1838824

Mit der richtigen Hardware zu mehr Leistung

15.01.2014 | 09:03 Uhr |

Was tun, wenn Ihr PC trotz seines jungen Alters schon schwächelt? Neue Hardware könnte helfen. Wir zeigen, wie Sie mit dem richtigen Hardware-Upgrade mehr Leistung bekommen.

Sie dachten, Ihr Arbeits-Rechner wäre ganz in Ordnung. Nicht übermäßig alt, auch nicht zugemüllt mit nicht mehr benötigter Software. Und trotzdem scheint ihm beim Hochfahren immer wieder die Puste auszugehen, Anwendungen brauchen ewig zum Laden. Schuld daran könnte Ihre Hardware sein. Das ist aber kein Grund gleich den ganzen PC auszutauschen. Es reichen ein paar Verbesserungen an den richtigen Stellen, um Ihr System zu beschleunigen. Manchmal genügt es schon, an Ihre USB-Anschlüsse eine Docking-Station zu hängen. Oder auf eine schnellere Speicherlösung umzusteigen. Wir zeigen Ihnen weitere Tricks, mit denen Sie Ihren PC schnell und einfach wieder flott bekommen.

Eine Docking-Station in der Hinterhand

Eine USB-basierte Docking-Station ist eine exzellente Möglichkeit, um schnell die Anzahl an nutzbaren Peripheriegeräten zu erhöhen. Ebenfalls möglich ist die Erweiterung von Audio-, Ethernet- oder USB-Anschlüssen mithilfe einer Docking-Station. Greifen Sie aber unbedingt zu einer Docking-Station, die USB 3.0 unterstützt, denn dieser Standard arbeitet deutlich schneller als USB 2.0. Das Lenovo Thinkad USB 3.0 Dock funktioniert zum Beispiel mit jedem Laptop, der mindestens einen USB-3.0-Anschluss besitzt. Teurere Docks bieten manchmal sogar die Möglichkeit, gleichzeitig einen oder zwei externe Monitore per USB mit Strom zu versorgen. Das erleichtert die Dinge enorm, wenn Sie ohnehin einen Arbeitsplatz mit mehreren Bildschirmen einrichten wollen.

Nichts geht über SSD

Sie können einfach keinen schnellen Arbeitsplatz einrichten, ohne auch eine SSD-Festplatte einzubauen. Zwar existieren zwischen hoch- und niedrigpreisigen SSDs enorme Unterschiede, doch selbst Einstiegsmodelle verfügen über eine Schreib- und Lesegeschwindigkeit, die normale HDDs mehr als alt aussehen lässt. Das Upgrade auf eine SSD geht verhältnismäßig schnell und ist einer der einfachsten Wege, seinem PC schnell zu mehr Power zu verhelfen.

SSD-Festplatten: So verlängern Sie die Lebenszeit

Allerdings sind SSDs nicht nur teurer als normale Festplatten, sie besitzen meistens auch weniger Speicherplatz. Das kann zum Problem werden, wenn Sie einerseits kostengünstig aufrüsten wollen, andererseits viel Speicherplatz benötigen. Deshalb gibt es noch eine Alternative: Investieren Sie in eine Solid-State-Hybrid-Festplatte. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um eine Standard-HDD, die zusätzlich mit ein paar Gigabyte Flash-Speicher bestückt wurde. Mit Varianten in 2,5 und 3,5 Zoll bietet Ihnen so eine SSHD die Leistung einer SSD, gepaart mit dem großen Speicherplatz einer HDD. Preislich liegt die Speicherlösung zwischen den teuren SSDs und billigeren HDDs.

Mehr Tempo dank SSD - und den richtigen Tricks

Setzen Sie auf externen Speicher

In einer perfekten Welt würden wir uns einfach alle Dutzende von Terabyte als SSD kaufen und alle unsere Speicherprobleme wären gelöst! Angesichts der noch sehr hohen SSD-Preise kaufen sich hingegen viele Desktop-PC-Nutzer lieber mehrere große HDDs und setzen sie in ihren Rechner ein.

