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Mit Tippfehlern Geld verdienen: Verisign leitet Web-Anfragen um

17.09.2003 | 09:42 Uhr |

Verisign, der Verwalter von .com- und .net-Domains, hat am Dienstag mit dem Testlauf eines umstrittenen Service begonnen: Wer im Adressfeld des Browsers einen falsch geschriebenen oder nicht mehr vorhandenen .net- oder .com-Domainnamen eingab, sah daraufhin nicht mehr den gewohnten 404-Fehler: Statt bei einer "Not found"-Meldung leitete Verisign die Anfrage auf das eigene Suchportal http://sitefinder.verisign.com um.

Verisign , der Verwalter von .com- und .net-Domains, hat am Dienstag mit dem Testlauf eines umstrittenen Service begonnen: Wer im Adressfeld des Browsers einen falsch geschriebenen oder nicht mehr vorhandenen .net- oder .com-Domainnamen eingab, sah daraufhin nicht mehr den gewohnten 404-Fehler: Statt bei einer "Not found"-Meldung leitete Verisign die Anfrage auf das eigene Suchportal http://sitefinder.verisign.com um.

Das Unternehmen ist dazu in Lage, da es für die technische Verwaltung der Com und Net Registry verantwortlich ist. Obwohl die Zone-Dateien für .com und .net-Domains offen verfügbar sind, gelten die DNS-Server von Verisign als Referenz, was dem Unternehmen quasi eine Monopolstellung verschafft. Diese will Verisign einerseits nutzen, um versurften Usern schnell und unkompliziert den Weg zur richtigen Adresse zu weisen.

Gesponserte Ergebnisse können diesen Service außerdem zur lukrativen Einnahmequelle machen. Eigenen Angaben zufolge verarbeitet Verisign neun Milliarden DNS-Lookups pro Tag, davon gehen rund 800 Millionen Anfragen an nicht existierende Adressen.

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