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Mit Google AdWords die eigene Webseite bekannt machen

12.03.2013 | 11:23 Uhr |

Zu wenig Traffic auf Ihrer Webseite? Google AdWords kann helfen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie eine Werbeanzeige bei AdWords anlegen und worauf Sie achten müssen.

Stellen Sie sich vor, Sie bauen eine Webseite - und die Besucher bleiben aus. Was tun? Einfache Antwort: Starten Sie eine Werbekampagne mit Google AdWords. AdWords mag sich zunächst komplex anhören, doch der Einstieg ist einfacher, als Sie glauben. Selbst mit einem Budget von nur einem Euro pro Tag, lohnt es sich, den Dienst auszuprobieren und ihrer Webseite ein wenig mehr Traffic zu bescheren.

Wir zeigen Ihnen, wie Sie den Einstieg in Google AdWords in wenigen Minuten und mit minimalem Aufwand schaffen. Wenn Ihr kleines Unternehmen auch mit einem etwas einfacheren System zurecht kommt, probieren Sie es stattdessen mit AdWords Express - das richtet sich vorrangig an Einzelhändler, lokale Restaurants und dergleichen.

So richten Sie Ihr Konto ein

Die Anmeldung bei AdWords geht schnell und einfach
Vergrößern Die Anmeldung bei AdWords geht schnell und einfach

Wie mit allen Dingen im Googleversum führt der erste Schritt in AdWords über ein Google-Konto. Sie brauchen aber keinen Standard-Nutzer-Account. Klicken Sie einfach auf der AdWords-Homepage rechts auf "Jetzt starten". Dann werden Sie entweder aufgefordert, sich mit Ihrem bestehenden Konto anzumelden, oder Sie wählen die Option, einen neuen Account speziell für Werbemittel einzurichten. Wenn Sie es bevorzugen, alles offline einzurichten, finden Sie auf der Homepage auch eine kostenfreie Telefon-Hotline.

Das Einrichten Ihres AdWords-Kontos ist simpel und selbsterklärend; halten Sie einfach eine Kreditkarte bereit, die Sie zum Bezahlen Ihrer Werbekampagnen brauchen. Nachdem Sie Ihr Konto verifiziert haben, sind Sie bereit, Ihre erste Anzeige zu erstellen.

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Starten Sie Ihre erste Kampagne

Googles Taxonomie für AdWords ist für Neunutzer auf den ersten Blick nicht offensichtlich. Daher sollten Sie sich das hier merken: Ihre Werbeanzeigen werden in Kampagnen unterteilt. Jede Kampagne kann mehrere Anzeigen-Gruppen enthalten, von denen wiederum jede mehrere Keywords und verschiedene Anzeigen enthalten kann. Wenn Sie also nicht gerade sehr anspruchsvolle Bedürfnisse haben, sollten Sie die Anzahl Ihrer Anzeigengruppen vorerst klein halten. Wenn Sie versuchsweise mehrere Anzeigen gleichzeitig schalten wollen - zum Beispiel um herauszufinden, welche Art von Anzeige bei Ihren Kunden besser ankommt - nutzen Sie mehrere Anzeigen-Gruppen.

So erstellen Sie Ihre erste Kampagne mit AdWords
Vergrößern So erstellen Sie Ihre erste Kampagne mit AdWords

Im Startbildschirm Ihres AdWord-Kontos klicken Sie zunächst auf den Reiter "Kampagnen", dann auf den Button "Erste Kampagne erstellen". Auf dem folgenden Bildschirm legen Sie fest, ob Sie Ihre Werbeanzeige auf Such-Netzwerke (Direktsuchen in Google), auf Display-Netzwerke (Drittanbieter, die AdSense auf ihrer Webseite benutzen) oder beides richten. Letztere Option ist als Standard festgelegt und bietet die größte Reichweite; die Such-Netzwerk-Option richtet sich allerdings spezieller an genau die Nutzer, die nach Ihren Keywords suchen.

