shell bietet zahlreiche Einstellungen. Sie können beispielsweise festlegen, welche Funktion die Start-Schaltfläche beim Klick erhält.
Vergrößern Classic Shell konfigurieren: Classic Shell bietet zahlreiche Einstellungen. Sie können beispielsweise festlegen, welche Funktion die Start-Schaltfläche beim Klick erhält.

Installieren Sie Classic Shell und folgen Sie dabei den Anweisungen des Assistenten. Das Tool startet danach automatisch. Per Klick auf das Windows-Logo links unten im Bildschirm klappen Sie das neue Startmenü auf. Nach kurzer Zeit erhalten Sie einen Hinweis auf ein verfügbares Update. Dabei handelt es sich um die deutsche Sprachdatei. Klicken Sie den Hinweis an und dann auf „Download“. Melden Sie sich bei Windows ab und wieder an.

Classic Shell konfigurieren: Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Startmenü-Icon und wählen Sie „Einstellungen“. Auf der ersten Registerkarte „Startmenü Design“ legen Sie das Aussehen des Startmenüs fest.

Auf der Registerkarte „Grundlegende Einstellungen“ lässt sich beispielsweise einstellen, was bei einem Mausklick auf das Startmenü-Icon geschieht. Voreingestellt ist „Classic Shell- Startmenü“. Bei einem Klick mit gleichzeitig gedrückter Shift-Taste öffnet sich der Windows-Startbildschirm. Vor „Überspringe den Metro Bildschirm“ ist ein Häkchen gesetzt. Windows 8 startet daher gleich zum Desktop.

Noch mehr Optionen sehen Sie, wenn ein Häkchen vor „Alle Einstellungen anzeigen“ gesetzt ist. Auf der Registerkarte „Windows 8.1 Einstellungen“ beispielsweise können Sie unter „Deaktiviere die aktiven Ecken“ die Option „Alle“ wählen. Dann erscheint die Charms-Bar nicht mehr, wenn Sie mit der Maus etwa in die rechte obere Ecke fahren. Sie können sie aber mit der Tastenkombination Win-C einblenden.

In den „Einstellungen“ sind noch viele weitere, nützliche Optionen zu finden. Unter „Hauptmenü“ beispielsweise können Sie bei „Herunterfahren- Befehl“ festlegen, welche Funktion die Schaltfläche rechts unten im Startmenü haben soll. Standardmäßig ist das „Herunterfahren“. Sie können aber auch „Neustarten“ oder „Ruhezustand“ definieren. Auf der Registerkarte „Steuerung“ bestimmen Sie, was bei Klicks auf das Startmenü-Icon geschehen soll. Das Tool Win 8 Starter zeigt ein Startmenü ähnliche wie Classic Shell. Es bietet aber weniger Optionen und erscheint daher übersichlicher. Um das Tool dauerhaft nutzen zu können, müssen Sie sich beim Hersteller mit einer gültigen E-Mail-Adresse registrieren. Sie erhalten dann eine Nachricht mit dem Link auf die Seriennnumer.

Windows 8 Esd- in Wim-Datei konvertieren

Bei den Download-Versionen von Windows 8 oder 8.1 gibt eine Besonderheit. Statt einer Install.Wim ist hier eine Install.Esd vorhanden (ESD = Electronic Software Distribution). Beide Dateien enthalten ein Installationsabbild, das vom Setup-Programm auf die Festplatte kopiert wird. Wenn Sie nur ein einfaches Installationsmedium benötigen, wie in Punkt 2 beschrieben, müssen Sie nichts ändern. Dafür genügt auch die Esd-Datei. Wollen Sie die Installation jedoch wie in Punkt 3 beschrieben individuell anpassen, müssen Sie den Esd- in eine Wim-Datei konvertieren.

Dazu verwenden Sie PCWELT Windows-Rebuilder . Gehen Sie auf „Tools“, dann auf „ESD-Datei konvertieren“, und klicken Sie auf „ESDFileConverter starten“. Wählen Sie über die Schaltfläche „..:“ die gewünschte Wim-Datei aus, und klicken Sie auf „Konvertieren“. Beim erstmaligen Aufruf müssen noch einige Tools von Microsoft heruntergeladen werden. Danach beginnt die Umwandlung. Die Install. wim liegt anschließend im Verzeichnis „pcwWindowsRebuilder\Tools\ESDFileConverter\WIM“. Verschieben Sie die Esd-Datei aus den Window-Installationsquellen in ein Backup-Verzeichnis und kopieren Sie die soeben erstellte Install.Wim an deren Position. Sie können dann, wie in Punkt 3 beschrieben, ein individuell angepasstes Installationsmedium erzeugen.