Laptop-Nutzer haben letztere Option leider nicht. Auf zusätzlichen Speicher müssen sie trotzdem nicht verzichten, wenn sie ein externes Gehäuse für die Extra-HDD verwenden. Das wird über einen Interface-Bus, etwa Firewire 800, Thunderbolt oder USB 3.0 mit dem Laptop verbunden. Achten Sie aber darauf, dass Sie Ihre Daten schützen – entweder, indem Sie Ihre externen Festplatten in einem Raid-Verbund aufsetzen oder, mithilfe von Software, die mindestens zwei Backups Ihrer Daten an zwei verschiedenen Orten anlegt.

Ein bisschen Komfort…

Angesichts der vielen Stunden, die Sie an Ihrem PC arbeiten, wäre es denkbar ungünstig, an Eingabegeräten wie Tastatur, Maus oder Trackball zu sparen. Kaufen Sie lieber etwas, das sich in Ihrer Hand komfortabel anfühlt, Ihre individuellen Bedürfnisse bedient und über ergonomisches Design verfügt. Nehmen Sie auch kabellose Modelle mit in die engere Auswahl, denn so ersparen Sie sich den Stress mit ewigem Kabelgewirr.

Wenn die Maus spinnt: Tipps zur Reparatur

In puncto kabellose Geräte bieten Modelle mit einer separaten USB-Funk-Basis übrigens längere Akkulaufzeiten und bessere Leistung als Geräte mit Bluetooth. Allerdings verbrauchen erstere auch wieder USB-Steckplätze. Kabellose Eingabegeräte brauchen Batterien, legen Sie sich also besser einen kleinen Vorrat davon an. Oder investieren Sie alternativ in wiederaufladbare Akkus. Einige Tastaturen, wie das Logitech Wireless Solar Keyboard K750, benötigen hingegen keine Batterien, dafür aber – dank eingebautem Solar-Panel – eine ganze Menge Sonne.

Wenn Sie häufig Online-Konferenz-Tools wie Skype oder Microsoft Lync benutzen, sollten Sie sich auch mit einem guten, kabellosen Headset ausstatten. Das schafft Flexibilität und mehr Komfort beim Online-Telefonieren. Wenn Sie mit einem eigenen Büro nur für Sie allein gesegnet sind, können Sie das Headset auch zur Verwendung von Spracherkennung benutzen, zum Diktieren oder um per Sprachbefehl durch Windows zu navigieren.

Ethernet ist verlässlich

WLAN mag ja ein ausgesprochen komfortables Stück Technologie sein. Doch kabelgebundene Ethernet-Netzwerke sind nach wie vor die Nummer Eins in Sachen Zuverlässigkeit und Datendurchsatz. Zwar mag sich die Leistung von WLAN in kleinen Büros und dank des 802.11ac-Standards immer weiter verbessern, in absehbarer Zeit wird Ethernet aber auf dem Leistungsthron sitzen. Wenn Sie also den perfekten (und schnellen) Arbeitsplatz schaffen wollen, setzen Sie auf eine solide Ethernet-Verbindung.

Ratgeber: Mehr Tempo fürs Heimnetz

Im Übrigen ist eine Kabel-Ethernet-Verbindung auch sehr günstig einzurichten, wird durch benachbarte WiFi-Netzwerke nicht beeinträchtigt und benötigt – einmal akkurat installiert – keinerlei Optimierung durch findige Techniker. Auch müssen Sie sich über gefürchtete Drive-by-Hacker keine Sorgen machen, die womöglich mit Ihrem Netzwerk Schindluder treiben. Zwar sind Ethernet-Netzwerke nicht unverwundbar, doch im Vergleich zu WLAN sind sie deutlich schwieriger zu knacken.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1838824