Auf der gleichen Seite geben Sie Ihrer Kampagne einen Namen und richten ein paar grundsätzliche Dinge ein. Im Bereich "Geräte" können Sie etwa festlegen, ob Sie Ihre Werbeanzeige auch auf Mobilgeräten - zusätzlich zum PC - schalten wollen. Mit "Standorte" grenzen Sie Ihre Werbung gezielt auf Nationalitäten ein. Wenn Sie Länder, Städte und sogar Postleitzahlenbereiche ein- oder ausschließen wollen, tun Sie das hier. Am untersten Ende der Seite finden Sie die Option "Anzeigenerweiterungen", mit denen Sie eine Telefonnummer, Adresse oder andere Informationen (in aller Regel) kostenlos Ihrer Anzeige hinzufügen können.

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Ein Budget festlegen

Ebenfalls weiter unten auf der Seite finden Sie die Sektion, in der Sie das Budget für Ihre Anzeige festlegen können. Dies ist einer der trickreicheren Punkte bei der Nutzung von Google AdWords und verlangt daher nach intensiverer Diskussion.

Das Budget für Ihre Anzeige besteht aus zwei Komponenten: Die Gebote und das grundsätzliche Anzeigenbudget für einen Tag. Die Gebote sind das, was Sie für einen Klick auf Ihre Anzeige zahlen wollen. Wählen Sie etwa 25 Cents - eine solide Summe -, dann zahlen Sie jedes Mal 25 Cents, wenn jemand auf Ihre geschaltete Anzeige klickt. Dieser Posten ist natürlich kein kleines Risiko. Ist Ihre Anzeige beliebt und die Kosten drohen zu explodieren, gibt Ihnen Google die Möglichkeit, dem Ganzen Einhalt zu gebieten: Das Tagesbudget. Damit setzen Sie fest, wie viel Sie maximal innerhalb von 24 Stunden investieren wollen. Nachdem Sie genügend Klicks erhalten haben, um das angegebene Level zu erreichen, wird Google Ihre Anzeige bis zum nächsten Tag nicht mehr einblenden.

Angenommen, Sie setzen Ihr Tagesbudget auf 1 Euro und bleiben weiterhin bei 25 Cents pro Gebot, stellt Google Ihre Anzeige nach vier Klicks vorerst offline. Diese Zahlen sind stark abhängig von Ihrem Unternehmen, wählen Sie sie also mit Bedacht und wählen Sie zuerst die Summe für Ihr Budget. Es ist einfacher, sich diese Summe für einen Monat oder ein Jahr zu überlegen. Rechnen Sie einfach ein wenig: Wenn Sie im Jahr ein AdWords-Budget von 1000 Euro zur Verfügung haben, sollte Ihr Tagesbudget bei knapp 2,75 Euro liegen.

Als nächstes: Wie viele Klicks erwarten Sie pro Tag? Wenn Sie beispielsweise als Berater für eine besonders wohlhabende Kundschaft tätig sind, dürften Sie auf Ihrer Seite eher wenig Traffic erwarten, aber eine große Gebotssumme stemmen können. Setzen Sie letztere also ein wenig höher als normalerweise an. Verkaufen Sie hingegen Kaugummizigaretten für 1,50 Euro die Packung, sollten Sie Ihre Bezahlsumme pro Klick auf wenige Cents setzen.

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Bedenken Sie vor allem, dass AdWords eher einem Auktionshaus denn einem Einzelhandel gleicht. Nur bieten Sie bei AdWords eben auf Keywords. Und wenn andere Unternehmen für die gleichen Keywords bieten wie Sie, entscheidet Google über die Platzierung der Anzeigen abhängig davon, wer mehr bezahlt. Wer viel investiert, um bei Googles Werbeplatzierung die Nummer Eins zu sein, zahlt in aller Regel deutlich mehr als einen Euro pro Klick. Zahlen Sie weniger als das, landet Ihre Anzeige an weniger gut besuchten Orten oder taucht im schlimmsten Fall gar nicht auf - zumindest nicht, solang das Budget Ihres Konkurrenten für den Tag noch nicht aufgebraucht ist. Machen Sie sich über all das aber vorerst keinen Kopf - denken Sie immer daran, dass Sie auch im Nachhinein noch alles ändern können.

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