5. Windows-Explorer optimieren

Der Windows-Explorer ist in Windows das zentrale Tool für die Verwaltung von Dateien und Ordnern. Allerdings zeigt das Programm standardmäßig nicht alle Dateien und Ordnern an. Bei Dateien fehlen die meisten Dateinamenserweiterungen, und Systemordner bleiben verborgen. Wer häufig systemnahe Arbeiten durchzuführen hat, sollte das ändern. Dazu gehen Sie im Windows-Explorer auf „Ansicht > Optionen“ und die Registerkarte „Ansicht“. Entfernen Sie die Häkchen vor „Erweiterungen bekannter Dateitypen ausblenden“ und „Geschützte Systemdateien ausblenden“ und aktivieren Sie die Option „Ausgeblendete Dateien, Ordner und Laufwerke anzeigen“.

Die Ansicht lässt sich schneller mit dem Tool PC-WELT-Explorer-Optionen-setzen umstellen. Entpacken Sie das Tool in einen beliebigen Ordner, und starten Sie es. Setzen oder entfernen Sie die gewünschten Häkchen, und klicken Sie auf „Speichern“. Im Windows-Explorer müssen Sie die Ansicht dann noch mit der F5-Taste aktualisieren.

Besser kopieren: Kopieren und Verschieben von Dateien und Ordnern ist die Paradedisziplin jedes Dateimanagers. Der Windows-Explorer hat hier aber einige Mängel. Besser geht’s mit dem kostenlosen Tool Teracopy . Seine wichtigste Funktion: Teracopy kann Dateien und Ordner aus verschiedenen Quellen nacheinander kopieren. Sie können beispielsweise nacheinander den Kopiervorgang für unterschiedliche Ordner von der Festplatte auf eine externe Festplatte einleiten. Teracopy wartet jeweils, bis ein Kopierauftrag abgearbeitet ist, und fährt dann mit dem Nächsten fort. Wenn Sie die Dateien über den Windows-Explorer kopieren, dauert der Vorgang deutlich länger, weil die Köpfe der Festplatten dabei ständig hin und her fahren müssten. Teracopy bietet außerdem die Möglichkeit, Kopiervorgänge zu pausieren und warnt rechtzeitig, wenn nicht genug Platz auf dem Zieldatenträger vorhanden ist.

Teracopy integriert sich bei der Installation in den Windows-Explorer. Sie können also wie gewohnt per Drag & Drop oder mit den Tastenkombinationen Strg-C und Strg-V kopieren und einfügen. Statt der Explorer-Routine erledigt jedoch Teracopy die Aufgabe.

Alternativen Dateimanager verwenden: Wer mit den Funktionen des Windows-Explorers grundsätzlich unzufrieden ist, der kann auch zu alternativen Programmen greifen. Großer Beliebtheit erfreut sich in dieser Kategorie der Total Commander . Der Zwei-Fenster-Dateimanager erleichtert die Dateiverwaltung deutlich. Zudem lässt sich das Tool mithilfe von zahlreichen, meist kostenlosen Plug-ins individuell erweitern. Ebenfalls empfehlenswert ist der ausgereifte und schnelle Speed Commander . Das Programm arbeitet ebenfalls mit der Zwei-Fenster-Technik.

7-Zip: Mit dem Gratis-Packprogramm packen und entpacken Sie ZIP-Archive. In den „Optionen“ legen Sie fest, wie das 7-Zip-Menü im Windows-Explorer erscheint.
Vergrößern 7-Zip: Mit dem Gratis-Packprogramm packen und entpacken Sie ZIP-Archive. In den „Optionen“ legen Sie fest, wie das 7-Zip-Menü im Windows-Explorer erscheint.

