19.09.2011, 14:43

Christian Remse

Bilbearbeitung in der Cloud

Picnik: Rechenleistung aus der Wolke

Cloud Computing speichert nicht nur ausgewählte Daten wie etwa Kontaktinformationen, Termine, Fotos, Filme und Musik zentral auf Servern ab und stellt sie somit auf allen eingebundenen Geräten gleichermaßen zur Verfügung, sondern nimmt zudem Einzelgeräten die Rechenbelastung ab. Zum einen müssen Sie dadurch Ihre Computer-Hardware für bestimmte Anwendungen nicht unentwegt auf dem aktuellsten Stand halten, was langfristig bares Geld spart; zum anderen profitieren vor allem schwächere Einzelgeräte wie Netbooks von Speicher- und Rechenkapazitätsauslagerung.
Online-Bildbearbeitung schont Netbook-CPU
Seit Google den Bildbearbeitungsdienst Picnik im März 2010 übernommen hat, können Sie Ihre Fotos zentral und somit von jedem mit dem Internet verbundenen Computer aus kostenlos und plattformunabhängig bearbeiten – letzteres bedeutet, dass Sie beispielsweise Bilder von einem Windows-Rechner auf Picnik hochladen und zum einem späteren Zeitpunkt von einem Mac oder Linux-Rechner aus bearbeiten können. Da Picnik nun auf den leistungsstarken Google-Servern zu Hause ist, die wiederum die Speicher- und Rechenkapazität übernehmen, eignet sich die Bildbearbeitungs-Software vor allem für schwachbrüstigere Hardware wie Netbooks.

Basis-Bildbearbeitung kostenlos

Obwohl die Autokorrektur häufig nicht gerade die gewünschten Ergebnisse erzielt, eignen sich die übersichtliche Oberfläche sowie die begleitenden Tipps in deutscher Sprache und in separat erscheinenden Sprechblasen durchaus für Computer-Einsteiger und Hobby-Fotografen. Die grundlegenden Werkzeuge wie Farbpalette, Belichtung und Schärfe sind nicht nur einfach zu bedienen, sondern befinden sich – wie von so manch anderer Software gewohnt – auf der linken Seite des Browser-Rands. Effekte, Textfelder und Funktionen für fortgeschrittenere Nutzer rufen Sie am oberen Fensterrand auf. Clever: Bevor Sie ein Werkzeug oder einen Effekt anwenden, liefert Ihnen Picnik einen Vorgeschmack auf das Resultat.
Diese Funktion vermeidet Fehlgriffe bereits im Voraus. Anders als bei so mancher Online-Bildbearbeitungs-Software setzt Picnik in der kostenlosen Ausführung keine zeitaufwendige und nervige Anmeldung voraus – außer Sie möchten bis zu fünf Bilder auf einmal hochladen. Anstatt Bilder zentral im Internet zu speichern, laden Sie diese zuerst hoch und nach abgeschlossener Bildbearbeitung, Titelvergabe, Größenbestimmung und Formatauswahl wieder zurück auf Ihren Rechner. Dadurch behalten Sie die Kontrolle über Ihre Fotos. Sollten Sie Ihre bearbeiteten Fotos dennoch im Netz veröffentlichen wollen, können Sie diese wahlweise in Ihr Picasa-Web-Album, auf Twitter, Flickr, Facebook oder Photobucket laden.
Nachteil: Die kostenlose Basis-Version bietet überwiegen grundlegende Werkzeuge sowie vereinzelte kreative Effekte; für professioneller Bildbearbeitungstechniken verlangt Picnik knapp 25 US-Dollar (derzeit rund 18 Euro) pro Jahr. Die zentrale Speicherung und Bearbeitung erleichtert es den Cloud-Betreibern wie Picnik beziehungsweise Google an Nutzerdaten zu gelangen und diese gegebenenfalls ohne Ihr Wissen zu speichern. Daher sollten Sie genau darauf achten, welche Fotos Sie im Internet bearbeiten.

Fazit zu Picnik

Picnik eignet sich für Netbook-Nutzer, die ihre Fotos unterwegs verschönern möchten, jedoch nicht über die notwendige Hardware-Leistung verfügen; die Online-Bildbearbeitung ist zudem äußerst einfach zu bedienen. Sollten dennoch Schwierigkeiten auftreten, dann helfen die Hilfesprechblasen weiter. Wer Wert auf eine breite Auswahl an Effekten legt und das auch noch kostenlos haben will, hat bei Picnik jedoch das Nachsehen. Viele Effekte und gerade professionellere Optimierungsmöglichkeiten wie Ebenen stehen Ihnen bei diesem Online-Bildbearbeitungsdienst nur gegen Entgelt zur Verfügung. Gerade für Profi-Anwendungen eignet sich das ebenfalls kostenlose Online-Tool Splashup.com.
 
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