Packen und entpacken: Eine Pack- und Entpack- Funktion für ZIP-Archive ist in den Windows-Explorer bereits integriert. Diese bietet den Vorteil einer gelungenen Integration: Zip- Dateien erscheinen als Ordner und lassen sich ohne Umwege öffnen. Allerdings ist die ZIP-Funktion relativ träge, und es fehlen wichtige Funktionen. Windows Vista, 7 und 8 können beispielsweise passwortgeschützte ZIP-Archive zwar entpacken, diese aber nicht erstellen. Besser geht‘s mit dem kostenlosen Packprogramm 7-Zip . Installieren Sie das für Ihr System passende 7-Zip, also die 32-Bit oder 64-Bit-Variante. Das Tool unterstützt auch zusätzliche Kompressionsformate, beispielsweise das verbreitete Rar-Format.

Ob und wie 7-Zip im Windows-Explorer erscheint, können Sie über den „7-Zip File Manager“ selbst festlegen. Rufen Sie das Programm als Administrator auf. Gehen Sie auf „Extras > Optionen“. Auf der Registerkarte „System“ legen Sie fest, für welche Dateitypen 7-Zip zuständig sein soll, beispielsweise „7z“, „zip“ und „rar“. Auf der Registerkarte „7-Zip“ setzen Sie ein Häkchen vor „7-Zip in Kontextmenü integrieren“, wenn das 7-Zip-Kontextmenü bei Ordnern und Dateien erscheinen soll. Ein Häkchen vor „Kontextmenü kaskadieren“ bewirkt, das es nur den platzsparenden Eintrag „7-Zip“ mit einem Untermenü gibt. Wählen Sie in der Liste darunter die gewünschten Menüeinträge aus, und klicken Sie zum Abschluss auf „OK“. Sie können dann im Windows- Explorer Archivdateien über das Kontextmenü entpacken sowie Dateien oder Ordner in platzsparende Archive verpacken.

Die besten Tools für Windows 8.1

Total Commander: Die Zwei-Fenster-Ansicht ermöglicht es, schnell und ohne großen Klickaufwand Dateien in das Zielverzeichnis zu kopieren.
Vergrößern Total Commander: Die Zwei-Fenster-Ansicht ermöglicht es, schnell und ohne großen Klickaufwand Dateien in das Zielverzeichnis zu kopieren.

6. Benutzerrechte ansehen und ändern

Bei aktuellen Windows-Versionen kommt in der Regel das Dateisystem NTFS zum Einsatz. Es erlaubt eine detaillierte Zuweisung von Benutzerrechten. Sie können anderen Benutzern den Zugriff auf Dateien oder Ordner erlauben oder verbieten. Nutzer ohne administrative Rechte ist es schon standardmäßig nicht erlaubt, etwa Systemdateien zu ändern oder die Inhalte andere Benutzerprofile einzusehen.

Die Konfiguration der Zugriffsrechte erfolgt über den Kontextmenüpunkt „Eigenschaften“ und die Registerkarte „Sicherheit“ von Dateien und Ordnern. Hier können Sie sehen, welche Benutzer und Gruppen welche Berechtigungen besitzen. Über die Schaltfläche „Bearbeiten“ lassen sich die Rechte ändern. Die Schaltfläche „Erweitert“ führt zu noch mehr Einstellungen. Über den Link hinter „Besitzer“ legen Sie bei Bedarf einen neuen Besitzer für das Dateisystemobjekt fest. Nur der Besitzer hat das Recht, die Einstellungen umfassend zu ändern. Wer die Berechtigungen für viele einzelne Ordner oder Dateien anpassen muss, benötigt dazu über den Windows-Explorer zahlreiche Mausklicks. Profis greifen daher lieber zu den Kommandozeilentools Takeown und Icacls. Wenn Sie den Namen des Programms gefolgt von einem /? eintippen, erhalten Sie einen Hilfetext mit Beispielen.

Mehr Funktionen bietet das kostenlose Kommandozeilen-Tool Set ACL . Anwendungsbeispiele und eine Einführung in das Rechtesystem finden Sie auch auf der Webseite des Herstellers . Mit Set ACL ändern Sie nicht nur Zugriffsrechte im Dateisystem, sondern auch in der Registry. Das Tool eignet sich besonders gut für die Automatisierung über Batch-Dateien oder VB-Script. Wer lieber mit einem Tool für die grafische Oberfläche arbeitet, greift zu Set ACL Studio vom gleichen Hersteller wie Set ACL. Das Tool bietet eine Baumansicht für Dateisystem, Dienste, Drucker, Freigaben und die Registry. Per Klick auf ein Objekt sehen Sie sofort, welche Berechtigungen vergeben sind. Es sind ebenfalls nur wenige Mausklicks nötig, um Zugriffsrechte zu entfernen, hinzuzufügen oder zu ändern.

Autoruns: Das Microsoft-Tool zeigt Ihnen alle Autostart-Rampen. Deaktivieren Sie Dienste und Programme, die Sie nicht sofort nach dem Systemstart benötigen.
Vergrößern Autoruns: Das Microsoft-Tool zeigt Ihnen alle Autostart-Rampen. Deaktivieren Sie Dienste und Programme, die Sie nicht sofort nach dem Systemstart benötigen.

7. Mehr Geschwindigkeit für Windows

Nach einiger Zeit und zahlreichen Installationen scheint Windows immer langsamer zu werden. Das liegt meist an Programmen und Diensten, die Windows automatisch startet. Windows zeigt wieder mehr Leistung, wenn Sie alles Unnötige abschalten. Drücken Sie die Tastenkombination Win-R, geben Sie im folgenden „Ausführen“-Fenster msconfig ein, und bestätigen Sie mit „OK“. Wählen Sie anschließend die Registerkarte „Dienste“. Setzen Sie ein Häkchen vor „Alle Microsoft-Dienste ausblenden“. Entfernen Sie dann das Häkchen vor allen Diensten, die entbehrlich sind. Entsprechend verfahren Sie auf der Registerkarte „Systemstart“. Bei Windows 8 gelangen Sie hier per Klick auf „Task-Manager öffnen“ zur Autostart- Konfiguration.

Sollte Ihnen Msconfig nicht ausreichen, verwenden Sie das Tool Autoruns aus der Sysinternals-Suite. Es zeigt detailliert alle Autostart-Rampen und zusätzlich auch bremsende Erweiterungen für den Windows-Explorer („Shell Extensions“) und Internet-Explorer (Browser-Erweiterungen).

Registry aufräumen: In der Registry sammeln sich mit der Zeit viele überflüssige oder ungültige Eintrage an. Das kann unter Umständen die Systemleistung beeinflussen. Mit der Vollversion CCleaner lässt sich die Registry bequem bereinigen und auch noch einige weitere Wartungsaufgaben mit wenigen Klicks erledigen.

Windows-Optimierung mit weiteren Tools

Es gibt viele Tools zur Windows-Optimierung. Daher hier ein kurzer Steckbrief nützlicher Tools für mehr Leistung und Sicherheit:

Advanced Tokens Manager : Das Tool sichert Ihre Aktivierungsinfos von Windows und Microsoft Office für die nächste Windows-Neuinstallation.

EMET : Mit dem Enhanced Mitigation Experience Toolkit von Microsoft reduzieren Sie die Gefahren, die durch Sicherheitslücken in bestimmten Programmen ausgehen können.

MBSA : Der Microsoft Baseline Security Analyzer hilft Ihnen dabei, Schwachstellen im Windows-System zu finden. Das Tool liefert auch Hinweise zur Pröblemlösung.

PC-WELT Windows-Tuner 2015 : Das PC-WELT-Tool ermöglicht den schnellen Zugriff auf viele wichtige Systemeinstellungen.

PC-WELT-Win-X-Menü-Manager : Erweitern Sie das Admin-Menü, das Sie unter Windows 8 über die Tastenkombination Win-X aufrufen können.

Registry Backup : Vor größeren Änderungen an der Systemkonfiguration sollten Sie ein Backup der Windows-Registry erstellen.

Nirlauncher Package : Diese Sammlung enthält mehr als 180 kostenlose Tools, die Ihnen bei der Analyse, Verwaltung und Optimierung Ihres Windows-Systems helfen.

Minitool Partition Wizard Home Edition : Sie wollen Partitionen vergrößern, verkleinern, neu anlegen oder löschen? Dieses Tool bietet alle nötigen Funktionen dafür.

Sysinternals-Suite : Die Microsoft-Sysinternals-Toolsammlung enthält über 60 praktische Tool für die Systemanalyse und Optimierung, teilweise mit englischsprachiger Anleitung.

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